MMA - CH/AT

Cengiz Dana: "Das war unnötig!"

Cengiz Dana nach dem Kampfabbruch bei der Mix Fight Night IV. (Foto: Dorian Szücs/Groundandpound)

Keine echte Kampfsport-Veranstaltung, ohne eine saftige Kontroverse. Im Fall der Mix Fight Night IV, im österreichischen Wels, gab es die im Co-Hauptkampf zwischen Cengiz „Mosquito“ Dana und Andrius „Tigrao“ Hobaldo. Nach nur einer Runde wurde das Duell zugunsten des Brasilianers gestoppt. Grund: eine vermeintlich gebrochene Nase bei Dana. Groundandpound-TV hat anschließend mit beiden Kämpfern gesprochen.

Ein offensichtlich enttäuschter Cengiz Dana stellte dabei sofort klar, dass seine Nase keinesfalls gebrochen sei, und machte Ringarzt und Ringrichter für den für Fans und Kämpfer enttäuschenden Kampfausgang verantwortlich.

Dem Abbruch vorausgegangen war ein unerlaubter Kniestoß Hobaldos im Clinch an der Käfigwand, während sich Dana in der Dreipunktstellung befand. Der Brasilianer konnte den Combat Club Cologne-Kämpfer anschließend noch weitere Minuten bis zum Rundenende am Käfig kontrollieren und stellenweise mit Kniestößen zum Oberschenkel und Schlägen zum Kopf bearbeiten. Eine offensichtliche Verletzung, die einen Kampfabbruch rechtfertigen würde, entstand dabei jedoch nicht.

„Meinen Gegner trifft keine Schuld, aber der Referee, der steht da“, so ein aufgebrachter Dana im Interview. „Als objektiver Mann muss der doch sehen: da sind drei Punkte am Boden, der macht ein Knie, also verwarne ich ihn. [...] Dafür ist der Referee da, sonst brauchen wir keine Referees.“

Danas Betreuer Abu Azaitar fügte hinzu: "Als die Runde vorbei war, kam der Ringarzt zu mir. Ich habe ihm gesagt: 'Wir brechen nicht ab, wir machen weiter, das ist nichts.' [...] Plötzlich geht der aus dem Käfig und lässt den Moderator ankündigen der Kampf sei vorbei. Das sehe ich nicht ein."

Das komplette Interview mit Cengiz Dana und Abu Azaitar:

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Hobaldo und seine Betreuer feierten unmittelbar nach dem Abbruch selbstverständlich gebührend ihren Sieg, zeigten im Interview aber auch Verständnis für den Frust Danas und seines Teams.

„Das ist sehr schade“, ließ Hobaldo über seinen Übersetzer ausrichten. „Aber das war nicht unsere Entscheidung, sondern die des Ringrichters.“

Gegen einen Rückkampf mit Dana hätte der European Top Team-Fighter nach eigenen Worten nichts einzuwenden.

Das gesamte Interview mit Andrius Hobaldo:

Dana selbst war, auf einen Rückkampf angesprochen, noch ein wenig skeptisch, machte aber auch deutlich, dass er selbstverständlich noch einmal gegen den Brasilianer in den Ring steigen würde, sollte sich die Gelegenheit bieten.

Für alle, die sich selbst ein Bild von der skurillen Situation machen möchten, anbei der Kampf Dana vs. Hobaldo in kompletter Länge:

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