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VADA bietet der UFC kostenlose Dopingtests an

VADA hat es sich zum Ziel gesetzt, möglichst effektiv auf Doping zu testen (Foto: Voluntary Anti-Doping Association).

Thiago Tavares, Joey Beltran, Lavar Johnson, Riki Fukuda, Rousimar Palhares. Innerhalb der letzten vier Monate ist die unrühmliche Liste der mit leistungssteigernden Substanzen erwischten UFC-Kämpfer ein ganzes Stück länger geworden.

Ein beunruhigender Trend, der jetzt allerdings erste konkrete Gegenmaßnahmen auf den Plan gerufen hat: Die Voluntary Anti-Doping Association (VADA) hat der UFC nach Angaben unserer amerikanischen Kollegen von SB-Nation angeboten, zumindest zeitweise kostenlos umfangreiche Dopingtests auf UFC-Veranstaltungen durchzuführen. VADAs Konzept sieht freiwillige und umfangreiche Dopingtests vor, denen sich teilnehmende Kämpfer ohne Vorwarnung an mehreren Terminen während ihres gesamten Trainingscamps stellen. 

Trotz der offensichtlichen Vorteile haben verschiedene Gründe Dana White und Co. allerdings bisher davon abgehalten, mit den ebenfalls in Las Vegas ansässigen Spezialisten um Dr. Margaret Goodman zusammenzuarbeiten. Nicht ganz überraschend, waren es meist die hohen Kosten, die die Verantwortlichen bei der UFC zurückgehalten haben – der Testverlauf für das Trainingslager eines einzigen Kämpfers kann schnell mehrere tausend Dollar teuer werden. Viele Kämpfer können und/oder wollen diese Kosten nicht selbst aufbringen, und die UFC selbst will auch nicht dafür aufkommen – bisher konnte sich das an sich vielversprechende Konzept also nicht großflächig durchsetzen.

Um dieses Problem anzugehen, ist Dr. Goodman nun einen ersten Schritt auf die UFC zugegangen und hat ein interessantes Angebot unterbreitet: In einem Interview mit SB-Nation hat die Wissenschaftlerin offengelegt, dass sie den Verantwortlichen vorgeschlagen habe, ihnen „mit hochqualitativen, unangekündigten Blut- und Urintests auszuhelfen. Wir haben außerdem angeboten, dass das zumindest im ersten Jahr kostenlos sei und zusätzlich Seminare und Lehrgänge beinhalten würde.“

Laut Dr. Goodman könnten von einer solchen, längerfristigen Zusammenarbeit sowohl die UFC als auch die Kämpfer und die Fans profitieren: „Ich denke, die UFC kann damit Geld sparen, das Vertrauen der Öffentlichkeit in einen sauberen Sport würde wachsen, es würde wegen der geringeren Doping-Dichte weniger Verletzungen geben, und die generelle Sicherheit der Kämpfer würde verbessert werden.“

Laut Dr. Goodman hat ihre Organisation die UFC und im speziellen White und die Fertitta-Brüder bereits am 16. Februar dieses Jahres kontaktiert, bisher aber noch keine Antwort erhalten. Ob die Veröffentlichung des Angebots den Stein wieder ins Rollen bringt, bleibt also abzuwarten.