MMA

UFC: Brazil und Stadion-Event für 2013 geplant

Marshall Zelaznik hat große Pläne für die UFC. (Foto: Tobias Bunnenberg/GroundandPound)

Die UFC hat große Pläne für Brasilien, dies gab Marshall Zelaznik auf der offiziellen Pressekonferenz zu UFC 153: Silva vs. Bonnar bekannt. Der für UFC 147 geplante Stadion-Event soll 2013 nachgeholt werden, dazu plant die UFC, nationale Ligen einzuführen, die nationale Champions produzieren sollen.

„Wir sind zuversichtlich, dass ein Event in jedem Stadion in Brasilien ein großer Erfolg werden würde“, so Zelaznik am Donnerstag in Rio. Die UFC hatte bereits dieses Jahr einen Event in einem großen Stadion in Brasilien geplant, allerdings traf dieses mit der „Rio+20“-Konferenz der UN zusammen, was zu logistischen Problemen und der Verschiebung an einen anderen Veranstaltungsort führte.

Daraufhin verlegte die UFC den geplanten Hauptkampf zwischen Anderson Silva und Chael Sonnen auf UFC 148 in Las Vegas. UFC 147 wurde schließlich vom Kampf zwischen Wanderlei Silva und Rich Franklin angeführt, allerdings gelang es der UFC mit diesem Duell nicht, die HSBC Arena in Rio de Janeiro bis auf den letzten Platz zu füllen.

Für UFC 153 sieht es dagegen so aus, als ob Anderson Silva die Zuschauer wieder in die Arena locken kann, dementsprechend kann man davon ausgehen, dass die UFC ihren brasilianischen Superstar auch für einen möglichen Event im Estadio do Maracana in Rio de Janeiro, in dem bis zu 96.000 Zuschauer Platz finden, einplanen wird.

Zudem möchte die UFC auch die nationalen Talente in Brasilien und voraussichtlich auch Asien fördern. Der erste Schritt in diese Richtung war dieses Jahr der brasilianische The Ultimate Fighter-Ableger „TUF: Brazil“, der in Brasilien bis zu zehn Millionen Zuschauer jede Woche vor die Fernseher locken konnte.

Dazu plant die MMA-Organisation laut Zelaznik, nationale Ligen einzuführen. „UFC: Brazil“ sei demnach im nächsten Jahr möglich. „Das wird eine Show für Brasilianer mit Brasilianern“, so Zelaznik. Er führte weiter aus: „Ich denke, dass 2013 das Jahr sein wird, in dem wir einige dieser Kampf-Serien sehen werden. Wir werden auf jeden Fall einige in Brasilien auf die Beine stellen und wahrscheinlich auch relativ schnell in Asien.“

UFC-Präsident Dana White gab zwar zu, dass solche nationalen Champions zu logistischen Problemen führen könnten, allerdings könnte sich daraus eine internationale Rangliste ableiten, und nationale Ligen könnten als eine Art Förderliga für die UFC dienen. Whites abschließende Meinung zu dem Thema: „Auf lange Sicht betrachtet ergibt es absolut Sinn.“

Somit darf man gespannt sein, wie sich die internationale Entwicklung der UFC in den nächsten Jahren fortsetzt und ob sich der Fokus der Expansion, den die UFC inzwischen auf Asien und Brasilien setzt, die Bemühungen der Organisation, in Europa weiter Fuß zu fassen, schmälern wird. Schließlich hatte UFC-Präsident White GroundandPound erst vor kurzem exklusiv mitgeteilt, dass die UFC 2013 wieder nach Deutschland zurückkehren werde.