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Wiener Waffenstillstand

Was dem Löwen sein Revier ist, ist für so manches kommerzielle Sport-Angebot der Gebietsschutz. Nicht selten gilt daher auch bei konkurrierenden Clubs das alte Western-Motto „In dieser Stadt ist nicht genug Platz für uns zwei!“. Das es auch anders geht, beweisen jetzt die beiden einzigen FFA-Stützpunkte in der österreichischen Hauptstadt: Auf Initiative von Andreas Stockmann werden das Kampfsportstudio MMA Vienna und das Maximus Top-Gym in Sachen MMA ab sofort verstärkt zusammenarbeiten.

Vom Freefighter zur Friedenstaube. Als wäre es nicht schon genug, dass der Präsident der FFA sich immer wieder mit deutschen Politikern und damit größtenteils erklärten MMA-Gegnern an einen Tisch setzt, um ihnen das 1x1 des MMA vorzubeten. Der Umzug von Andreas Stockmann nach Wien ist nun auch der Ausgangspunkt für ein friedliches Miteinander in Wien. Als neuer MMA-Trainer des Maximus Top-Gym hat der deutsche Freefight-Veteran jetzt mit MMA Vienna Chef Nebil Sebai einen gemeinsamen Veranstaltungskalender erarbeitet. Ein erster Schritt in Richtung Teamwork, dem sicher weitere folgen werden. Im Detail bedeutet das: Während 2010 im Maximus Top-Gym mehrere MMA-Lehrgänge mit Frank Burczynski und regelmäßige „Just für fun“ Grappling-Turniere stattfinden werden, zu denen ganz klar auch die Sportler des MMA Vienna eingeladen sind, übernimmt das MMA Vienna die Veranstaltung des „FFA New Talents Austria“ Events im Oktober. Und auch bei diesem Turnier werden sicher wieder Kämpfer aus den beiden großen MMA-Schmieden Wiens im sportlichen Wettkampf aufeinandertreffen.

Konkurrenz belebt das Geschäft. Eine alte Marketing-Wahrheit, die sich durch die aktive Zusammenarbeit der beiden Top-Adressen für MMA und Kampfsport in Wien jetzt sicher wieder einmal bewahrheiten wird. Mehr noch: Der größte Gewinner bei dieser Sache ist der MMA-Sport. Mehr Turniere, mehr Lehrgänge, mehr Austausch der MMA-Trainer, -Kämpfer und -Sportler untereinander – was will Wien mehr ...