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WEC veranstaltet ersten PPV

Flying Knee von Jose Aldo.

Am 24. April, neun Jahre nach der Gründung der Organisation, wird World Extreme Cagefighting zum ersten Mal eine Pay-Per-View-Veranstaltung präsentieren. Bei WEC 48 soll der Grundstein für eine neue Zukunft gelegt werden, in der die Schwesterorganisation der UFC ihre Einnahmen durch das Bezahlfernsehen aufstocken möchte. Der Großteil der Shows soll allerdings nach wie vor bei Versus im Free-TV laufen.

WEC konzentriert sich mit seinem Produkt auf die leichteren Gewichtsklassen, vom Leichtgewicht bis runter ins Bantamgewicht. Die Kämpfe sind immer rasant und actionreich, Ruhepausen sind in dem blauen Käfig ein Fremdwort. So überrascht es nicht, dass 2009 mehrere WEC-Duelle zu den Kandidaten für den „Besten Kampf des Jahres“ gehörten.

Dasselbe Potential bergen auch drei Ansetzungen, die bislang offiziell für den 24. April angekündigt sind. Im Hauptkampf trifft das langjährige WEC-Aushängeschild Urijah Faber auf den jungen Federgewichtschampion Jose Aldo, der momentan unbesiegbar scheint. Viele vergleichen ihn aufgrund seines aggressiven, von spektakulärem Muay Thai geprägten Kampfstils mit Anderson Silva – doch wenn sein Anstieg weiterhin so steil verläuft, wird man bald Silva mit Aldo vergleichen müssen.

Der Leichtgewichtschampion Ben Henderson setzt bei WEC 48 seinen Titel in einem Rückkampf gegen Donald Cerrone aufs Spiel. Die beiden begegneten sich bereits im Oktober vergangenen Jahres und zeigten dabei einen der besten und aufregendsten Kämpfe 2009. Darüber hinaus trifft der ehemalige Federgewichtschampion Mike Brown auf den früheren UFC-Kämpfer Manny Gamburyan – in einem Kampf, der möglicherweise den nächsten Herausforderer auf den Federgewichtstitel küren könnte.

Die Weichen für eine aus sportlicher Sicht fantastische Veranstaltung sind somit gestellt. Bleibt nur abzuwarten, ob das Programm für die Fans, die WEC bislang kostenlos verfolgen konnten, auch tatsächlich genügend Anreiz bietet, um ganze 44.99 Dollar dafür auszugeben.