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Ayari-Gegner bei Innferno FC: Entweder zahlen oder abkochen!

Stanislav Futera (Foto: Dorian Szücs)

Beim offiziellen Wiegen zu Innferno Fighting Championship, dem Debüt des neuen Innsbrucker MMA-Events, brachte Hauptkämpfer Jessin Ayari zunächst ein knappes Kilo zu viel auf die Waage. Gegner Stanislav Futera hatte zwei Optionen für ihn parat: 50 Prozent der Börse oder zurück in die Sauna.

Vor eineinhalb Wochen war der Prager Stanislav Futera für den Kroaten Ivica Truscek eingesprungen, um am Samstag im Hauptkampf von Innferno Fighting Championship in Innsbruck gegen Jessin Ayari anzutreten. Er war nicht einzige Kämpfer, der als Ersatz angefragt wurde, aber der einzige, der ohne zu zögern zugriff.

„Ich hatte mich bereits auf eine Reihe von Kämpfen vorbereitet, die ich für Juni geplant hatte“, so Futera im Interview mit GNP-TV. „Ich stand also im Training. Zwar hatte ich zwischendurch eine kurze Auszeit, allerdings nicht zu lange. Deshalb war ich gern bereit, einzuspringen und die Herausforderung anzunehmen.“

Ähnlich opportunistisch verhielt sich Futera, als Ayari beim offiziellen Wiegen am Freitag plötzlich ein Kilo zu viel auf die Waage brachte. Der Tscheche musste nun entscheiden, ob er den Kampf unter diesen Bedingungen annehmen würde, oder ob Ayari das überschüssige Gewicht abspecken muss.

„Ich habe nicht wirklich ja gesagt“, lächelte Futera. „Ich habe gesagt, ich würde den Kampf annehmen, aber dass (Veranstalter) Hannes (Schneider) uns vorher eine Email zugesandt hatte, in der stand, wie viel ein Kämpfer an seinen Gegner bezahlen muss, wenn er sein Gewicht nicht erbringt. Ich habe (Ayari) also gesagt, dass er mich entweder bezahlen muss, oder ich ihm einen weiteren Versuch beim Einwiegen gewähre.“

Laut Statuten von Innferno FC erhält ein Kämpfer 20 Prozent der Gage seines Gegners, sobald der bis zu einem halben Kilo zu viel auf die Waage bringt. Bei bis zu 1,5 Kilo sind es 50 Prozent, darüber sogar 100. Ayari hatte 800 Gramm zu viel, das macht die Hälfte seiner Gage. Nach einer halben Stunde abschwitzen war er zurück und erbrachte sein Gewicht.

Der Hauptkampf von Innferno FC steht nun also für Samstag. Wie er ablaufen wird, da werden sich die Fans beider Kämpfer überraschen lassen müssen, denn eine Prognose mag der zuletzt in sechs Kämpfen ungeschlagene Futera nicht wagen.

„Ich habe keine wirkliche Strategie, ich lege einfach los und schaue wie es läuft. Immer wenn ich mir mal eine Strategie zurechtgelegt habe, war die meist nach dem ersten Treffer vergessen“, lachte er. „Ich werde einfach in den Käfig steigen, mich durchkämpfen und hoffentlich als Sieger aus dem Kampf hervorgehen.“

Innferno FC findet am 13. Juni in der Innsbrucker Music Hall statt. Hier das komplette Interview: