MMA

UFC Fight Night 57: Nick Hein erleidet Punktniederlage

Nick Hein verlor in Austin, Texas nach Punkten. (Foto: Nazariy Kryvosheyev/Groundandpound.de)

Der „härteste Bulle Deutschlands“ stieg in der Nacht von Samstag auf Sonntag erneut ins Octagon. Bei der UFC Fight Night 57 traf Nick Hein auf den unbesiegten TUF-Veteranen James Vick. Obwohl es teilweise sehr gut für den Kölner aussah, konnte er am Ende des Kampfabends in Austin, Texas nicht den zweiten UFC-Sieg in Folge davontragen und verlor einstimmig nach Punkten. Wir fassen die diskussionswürdige Entscheidung für euch zusammen.

Vick hielt Hein auf Distanz und spielte seinen Reichweitenvorteil aus, doch der Kölner konterte Angriffe des Amerikaners mit schnellen Haken. Nach knapp zwei Minuten schickte Hein seinen Kontrahenten mit einem knallharten Punch auf den Hosenboden und folgte ihm daraufhin auf die Matte, doch dieser erholte sich rasch und konnte Hein sweepen. Wieder auf den Beinen wartete Hein erneut auf Konter, während Vick mit langen Beinen arbeitete. Nach einem Knie von Vick, konterte der Deutsche mit einem erneuten linken Haken, der Vick durchrüttelte und erneut auf die Matte krachen ließ, doch auch dieses Mal konnte dieser sich auf dem Boden erholen.

Im zweiten Durchgang wurde Hein beweglicher und traf erneut mit schnellen Fäusten, doch Vick ließ sich davon nicht beeindrucken. Immer wieder griff dieser mit Highkicks an, die Hein jedoch blockte. Doch auch Vick versuchte nun mit Konterschlägen zu arbeiten, nachdem Hein eine Schlagserie abfeuerte. Der Amerikaner traf des Öfteren mit der Rechten, die einen Cut an der linken Augenbraue von Hein öffnete. So manch einer wunderte sich, dass Hein nicht den Infight suchte und damit den Clinch und den Takedown.

Auch im dritten Durchgang konnte Hein harte Fäuste ins Gesicht seines Kontrahenten schlagen, der erneut mit Kicks das Ziel aus der Ferne treffen wollte. Nach einem missglückten Backhand-Spin musste Hein einen Punch fressen, doch machte er weiter Druck und konnte Vick immer wieder nach Hinten drängen. Dieser lief in den letzten Sekunden vor Hein davon. Nach 15 Minuten waren die Punktrichter gefragt.

Das Ergebnis war ein absurdes 30:27 für Vick sowie zweimal 29:28 für den heimischen Kämpfer aus Texas, der sogar von seinen eigenen Fans augebuht wurde. Auch einer der Punktrichter mit 29:28 wertete die erste Runde für Vick statt für Hein. Darüber wird noch zu diskutieren sein.