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UFC-Kämpfer zu Besuch in Brunssum

Ein paar amerikanische Kämpfer reisen momentan durch Europa und den Nahen Osten, um die US-Truppen zu besuchen. USG Shinnen (US Support Group), Nahe der deutsch-holländischen Grenze, hat die Sportler zusammen mit dem Fightclub „Rings of Glory“ eingeladen, der im ca. fünf Kilometer entfernten Brunssum seine Heimat hat. Die Sportler kamen daher kostenlos im Rahmen einer Veranstaltung von Armed Forces Entertainment. Gage gibt es nicht. Der Zweck ist die Unterstützung der NATO-Truppen, insbesondere der US-Truppen. Auch berühmte Tanzshows oder Sänger treten dort manchmal auf. Armed Forces Entertainment bietet die Veranstaltungen zum Selbstkostenpreis (Reisekosten und Spesen) an. Bezahlt wurde die Veranstaltung vom Moral and Welfare Fund der USG Shinnen.

Wir von „Rings of Glory“ haben den Besuch als Fortbildung für unsere Trainer und zur Promotion unserer neuen Halle genutzt. Gerade Angehörige des NATO-Militärs sind die primäre Zielgruppe des Fightclub "Rings of Glory". Die UFC-Kämpfer Mike Swick, Chris Leben, Ed Herman, Kyle Kingsbury, MMA-Veteran Eben Kaneshiro und ihr Trainer Greg Thompson gaben ein Seminar, trainierten mit den Sportlern und beantworteten anschließend einige Fragen.

Greg Thompson auf die Frage bezüglich Härte im Sparring vs. Verletzungsprävention: „Es wird hohe Aufmerksamkeit auf Verletzungsvermeidung gelegt. Das Sparring muss hart sein, aber jede Verletzung wirf den Sportler weit zurück und kann sogar die Teilnahme an Kämpfen verhindern und führt zu deutliche Verdienstausfällen.“ Greg Thompson vertraut auf die Erfahrung und Professionalität der Sportler. Ed Herman betonte, dass sie Profis sind und sie daher ebenso wie jeder Arbeitnehmer ihr Geschäft aufgrund täglicher Übung besonders verstehen. Das beugt Verletzungen vor. Greg Thompson betonte an anderer Stelle: „Wir sind alle eine große Familie – jeder lernt vom anderen. Wir unterstützen uns".

Zum Thema Trainingsplan: Wichtig sei der Mix. Jeden Tag wird zweimal trainiert. Über die Woche werden die einzelnen Einheiten verteilt: Striking, Ringen, Bodenkampf, Sparring, Cardio, Conditioning.

Wie viel verdienen die Sportler? Es wurden keine Zahlen genannt, jedoch betont, dass diese sehr Performance-orientiert sind. Man muss verstehen, dass es nur bei Kämpfen Geld gibt. Davon müssen alle Koste gedeckt werden: Trainer, Manager, wettkampflose Zeit, aber auch Verletzungszeiten. Greg Thompson lobe aber die Krankenversicherung der UFC, die alle Behandlungskosten abdeckt (nicht den Verdienstausfall).

Ein junger Zuschauer wollte wissen, ob die Sportler vor ihren Kämpfen Angst hätten. Alle bestätigten, dass sie nervös seien. Jeder, der das Gegenteil behauptet, sei ein Lügner. Chris Leben erzählte, dass Randy Couture ihm bei The Ultimate Fighter einst klar machte, dass er die Anspannung vor dem Kampf nicht als Nervosität oder Angst, sondern als Fokussierung betrachten sollte. Es ist gut, wenn die eigenen Sinne geschärft sind. Das mache einen wacher und besser.

Vielen Dank an Valentino Kerkhof (www.sportmma.eu) für die Bilder!