MMA

UFC Fight Night 53: Dennis Siver überzeugt in Stockholm

Gut gelaunt: Dennis Siver. (Foto: Elias Stefanescu/Groundandpound.de)

Obwohl Dennis Siver in den letzten Wochen mehrere Gegnerwechsel verarbeiten musste (GnP berichtete), konnte Deutschlands erfolgreichster UFC-Kämpfer bei seinem Comeback ins Octagon überzeugen. Bei der UFC Fight Night 53 am 4. Oktober in Stockholm schlug der Mannheimer den US-Amerikaner Charles Rosa dominant nach Punkten.

Es war die Rückkehr des Deutschen zur UFC, nach einer neunmonatigen Doping-Sperre. Ursprünglich sollte er auf den Schotten Robert Whiteford treffen, dieser sagte jedoch verletzungsbedingt ab und wurde vom französischen Grappling-Spezialisten Taylor Lapilus ersetzt. Den wiederum befand nun die Swedish Mixed Martial Arts Federation (SMMAF) für „ungeeignet“. Der Franzose wurde deshalb nur fünf Tage vor dem Event abgezogen. Lapilus wurde vom ungeschlagenen Amerikaner Charles Rosa ersetzt, der gegen Siver sein UFC-Debüt feierte.

Charles Rosa feuerte sofort mit einigen Kicks los, die dem Mannheimer jedoch keine großen Probleme bereiteten. Siver schlug mit schnellen Fäusten zu, die seinen Kontrahenten beschäftigten, bis ihm der Takedown gelang. Aus der Side Control arbeitete der 35 Jahre alte Deutsche daraufhin mit Schlägen und Ellenbogen, bis er einen Arm-Triangle Choke sicherte. Diesen zog er für mehrere Sekunden an, allerdings gelang es ihm nicht Rosa zur Aufgabe zu zwingen. Siver kehrte zurück in die Mount-Position, wo er vom Amerikaner mit einer Kneebar attackiert wurde, sich aber rasch befreite und auch einen Armhebel abwehrte.

Im zweiten Durchgang war es erneut Rosa, der mit schnellen Angriffen punktete, doch konnte ihn Siver erneut zu Boden bringen. Dort spielte der Deutsche seine Grapplingfähigkeiten aus und konnte den Rücken seines Kontrahenten erklimmen. Ein Rear-Naked Choke war nicht von Erfolg gekrönt, so dass Rosa sich herausdrehen konnte. Kaum wieder auf den Beinen, ging es schon wieder auf die Matte. Diesmal war Rosa in der Oberlage, doch Siver gelang ein Sweep, so dass er nun aus der Mount-Position agieren konnte. Nach mehreren Scrambles, in der beide Athleten die Position wechselten, war es erneut Siver, der von oben arbeiten konnte, jedoch von Rosa mit einem Beinhebel attackiert wurde. Der Deutsche verteidigte gut und geriet in keine ernste Gefahr.

In der letzten Runde brachte Rosa den Kampf auf die Matte, als er einen Kick von Siver auffing, doch Siver drehte seinen Kontrahenten, nachdem er einen Beinhebel abwehrte, und konnte die Backmount erreichen. Erneut gelang der Rear-Naked-Choke-Versuch nicht, allerdings hatte Siver klar die Kontrolle. Nach einigen Angriffen des Deutschen ging es wieder auf die Beine. Dort traf Siver mit einem eingedrehten Back-Kick zum Körper, der Rosa sichtlich zusetzte. Siver folgte ihm mit einem Knie zum Kopf, das den Amerikaner zu Boden schleuderte.

Auf der Matte versuchte Rosa zu klammern und erwehrte sich den Angriffen des Mannheimers und konnte sogar nach einem Sweep in der Oberlage landen. Als er mit Ground and Pound arbeiten wollte, sicherte Siver einen Armbar und drehte seinen Gegner damit auf den Rücken. Kurz vor dem möglichen Submission-Sieg ertönte allerdings die Ringglocke. Am klaren Ergebnis änderte dies jedoch nichts, denn Siver lag mit 30:27 auf allen Punktrichterkarten weit vorne.