MMA

UFC Berlin

Die UFC kehrt mit Munoz vs. Mousasi nach Deutschland zurück (Foto: Zuffa LLC).

Es ist soweit: Zum ersten Mal seit 2010 ist die UFC zurück in Deutschland – in der Berliner o2 World steigt heute die 41. UFC Fight Night. Groundandpound.de sitzt am Octagon und liefert Euch die ganze Veranstaltung über Live-Ergebnisse.

Viktor Pesta vs. Ruslan Magomedov
Im ersten Kampf des Abends geht es im Schwergewicht zur Sache. Pesta versucht es mit vereinzelten, wilden Schwingern, während Magomedov ab und zu beinahe einen Headkick landet. Knapp eineinhalb Minuten vor Ende der ersten Runde gelingt es Pesta, seinen Gegner mit einem Kniestoß niederzuschlagen, kann den Kampf aber nicht direkt beenden und landet in der Guard Magomedovs.

Der zweite Durchgang verläuft etwas verhaltener – Pesta versucht weiterhin, eine Bombe zu landen, Magomedov konnte sich inzwischen jedoch darauf einstellen. Pesta scheint etwas müde zu werden und kann mehrfach nur knapp einem Konterschlag entgehen. Kurz vor Ende der Runde bringt Magomedov noch eine harte Rechte unter, kann wegen des Rundengongs jedoch nicht davon profitieren.

In Runde drei ist Pesta die Müdigkeit deutlich anzusehen. Magomedov kann zwar nie wirklich sauber treffen, ist aber der aktivere und zeigt mit Schlägen sowie Kicks mehr als Pesta, der nur hin und wieder zu einem Schwinger ansetzt. Nach drei Runden heißt der Sieger daher Magomedov. Sieger durch einstimmigen Punktentscheid (29:28, 29:28, 29:28): Ruslan Magomedov

Andy Ogle vs. Maximo Blanco
Als nächstes sind die Federgewichte dran: Maxio Blanco verschwendet gegen Andy Ogle keine einzige Sekunde und springt seinem Gegner mit ausgestrecktem Bein entgegen. Der gesprungene Frontkick trifft den Engländer sauber am Kinn und schlägt ihn nieder. Auf dem Boden setzt der Venezuelaner ordentlich nach, kann den Sack jedoch nicht zumachen – Ogle kommt wieder auf die Beine und kann sogar seinerseits Blanco auf die Matte befördern, wo es für einen kurzen Moment so aussieht, als ob er einen Rear Naked Choke anbringen könnte. Blanco kann sich jedoch befreien – den Rest der Runde tauschen beide hauptsächlich einzelne Schläge aus.

Runde zwei beginnt genauso wie der erste Durchgang, nur dass Blanco mit dem erneuten gesprungenen Frontkick dieses Mal nicht so durchschlagenden Erfolg hat. Als sich der Kampf kurze Zeit später auf die Matte verlagert, setzt Ogle erneut zum Rear Naked Choke an, Blanco kann jedoch verteidigen und sich nach einiger Zeit in die Guard seines Gegners drehen.

Den dritten Durchgang startet Blanco ausnahmsweise nicht mit dem Frontkick, stattdessen wird zunächst beinahe ausschließlich geboxt. Knapp eine Minute vor Schluss versenkt Blanco dann noch einen Spinning Back Kick zum Kopf Ogles, der allerdings hauptsächlich die Deckung trifft und daher keinen größeren Schaden anrichten kann.
Sieger durch Punktentscheid (29:28, 29:28, 29:28): Maximo Blanco

Peter Sobotta vs. Pawel Pawlak
Jetzt wird es ernst: Peter Sobotta steigt zum ersten Mal seit Oberhausen im November 2010 wieder ins Octagon. Der balinger wird bereits beim Einlauf frenetisch gefeiert und wirkt wild entschlossen. Im ersten Durchgang ist Sobotta dann auch der aggressivere der beiden und kann mit einigen Schlägen und Kicks punkten. Gegen Ende der Runde fängt Pawlak seinerseits an, offensiver zu werden.

In Runde zwei gelingt dem BJJ-Spezialisten Sobotta schließlich der Takedown. Zwar kann sich Sobotta zeitweise in die Halfguard vorarbeiten, Pawlak verteidigt jedoch gut - bis zum Rundenende kann Sobotta keinen größeren Schaden anrichten oder in die Nähe eines Aufgabegriffes kommen.

Nachdem die beiden im dritten Durchgang zunächst boxen, bringt Sobotta nach knapp eineinhalb Minuten seinen zweiten Takedown durch. Pawlak kommt zwar schnell wieder auf die Beine, wird von Sobotta jedoch Sekunden später wieder runtergenommen. Am Ende des Kampfes tauschen die beiden wilde Schwinger im Stand aus, bis der dritte Rundengong den Kampf beendet. Peter Sobotta gewinnt somit zum ersten Mal in der UFC - die Punktentscheidung wird von den Fans in der Halle mit lautstarker Begeisterung aufgenommen.
Sieger durch einstimmigen Punktentscheid: Peter Sobotta

Vaughan Lee vs. Yuri Alcantara
Gleich im Anschluss geht es im Bantamgewicht weiter, wo Yuri Alcantara kurzen Prozess mit Vaughan Lee macht. Nur wenige Sekunden nach Beginn des Kampfes schlägt der Brasilianer seinen englischen Gegner mit einem linken Haken nieder, als der gerade zum Kick ansetzt.
Sieger durch T.K.o. (Schläge) nach 0:25 Min. in Runde 1: Yuri Alcantara

Magnus Cedenblad vs. Krzysztof Jotko
Weiter geht es im Mittelgewicht zwischen Krzysztof Jotko und Magnus Cedenblad. Jotko macht früh mit wilden Schlägen Druck, Cedenblad kommt jedoch in den Clinch und kann seinen Gegner von dort aus auf die Matte befördern. Dort bleibt der Kampf auch - Cedenblad kann zwar keine größeren Aktionen anbringen, kontrolliert Jotko jedoch bis zum Rundenende dort.

In Runde zwei ist es dagegen Jotko, der Cedenblad an den Käfig clincht, ihn jedoch nicht zu Boden bringen kann. Genau zur Mitte der Runde verlagert dann Cedenblad den Kampf wieder auf die Matte und setzt zum Arm Triangle Choke an, aus dem Jotko sich herausdreht und kurz darauf selbst in der Oberlage landet. Kurz darauf sichert er sich sogar die Backmount und kann Cedenblad in einen Rear Naked Choke nehmen, der sich jedoch ebenfalls herausdrehen kann und daraufhin oben landet. Der Schwede kann sich aus dieser Situation heraus den Guillotine Choke sichern - der Griff sitzt und Jotko muss eine einzige Sekunde vor Rundenende abklopfen.
Sieger durch Aufgabe (Guillotine Choke) nach 4:59 Min. in Runde 2: Magnus Cedenblad

Nick Hein vs. Drew Dober
Zum zweiten Mal an diesem Abend bebt die Halle, als Nick Hein mit einer Vorwärtsrolle das Octagon betritt. Eineinhalb Minuten dauert es, bis Drew Dober auf dem Rücken liegt.Dober kommt nach einem erfolglosen Arm Triangle-Versuch wieder auf die Beine, nur wenige Schlagabtäusche später liegt er aber bereits wieder auf dem Rücken. Hein versucht, Schläge anzubringen, Dober verteidigt jedoch gut.

Im zweiten Durchgang kann Dober zunächst seine Thaibox-Erfahrung ausspielen und einige Kicks und Schläge landen, bevor Hein in den Clinch geht und sich den Rücken seines Gegners sichert. Dober allerdings befreit sich aus dem Stand und landet auf Hein - die Runde endet ungünstig für den Kölner in der Unterlage.

Zu Beginn der letzten Runde tauschen die beiden Leichtgewichte harte Schläge aus, bevor Dober den Takedown sucht. Hein kann jedoch verteidigen, und als die beiden sich lösen, wird der Kampf kurzzeitig wegen eines stark blutenden Cuts auf Dobers Stirn unterbrochen. Als es weitergeht, stellt der Amerikaner Hein am Zaun, von wo aus letzterer jedoch einige solide Schläge landet. In der letzten Minute sorgen die Fans laut stampfend für Stimmung, aber obwohl er noch einige saubere Haken durchbekommt, geht der Kampf über die Runden. Nicht dominant, aber eindeutig geben die Punktrichter das Duell schließlich an Nick Hein. Sieger durch einstimmigen Punktentscheid (29:28, 30:27, 29:28): Nick Hein.



Hauptprogramm

Tom Niinimäki vs. Niklas Bäckström
Jetzt ist das Hauptprogramm dran: den Anfang machen die beiden skandinavischen Federgewichte Tom Niinimäki und Niklas Bäckström.
Bäckström versucht zunächst den gleichen Kick, der im März Max Coga ausgeknockt hat, findet sich wenige Sekunden später jedoch auf dem Rücken wieder. Der junge Schwede kommt zurück auf die Beine, kann sich jedoch nicht ganz von seinem finnischen Gegner lösen und wird von Niinimäki an den Käfig gedrückt. Mit knapp eineinhalb Minuten auf der Uhr kann Bäckström einen Guillotine Choke anbringen, aus dem der BJJ-Experte Niinimäki sich jedoch befreit. Kurze Zeit später jedoch gelingt es dem Schweden erneut, seinen Gegner in einem Rear Naked Choke zu erwischen, in dem Niinimäki schließlich abklopfen muss - ein gewaltiger Sieg für den kurzfristig eingesprungenen Debütanten, der den favorisierten Bodenkampfexperten mit dessen eigenen Waffen schlagen konnte.
Sieger durch Rear Naked Choke nach 4:15 Min. in Runde 2: Niklas Bäckström.

Luke Barnatt vs. Sean Strickland
Die letzten drei Kämpfe des Abends finden allesamt im Mittelgewicht statt - los geht es mit Luke Barnatt und Sean Strickland. Beide beginnen etwas verhalten und tasten sich mit wenigen Einzelaktionen erst einmal ab. Die Zuschauer stimmt das nicht besonders glücklich und zum ersten Mal an diesem Abend sind Buhrufe zu hören. Bis zum Ende der Runde sind keine nennenswerten Aktionen auf einer der beiden Seiten zu verbuchen.

Zu Beginn der zweiten Runde gehen beide etwas beherzter zur Sache, was dazu führt, dass Barnatt nach einem Schlagabtausch von Strickland zu Boden genommen wird. Viel kann der Kalifornier dort jedoch nicht anrichten, und zurück auf den Beinen verläuft die Runde im Anschluss ähnlich wie die erste. Als Strickland seine linke Hand jedoch etwas zu weit unten lässt, schlägt prompt Barnatts Rechte ein. Da Strickland seine Deckung trotzdem nicht wieder hoch nimmt, sammelt Barnatt in der Folge einige weitere Punkte mit demselben Schlag, bevor die Runde unter erneuten Buhrufen zuende geht. Octagon-Girl Carly Baker dagegen wird frenetisch gefeiert, als sie in der Pause ihre Runde um den Käfig dreht.

Auch der dritte und letzte Durchgang beginnt verhalten. Erst einige harte Schläge Barnatts am Käfig unterbricht den bisherigen Rhytmus des Kampfes, bevor sich das Duell auf den Boden verlagert. Strickland versucht sich kurz an einem Beinhebel, aus dem Barnatt sich jedoch herausdrehen kann. Zurück auf den Beinen zirkeln beide die meiste Zeit über umeinander, was erneute Buhrufe auslöst, unter denen der Kampf schließlich nach 15 Minuten endet.
Sieger durch geteilten Punktentscheid: Sean Strickland (29:28, 27:30, 28:29)

Francis Carmont vs. C.B. Dollaway
Der Co-Hauptkampf des Abends steht an: Francis Carmont und B Dollaway legen gleich mit harten Einzelaktionen los. Richtig spannend wird es, als Dollaway Carmont niederschlägt, der sich jedoch ein Bein schnappt und Dollaway wegschubst. Nach einiger Zeit im Stand ist es dann Carmont, der Dollaway zu Boden bringt, bei einem Positionswechsel jedoch selbst auf dem Boden landet und dort die Runde beendet.

Auch in Runde zwei tauschen die beiden harte Aktionen aus und sorgen animieren dabei mit gegenseitigem Anfeuern auch gleich noch die Zuschauer. In der Rundenmitte schließlich gelingt Dollaway der Takedown, bevor Carmont sich am Käfigzaun wieder auf die Beine schiebt und an einem Kimura arbeitet. Carmont scheint sich seiner Sache sicher zu sein, denn er lässt sich mit dem Griff zu Boden fallen; Dollaway kann sich jedoch befreien und landet in der Oberlage, wo er die Runde beendet.

Nach zwei actionreichen Runden wirken beide Kämpfer zu Beginn des dritten Durchgangs etwas müde. Einen verfehlten Takedownversuch Carmonts nutzt Dollaway schließlich, um seinen Gegner selbst zu Boden zu bringen. Einige Zeit später kommt der Franzose wieder auf die Beine und drückt Dollaway an den Käfig. Dollaway greift sich ein Bein Carmonts und kann ihn im Anschluss erneut auf die Matte befördern und sich sogar die Mount sichern, aus der sich Carmont jedoch befreit. Zurück auf die Beine kommt Carmont bis zum Kampfende trotzdem nicht, sodass das Duell mit Dollaway in der Oberlage endet.
Sieger durch einstimmigen Punktentscheid (30:27, 30:27, 29:28): CB Dollaway

Mark Munoz vs. Gegard Mousasi
22:30 Uhr - Zeit für den Hauptkampf. Wie erwartet, macht sich Mark Munoz ohne Umstände daran, Gegard Mousasi auf die Matte zu befördern. Vielleicht etwas zu sehr mit Ansage, denn Mousasi kann die Takedowns zunächst abwehren. Als Munoz schließlich trotzdem durchkommt, kann Mousasi sich befreien. Munoz hält sich wild entschlossen an seinem Gegner fest, der zunächst mit einem Choke scheitert. Der zweite Versuch nur kurze Zeit später sitzt jedoch, und Munoz muss im Rear Naked Choke abklopfen.
Sieger durch Aufgabe (Rear Naked Choke) nach 3:57 Min. in Runde 1: Gegard Mousasi