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UFC verklagt Stream-Anbieter

Zieht der kostenlose Genuss von UFC-Events bald empfindliche Strafen nach sich?

Die Mannen um Dana White und Lorenzo Fertitta planen offenbar, die Anbieter und sogar Kunden illegaler Internet-Streams künftig rechtlich zu belangen. Laut White laufen die Vorbereitungen dafür bereits.

„Sobald Leute in den Knast müssen, werden die auch aufhören, es zu tun“, so der Präsident der UFC. Die führende MMA-Promotion verkauft ihre großen Shows nach dem Pay-Per-View Prinzip – nach der Zahlung eines bestimmten Betrages wird der Event für den Fernsehzuschauer freigeschaltet. In diesem Bereich der TV-Übertragung gehört die UFC zu den Topverdienern. Geschätzte 349 Millionen Dollar verdiente der Marktführer im vergangenen Jahr.

Dennoch gehen White und Co. durch illegale Anbieter im Internet Monat für Monat Unsummen durch die Lappen. Allein für UFC 106 wurden 271 illegale Streams mit insgesamt mehr als 140.000 Zuschauern lokalisiert. Auf diesen Internetseiten ist es nach Anmeldung möglich, die oft teuren PPVs für einen geringeren Betrag und teils sogar kostenlos sehen zu können.

Bisher beließ es die UFC offenbar bei Verwarnungen, die den entsprechenden Anbietern zugesandt wurden. Der illegale Inhalt wurde daraufhin entfernt. Die Verluste werden in der letzten Zeit allerdings nach eigenen Aussagen so groß, dass Handlungsbedarf besteht.

„Wir prüfen momentan all unsere rechtlichen Möglichkeiten. Wir schließen nichts aus, wenn es darum geht, dieses Problem zu bekämpfen“, sagt Lawrence Epstein, Leiter der UFC-Rechtsabteilung. Ihm zufolge könne man eine Speicherung der IP-Adressen der entsprechenden Anbieter erwirken, diese sind eine Art digitale Visitenkarte. Damit wäre es nicht nur möglich, die Anbieter selbst zu verfolgen, sondern auch deren Kunden.