Allgemein

„Wir machen keine Freak-Show daraus!“

James Toney und UFC-Präsident Dana White.

James Toney, einer der unumstritten erfolgreichsten Boxer aller Zeiten, unterschrieb im Laufe des gestrigen Tages einen Vertrag über mehrerer Kämpfe mit der UFC (GroundandPound.de berichtete). Selbstverständlich bleibt eine solche Neuverpflichtung nicht unkommentiert – weder von den Fans, noch von den Kämpfern oder der UFC-Chefetage. Besonders letztere, vertreten durch UFC Präsident Dana White, hatte das eine oder andere Wort zum Thema zu verlieren wird:

„Ich mag James Toney“, so White. „Er ist einer der besten Boxer aller Zeiten und ich habe eine Menge Respekt für ihn übrig. Als er sagte, er will in der UFC kämpfen, war ich interessiert. Jetzt ist er hier und ich muss mir überlegen, was ich mit ihm anfange. Was wir auf jeden Fall nicht tun werden, ist eine Freak-Show daraus zu machen. Ich wäre der Erste, der sich darüber aufregten würde, wenn jemand anderes so etwas täte, also mache ich es selbst auch nicht.

[…] Ich will nicht, dass die Leute denken, das hier sei ein Witz. Das ist nicht Hershel Walker oder Canseco oder einer dieser Typen. James Toney ist ein Kämpfer! Das Schlimmste, was mir passieren könnte, ist, dass jemand sagt, er schaltet bei einem meiner Kämpfe um. Deshalb werde ich niemals einen schlechten Kampf auf die Beine Stellen.

Wir wissen, dass er Talent als Boxer hat. Er hat außerdem gesagt, dass er viele Leute damit überraschen würde, wie viel schon vom MMA versteht. Wir werden sehen.“

Toney selbst hatte nach seiner Vertragsunterzeichnung ebenfalls noch einiges zu vermelden. So spuckte er erneut – wie gewohnt – recht große Töne: „Dana hat den Mund ziemlich voll genommen und gesagt, UFC-Fighter wären bessere Kämpfer als Boxer. Wir werden ja sehen. Jeder der was von Kampfsport versteht, weiß, dass ich der purste Kämpfer bin den es gibt. Boxen wird weiterhin mein Hauptfokus bleiben. Aber nachdem Dana den Mund so voll genommen hat, werde ich ihm nun erst einmal zeigen, dass er sich irrt.“

Tatsächlich wird Toney neben seiner Tätigkeit als UFC-Kämpfer weiterhin die Möglichkeit haben, in Boxkämpfen anzutreten. Etwas, was in de UFC eher unüblich ist, da die Promotion ihre Kämpfer in der Regel exklusiv an sich bindet.

Zwar ist bisher noch kein Gegner für Toney im Gespräch, doch einer scheint schon ganz heiß auf den Neuankömmling zu sein. Hall of Famer Randy Couture verkündete über seinen Twitter-Account: „Ich hoffe, ich bin der Erste, den sie gegen ihn antreten lassen.“ Das wäre in der Tat eine Feuertaufe für den Profiboxer.