MMA

Werdum, Browne, Tate und Cerrone in Aktion

Fabricio Werdum und Travis Browne wollen sich am Samstag den nächsten Titelkampf im Schwergewicht verdienen.

Dana White hält nicht viel vom MMA-Markt in Florida, der ihm in der Vergangenheit mehrfach schleppende Ticketverkäufe eingebrockt hat. Da der polarisierende UFC-Präsident aber nicht die alleinige Entscheidungsgewalt in der UFC hat, kehrt das Octagon am kommenden Samstag in den „Sunshine State“ zurück.

Neben einigen Kämpfern aus dem in Coconut Creek beheimateten American Top Team hat der UFC-Zirkus dabei u.a. zwei zuletzt äußerst erfolgreiche Schwergewichte im Gepäck – zwischen Fabricio Werdum und Travis Browne dürfte sich am Wochenende entscheiden, wer die nächste Chance auf den Gürtel der Königsklasse bekommen wird. Außerdem mit von der Partie sind bekannte Gesichter wie Miesha Tate, Donald Cerrone, Thiago Alves, Khabib Nurmagomedov oder auch der frühere Wahl-Nürnberger Yoel Romero.

Haupt- sowie Vorprogramm der Veranstaltung können über den UFC Fight Pass verfolgt werden, der zum monatlichen Preis von 7,99 Euro auf ufc.tv im Abo erhältlich ist.

Fabricio Werdum vs. Travis Browne
Schwergewichtschampion Cain Velasquez darf sich das Geschehen in seiner Gewichtsklasse dank einer Schulterverletzung noch bis zum Ende dieses Jahres vom Krankenbett aus anschauen; währenddessen ist es für die restlichen schweren Jungs der UFC jedoch an der Zeit, ihre Ansprüche auf einen Titelkampf zu manifestieren. Genau das haben am Samstag Fabricio „Vai Cavalo“ Werdum (17-5-1) und Travis „Hapa“ Browne (16-1-1) vor, wenn sie vor einem Millionenpublikum auf dem amerikanischen Mainstream-TV-Sender FOX im Octagon aufeinandertreffen.

Für Werdum stellt dieser Kampf dabei ein großes Risiko dar – eigentlich hatte der Brasilianer sich seine Titelchance bereits vor etwa einem Jahr mit einem Sieg gegen seinen Landsmann Antonio Rodrigo Nogueira verdient. Zu diesem Zeitpunkt stand jedoch schon fest, dass Champion Cain Velasquez seinen Titel als nächstes gegen Junior dos Santos verteidigen würde, wonach Velasquez dank einer Verletzung auf unbestimmte Zeit ausfiel. Am Wochenende muss „Vai Cavalo“ seine Chance nun also gegen den gefährlichen Travis Browne aufs Spiel setzen, die er sich in den vergangenen Jahren mit Siegen gegen Antonio Silva, Fedor Emelianenko, Roy Nelson, Mike Russow und zuletzt Nogueira verdient hat.

Browne dagegen war jahrelang ein versteckter Rohdiamant im Kader der UFC, der erst seit kurzem größere Aufmerksamkeit genießt. Nach neun Siegen (acht davon vorzeitig) in der regionalen Szene machte Browne seit 2010 in der UFC dort weiter, wo er zuvor aufgehört hat. Der einzige Rückschlag auf dem Weg nach oben kam in Form von Antonio „Bigfoot“ Silva zustande, gegen den Browne sich früh eine Beinverletzung zuzog und kurz darauf als unbeweglicher Klotz von den riesigen Fäusten Silvas K.o. geschlagen wurde. Seitdem hat „Hapa“ Gabriel Gonzaga, Alistair Overeem und zuletzt Josh Barnett (T.)K.o. geschlagen.

In Orlando werden am Samstag nicht nur zwei potentielle Titel-Herausforderer im Käfig aufeinandertreffen, sondern gleich zwei komplett gegensätzliche Kampfstile – der Bodenkampfspezialist Werdum hat sich in den vergangenen Jahren unter der Aufsicht der brasilianischen Trainerlegende Rafael Cordeiro ein durchaus passables Muay Thai angeeignet, während Browne das Kämpfen an sich im Blut liegt, ihm bis vor einiger Zeit aber noch die technische Finesse gefehlt hat. Gerade jetzt, da die beiden ihrem kämpferischen Zenit nah sind, verspricht dieser Kampf daher, ein großartiges Duell zu werden.

Miesha Tate vs. Liz Carmouche
Im Co-Hauptkampf des Events treffen zwei ehemalige Herausforderinnen auf Ronda Rouseys Bantamgewichtsgürtel aufeinander. Anstatt um einen weiteren Titelkampf geht es für Miesha „Cupcake“ Tate (13-5) und Liz „Girl-Rilla“ Carmouche (9-4) in Orlando aber zunächst darum, weiter relevant zu bleiben. Beide haben neben dem Titelkampf gegen Rousey einen weiteren Kampf verloren und damit momentan eine negative Bilanz in der UFC – am Samstag wollen sie den ersten Schritt zurück an die Spitze gehen.

Tate stand vor wenigen Jahren noch an der Spitze des Frauen-MMA – als Strikeforce-Championesse galt sie vor ihrer zweiten Titelverteidigung als haushohe Favoritin. Im März 2012 allerdings wurde „Cupcake“ das fünfte Opfer von Ronda Rouseys patentiertem Armbar. Ein halbes Jahr später kehrte die 27-Jährige mit einem eigenen Armbar gegen Julie Kedzie zurück, bevor sie vor einem Jahr gegen Cat Zingano in der UFC debütierte. Abermals als Favoritin, verlor Tate jedoch einen weiteren extrem wichtigen Kampf, als Zingano sie in der dritten Runde mit Kniestößen T.K.o. schlug. Da Zingano allerdings mit einer Knieverletzung länger ausfiel und die UFC für die 18. „The Ultimate Fighter“-Staffel eine zweite Trainerin neben Ronda Rousey brauchte, wurde kurzerhand Tate eingespannt. Im vergangenen Dezember nahm sie ihre Erzrivalin als bisher erste Kämpferin mit in die dritte Runde, in der Rousey jedoch schließlich doch noch den Armbar anbringen konnte.

Liz Carmouche debütierte im Februar 2013 mit einem Titelkampf im Octagon – im ersten Frauenkampf in der Geschichte der UFC brachte sie Ronda Rousey um ein Haar mit einem Rear Naked Choke zum Abklopfen, bevor diese den Spieß umdrehte und Carmouche per Armbar zur Aufgabe brachte. Einige Monate später schlug sie bei UFC on FOX 8 Jessica Andrade T.K.o., bevor sie im November 2013 von Alexis Davis ausgepunktet wurde. Als Teil der UFC-Geschichte würde Carmouche im Falle einer weiteren Niederlage zwar vermutlich nicht entlassen werden, Ambitionen auf einen weiteren Titelkampf könnte sie sich aber vorerst abschminken. Gleiches gilt für Tate, die dank ihres Namens nie weit von einer Chance auf den Gürtel entfernt ist, nach zwei Niederlagen in zwei UFC-Kämpfen aber ebenso dringend einen Sieg braucht.

Donald Cerrone vs. Edson Barboza
Ebenfalls in Orlando treffen mit Donald “Cowboy” Cerrone (22-6) und Edson “Junior” Barboza (13-1) zwei spektakuläre Thaiboxspezialisten aufeinander, deren Duell das Potential hat, der explosivste Kampf des Abends zu werden.

Im Fall von Cerrone ist die interessanteste Frage wohl, in welcher Form er auftauchen wird. Seine körperliche Verfassung ist damit nicht gemeint, denn die ist stets spektakulär – viel mehr weiß man beim „Cowboy“ nie, in welchem mentalen Zustand er die Arena betritt. Was passiert, wenn er unmotiviert oder nicht fokussiert genug ist, zeigen Niederlagen gegen Nate Diaz, Anthony Pettis oder Rafael dos Anjos. Dagegen beweisen Knockouts gegen Charles Oliveira, Melvin Guillard und Adriano Martins sowie Aufgabe-Siege gegen Paul Kelly, Dennis Siver und Evan Dunham, dass er in allen Bereichen gefährlich ist, wenn man ihn nur lässt.

Ob ihm das gegen Edson Barboza gelingen wird, werden wir am Samstag sehen. Der Brasilianer hat, im Gegensatz zu seinem Gegner, mit Aufgabegriffen nicht allzu viel am Hut. Er arbeitet zwar seit Jahren stetig an seinen Fähigkeiten am Boden und im Ringen, verlässt sich jedoch im Zweifelsfall immer noch am liebsten auf seine effektiven und meist äußerst spektakulären Kicks. So ist Barboza der einzige Kämpfer der UFC, der mehrere Gegner (Mike Lullo und Rafaello Oliveira) mit Lowkicks stoppen konnte; weitaus bekannter als dieser Rekord ist dagegen der Spinning Heel Kick, mit dem Barboza im Januar 2012 Terry Etim steif wie ein Brett ins Land der Träume schickte. Unglücklicherweise für Barboza folgte diesem Kampf seine erste und bisher einzige Niederlage, als er in Runde eins von Jamie Varner ausgeknockt wurde. Seitdem hat der Brasilianer Lucas Martins, Rafaello Oliveira und Danny Castillo bezwungen und könnte mit einem weiteren Sieg gegen einen bekannten Namen wie Cerrone endgültig an die Spitze der Leichtgewichtsklasse aufsteigen.

Brad Tavares vs. Yoel Romero
Zu Anfang des auf FOX übertragenen Programms wird es im Mittelgewicht zwischen zwei Kämpfern zur Sache gehen, die vielleicht nicht die bekanntesten Namen vorweisen können, deren Duell aber für reichlich Action sorgen dürfte.

Brad Tavares (12-1) fiel während und nach der 11. „The Ultimate Fighter“-Staffel kaum auf, obwohl er sich mit einem Punktsieg gegen Seth Baczynski einen UFC-Vertrag erkämpfte und einige Monate später Phil Baroni K.o. schlug. Einer Punktniederlage gegen Aaron Simpson folgten in den vergangenen zwei Jahren Siege gegen Dongi Yang, Tom Watson, Riki Fukuda, Robert McDaniel und zuletzt Lorenz Larkin, die Tavares jedoch alle „nur“ nach Punkten schlagen konnte. Dies dürfte auch der Grund sein, warum der Hawaiianer bisher noch keinen wirklichen Durchbruch feiern könnte – am Samstag wird er versuchen, dies mit einer beeindruckenden Leistung vor einem Millionenpublikum zu ändern.

Yoel Romero „The Soldier of God“ Palacio (7-1) fällt, im Gegensatz zu Tavares, auf den ersten Blick viel eher als professioneller MMA-Kämpfer ins Auge. Der ehemalige Olympionike ist gebaut wie ein Schrank und kann einen Kampf allein dank seiner physischen Fähigkeiten gewinnen. Zusammen mit seinem Weltklasse-Ringen sowie einem sich stetig verbesserndem Thaiboxen ergibt sich in Romero ein brandgefährlicher Mix technischer und athletischer Fähigkeiten, der ihn zu sieben K.o.-Siegen in acht Profi-Kämpfen geführt hat. Lediglich gegen Rafael Cavalcante musste der „Soldier of God“ sich in seinem einzigen Strikeforce-Kampf geschlagen geben, bevor er in die UFC übernommen wurde und dort nacheinander Clifford Starks, Ronny Markes und Derek Brunson (T.)K.o. schlug. Mit einem weiteren, auf FOX übertragenen Sieg könnte Romero in den nächsten Monaten gegen einen wirklich namhaften Gegner antreten. Um im Mittelgewicht noch für Furore sorgen zu können, darf sich der bereits 36-Jährige jedoch keinen einzigen Ausrutscher leisten.

Vorprogramm
Auch das Vorprogramm in Orlando ist äußerst stark besetzt. Im letzten der insgesamt neun Kämpfe könnte sich entscheiden, wer als nächstes ins heiß umkämpfte Titelrennen der Leichtgewichtklasse einsteigt: sowohl Rafael dos Anjos (20-6) als auch Khabib „The Eagle“ Nurmagomedov (21-0) hatten zuletzt beeindruckenden Erfolg im Octagon, sind aber noch nicht ganz bei einem Titelkampf angekommen. Mit einem weiteren Sieg am Samstag könnte die letzte Hürde überwunden werden. Dos Anjos erwischte 2008 einen harten Start in der UFC, als er von Jeremy Stephens spektakulär ausgeknockt und danach von Tyson Griffin ausgepunktet wurde. Seitdem konnte er neun Siege im Octagon einfahren, zuletzt fünf in Folge, u.a. gegen Evan Dunham, Mark Bocek und zuletzt gegen Donald Cerrone. Der einzige, der davon wenig beeindruckt sein dürfte, ist Khabib Nurmagomedov. Der 25-jährige Dagestani mischt seit 2008 die MMA-Szene auf – mit 21 aufeinanderfolgenden Siegen, gleichmäßig aufgeteilt in Knockouts, Submissions und Punktentscheidungen, gilt der Sambo-Spezialist als eines der vielversprechendsten Talente überhaupt. Auch und gerade in der UFC ist Nurmagomedov seinen Lorbeeren bisher mehr als gerecht geworden – seit 2012 konnte er Kamal Shalorus, Gleison Tibau, Thiago Tavares, Abel Trujillo und zuletzt Pat Healy besiegen. Mit einem weiteren Erfolg gegen Rafael dos Anjos könnte Nurmagomedov in seinem nächsten Kampf gegen den UFC-Leichtgewichtschampion antreten.

Zuvor wird im Weltergewicht der langjährige Fan-Favorit Thiago „Pitbull“ Alves (19-9) nach über zwei Jahren verletzungsbedingter Abstinenz sein Comeback im Octagon feiern. Der mittlerweile 30-jährige Brasilianer, der beim American Top Team in Florida trainiert, musste sich im März 2012 Martin Kampmann wenige Sekunden vor Kampfende durch einen Guillotine Choke geschlagen geben, nachdem er den Dänen zuvor zweieinhalb Runden lang ausgepunktet hatte. Mit der Niederlage verschlechterte der Thaibox-Spezialist seine UFC-Bilanz auf 11-6, und obendrein musste der „Pitbull“ seitdem vier Operationen sowie in der Folge zwei Jahre Zwangspause über sich ergehen lassen. Am Samstag wird er gegen Seth „The Polish Pistola“ Baczynski (19-10) sein Comeback geben. Das mit 1,91 Meter sehr große Weltergewicht startete nach einem erfolglosen Anlauf in der elften „Ultimate Fighter“-Staffel schließlich Ende 2011 in der UFC durch, wo Baczynski seitdem Clay Harvison, Lance Benoist, Simeon Thoresen, Neil Magny und Matt Brown bezwingen konnte.

Die beiden Leichtgewichte Jorge „Gamebred“ Masvidal (25-8) und Pat „Bam Bam“ Healy (31-18-0(1)) werden am Samstag versuchen, auf Kosten des jeweils anderen zurück in die Siegerspur zu gelangen. Masvidal hat sich im Laufe der letzten elf Jahre durch den Großteil aller mehr oder weniger bekannten Organisationen gekämpft, u.a. Bellator, Strikeforce, Sengoku und nun die UFC, wo er nach fünf Erfolgen und zwei Niederlagen bei Strikeforce mit Siegen gegen Tim Means und Michael Chiesa debütierte – im November allerdings gab er eine Punktentscheidung an Rustam Khabilov ab. Auch Healy konnte in seinem ersten UFC-Kampf seit 2006 überzeugen, als er sich bei UFC 159 vor etwa einem Jahr mit Jim Miller den „Fight of the Night“ lieferte, bevor er den Veteranen mit der „Submission of the Night“ Schlafen schickte. Weder den Sieg, noch die 130.000 Dollar an Bonuszahlungen konnte „Bam Bam“ jedoch genießen, da wenig später ein positiver Marijuana-Test an die Öffentlichkeit gelangte. Seitdem hat Healy Punktentscheidungen an Khabib Nurmagomedov und Bobby Green abgegeben, womit der 30-Jährige nun offiziell seit drei Kämpfen in der UFC sieglos ist.

Im Federgewicht wird Estevan „El Terrible“ Payan (14-5-0(1)) seine vermutlich letzte Chance auf eine Verlängerung seines UFC-Vertrages bekommen – nach Niederlagen gegen Jeremy Stephens und Robbie Peralta braucht der 32-jährige Bellator- und Strikeforce-Veteran dringend einen Sieg, um nicht demnächst schon wieder in der regionalen Szene antreten zu müssen. Ihm gegenüber wird Alex „The Spartan“ White (9-0) versuchen, seinen ersten Kampf im Octagon erfolgreich zu bestreiten, nachdem er in der regionalen Szene alle neun seiner Gegner besiegen konnte, davon drei durch (T.)K.o. und fünf durch Aufgabe.

Außerdem hofft in Orlando Caio „Hellboy“ Magalhaes (7-1) auf seinen dritten Sieg in der UFC, nachdem er bereits Karlos Vemola und Nick Ring bezwingen konnte. Der 26-jährige Brasilianer splittet sein Training zwischen dem Nova Uniao Gym in seinem Heimatland sowie dem American Top Team in Florida, und seine bisherige Bilanz zeigt deutlich, wie erfolgreich dieses Konzept funktioniert. Auf die Probe gestellt wird dieser Trainingsplan am Samstag Luke Zachrich (13-2) testen, der im Amway Center sein UFC-Debüt feiern wird. Der 32-Jährige aus Cincinnati hat von seinen 15 Profi-Kämpfen 13 gewonnen, elf davon vorzeitig.

Weltergewicht Jordan „Young Gun“ Mein (27-9) schien vor einem knappen Jahr den Grundstein für eine schnelle und imposante Karriere in der UFC gelegt zu haben, als er den zähen Dan Miller bei UFC 158 in der ersten Runde T.K.o. schlug. Wenige Wochen später jedoch sprang er kurzfristig für einen Kampf gegen Matt Brown ein, der den Youngster selbst per T.K.o. stoppte. Verletzungen verhinderten seitdem ein Comeback, sodass Mein am Samstag zum ersten Mal seit einem Jahr wieder in den Käfig steigen wird. Dort sollte er eigentlich auf Santiago Ponzinibbio treffen sollte, der sich jedoch verletzte. Ersetzt wurde der Brasilianer durch seinen Landsmann Hernani Perpetuo (17-3), der nach sieben Siegen in Folge sein UFC-Debüt gibt. Der 28-Jährige aus dem Nova Uniao-Team ist seit 2010 ungeschlagen und hat seine Siege jeweils zu einem knappen Drittel in Knockouts, Submissions und Punktentscheidungen aufgeteilt.

Im Fliegengewicht hat Dustin Ortiz (12-3) nach der kurzfristigen Absage seines Kampfes gegen Alptekin Ozkilic vergangene Woche in Abu Dhabi einen Ersatzkampf bekommen – in Orlando wird er gegen Ray „The Tazmexican Devil“ Borg (6-0) versuchen, die extrem knappe Punktniederlage gegen John Moraga in seinem UFC-Debüt wettzumachen. Borg will nach nicht einmal zwei Jahren in der regionalen Szene ebenfalls seinen ersten Sieg in der UFC einfahren. Das Fliegengewicht aus New Mexico ist in sechs Profi- und vier Amateur-Kämpfen lediglich einmal über die Distanz gegangen und konnte jedes seiner Duelle gewinnen.

Im Federgewicht werden zwei vielversprechende Talente ihr Debüt geben: der erst 23-jährige Mirsad Bektic (7-0) ist in sieben Profi- und vier Amateur-Kämpfen lediglich einmal über die Distanz gegangen und konnte jeden seiner sonstigen Gegner vorzeitig besiegen, meist noch in der ersten Runde. Bektic wanderte vor Jahren aus Bosnien-Herzegowina in die USA aus, wo er nun neben Tyron Woodley, Hector Lombard u. A. im American Top Team trainiert. In seinem Wahlheimatstaat wird er auf den ebenfalls noch unbesiegten Chas „The Scrapper“ Skelly (11-0) treffen, der zwei Aufgabe-Siege gegen den UFC-Veteranen Daniel Pineda sein Eigen nennt. Skelly hat ebenfalls den Großteil seiner Siege durch Aufgabe oder T.K.o. eingefahren – am Samstag wird er als Teil von Johny Hendricks Team Takedown in einem Duell zweier Top-MMA-Teams sein Debüt im Octagon feiern.

Im ersten Kampf des Abends werden Derrick „The Black Beast“ Lewis (9-2) und Jack May (7-0) ihr jeweiliges UFC-Debüt bestreiten. Lewis sollte eigentlich bereits im vergangenen Jahr bei UFC 165 gegen Nandor Guelmino ins Octagon steigen, musste jedoch verletzt absagen. Der 29-Jährige hat acht seiner Gegner ausgeknockt, u.a. den mittlerweile ebenfalls von der UFC unter Vertrag genommenen Jared Rosholt. Ähnlich erfolgreich in der regionalen Szene war Jack „The Outlaw“ May (7-0) – der 33-jährige Kalifornier verlor seine einzigen beiden Amateur-Kämpfe, schlug dafür aber anschließend als Profi jeden bis auf einen seiner Gegner (T.)K.o.

Anbei das gesamte Programm:

UFC on Fox 11: Werdum vs. Browne
Samstag, 19. April 2014
Amway Center in Orlando, Florida, USA

Hauptprogramm (UFC Fight Pass)
Fabricio Werdum vs. Travis Browne
Miesha Tate vs. Liz Carmouche
Donald Cerrone vs. Edson Barboza
Brad Tavares vs. Yoel Romero

Vorprogramm (UFC Fight Pass)
Rafael dos Anjos vs. Khabib Nurmagomedov
Thiago Alves vs. Seth Baczynski
Jorge Masvidal vs. Pat Healy
Estevan Payan vs. Alex White
Caio Magalhaes vs. Luke Zachrich
Jordan Mein vs. Hernani Perpetuo

Vorprogramm (UFC Fight Pass)
Dustin Ortiz vs. Ray Borg
Mirsad Bektic vs. Chas Skelly
Derrick Lewis vs. Jack May