MMA

Vitor Belfort beklagt häufige Dopingtests

Vitor Belfort ist unzufrieden. (Foto: Tobias Bunnenberg/Groundandpound.de)

Im Co-Hauptkampf von UFC 187 wird Vitor Belfort am 23. Mai im Duell mit Chris Weidman nach der Mittelgewichtskrone greifen und versuchen, seine großartige Karriere mit einem zweiten Titelgewinn zu krönen. Im Vorfeld des heiß ersehnten Kampfs beklagt sich der Brasilianer über die vermeintlich hohe Anzahl unangekündigter Dopingtests und fordert dieselben Bedingungen für seinen amerikanischen Kontrahenten.

„Im Jahr 2013 war ich der Einzige von uns beiden, der unangekündigt getestet wurde. Insgesamt hat man mir im Vorfeld des Kampfes gegen Weidman ganze sieben Proben entnommen“, so Belfort. „Haben sie ihn wohl auch so oft getestet?“

Nach den neuerlichen Dopingskandalen hat die UFC ihre neue Anti-Doping-Agenda bekanntgegeben, deren Durchsetzung ab 1. Juli dieses Jahres beginnen soll. Neben unangekündigten Dopingtests aller bei der UFC unter Vertrag stehenden Athleten beinhaltet das Programm auch umfangreichere Untersuchungen für Hauptkämpfer und Titelträger – auch außerhalb der Wettkampfzeit.

Nachdem zuletzt einer Vielzahl bekannter Gesichter im Rahmen von unangekündigten Untersuchungen der Missbrauch leistungssteigernder Substanzen nachgewiesen werden konnte, ist sich der Brasilianer sicher, dass sich dieser Trend durch die neuen Anti-Doping-Maßnahmen fortsetzen wird.

„Das Lustige ist doch, dass alle meinen, sauber zu sein und nichts Falsches zu tun. Als sie dann aber angefangen haben, wirklich alle zu untersuchen – wie viele haben sie da erwischt? Vierzig Prozent? Das zeigt ganz eindeutig, dass jeder gleichermaßen getestet werden sollte“, stellt der 37-Jährige fest. „Wenn sie also kommen, um mich zu testen, dann sollte man es bei Weidman am selben Tag und um dieselbe Uhrzeit ebenfalls tun. Es muss fair sein. Fair ist es aber nicht, dass man mir sieben Proben entnimmt und ihm nur eine Einzige.“

Belfort, der im vergangenen Jahr bei einem unangekündigten Test der Nevada Athletic Commission durch einen erhöhten Testosteronspiegel auffiel, begrüßt indes die Ausweitung der Untersuchungen.

„Ich glaube nicht, dass irgendein Athlet irgendetwas tut, wovon er nichts weiß. Von mir aus können sie mich täglich testen und mir Blut- und Urinproben entnehmen, aber für jeden anderen sollten dieselben Regeln gelten.“