MMA

UFC 189: McGregor wird Champion, Lawler gewinnt brutale Schlacht

Conor McGregor krönte sich zum Interimschampion im Federgewicht. (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

UFC 189 wurde als die Show des Jahres angekündigt, und das vor allem dank eines einzigen Kämpfers: Conor McGregor. Der Ire generiert Aufmerksamkeit wie kein zweiter. Die Frage, die sich alle Kritiker im Vorfeld stellten: Kann sich McGregor gegen einen Ringer durchsetzen? Diese Frage wurde in der Nacht des 11. Juli beantwortet, als der beliebte Ire seinen Kontrahenten Chad Mendes vorzeitig durch T.K.o. bezwang und sich das Interimsgold sicherte. Wir blicken für euch auf die Ergebnisse des Kampfabends aus Las Vegas, der durch viele spektakulären Schlachten begeistern konnte.

Interimstitelkampf im Federgewicht
Chad Mendes vs. Conor McGregor
Der US-Amerikaner Chad Mendes wurde in Las Vegas vom eigenen Publikum ausgebuht, als wäre er in Irland. McGregor sprang mit einem Knie auf seinen Kontrahenten zu, der ihn dadurch sofort herunterbringen konnte. Der Ire ließ sich allerdings nicht lange auf der Matte halten. Wieder auf den Beinen war es McGregor, der seine Reichweite ausspielte und mit harten Kicks und Fäusten traf. Ein weiterer Takedown gelang Mendes, doch erneut konnte McGregor nach wenigen Sekunden wieder auf die Beine gelangen. Nach einigen Treffern, die er einstecken musste, war es wieder Mendes, der den Takedown erkämpfe und so aus der Halfguard attackieren konnte und mit einem Ellenbogen einen Cut an der rechten Augenbraue von „The Notorious“ öffnen konnte.  

Auch im zweiten Durchgang konnte Mendes einen wuchtigen Takedown erringen und McGregor auf der Matte aus der Guard beschäftigen. Nach einem missglückten Guillotine Choke-Versuch von Mendes, kam McGregor wieder auf die Beine und ließ dort eine Kombination nach der anderen fliegen. Es war schlussendlich eine linke Gerade zum Kinn, die Mendes zusammenbrechen ließ, der daraufhin auf allen Vieren mit Fäusten bearbeitet wurde, bis Referee Herb Dean dazwischen sprang. Mit diesem Erfolg durch T.K.o., nach 4:57 Minuten in Runde zwei, krönte sich McGregor zum Interims-Federgewichtschampion der UFC.

Titelkampf im Weltergewicht
Robbie Lawler (c) vs. Rory MacDonald
Robbie Lawler ließ es überraschend ruhig angehen. Offenbar versuchte sich der Weltergewichtschampion an seinen Kontrahenten zu gewöhnen und wollte nichts überstürzen. Ein ungewohntes Bild des K.o.-Spezialisten, der dadurch mit zahlreichen Jabs von MacDonald zu kämpfen hatte. Erst im letzten Durchgang der zweiten Runde schien Lawler aus seinem Schlaf zu erwachen und schaltete in den zweiten Gang. Das Ergebnis zeigte sich an MacDonalds Gesicht ab, das blutig geschlagen wurde. In Runde drei suchte Lawler immer wieder die Nahdistanz und konnte so harte Schwinger landen. Zudem überzeugte der Titelträger mit einer soliden Takedown-Defense, die MacDonald stets stoppte. Kurz vor Ende der dritten Runde war es MacDonald, der wieder die Führung übernehmen konnte. Harte Highkicks rüttelten Lawler durch, der daraufhin Schwierigkeiten mit seinem Gleichgewicht bekam und am Käfig gestellt und hart angegangen wurde.

Er rettete sich in die Rundenpause, wurde jedoch im vierten Durchgang erneut von einem Kick zum Kopf angeklingelt und hart angegangen. Lawler biss auf die Zähne und versuchte dagegen zu halten, doch schien er teilweise nicht bei vollem Bewusstsein. Allen Zweiflern zum Trotz drehte Lawler die Partie in der fünften Runde. Harte Angriffe und viel Druck überforderten MacDonald, der stark aus der Nase blutete. Eine linke Gerade zur Nase ließ den Kanadier zusammenbrechen, der daraufhin im Schlaghagel von Ringrichter John McCarthy vor weiteren Schlägen bewahrt wurde. Ein beeindruckender Erfolg durch T.K.o. für Lawler, der damit seinen Titel erfolgreich verteidigen konnte.

Dennis Bermudez vs. Jeremy Stephens
Kein Abtasten in diesem Kampf. Beide Athleten warfen mit wilden Fäusten um sich. Nachdem Dennis Bermudez von einem harten Schwinger angeknockt wurde, konnte er selbst harte Fäuste ins Ziel bringen und durch einen unabsichtlichen Kopfstoß einen Cut am rechten Auge von Jeremy Stephens öffnen. Im zweiten Durchgang wurde Bermudez erneut angeklingelt, diesmal von einem linken Haken. Ein harter Aufwärtshaken, gefolgt von Knien, rüttelte ihn durch – doch zeigte er gute Nehmerqualitäten und kam wieder in den Kampf.

Bermudez revanchierte sich mit einem Superman-Punch, der Stephens auf den Hosenboden schickte. Das Ende des Duells folgte in Runde drei. Als Bermudez, auf der Suche nach einem Knock-out, nach vorne preschte und mit langen Händen um sich warf, konterte ihn Stephens mit einem eingesprungenen Knie aus, das das Kinn des hereinschnellenden Bermudez perfekt traf. Dieser kollabierte auf die Matte und wurde im Schlaghagel vom Referee vor weiterem Schaden bewahrt. Ein spektakulärer Erfolg durch T.K.o. für Stephens.

Gunnar Nelson vs. Brandon Thatch
Obwohl Brandon Thatch als Favorit im Stand in dieser Begegnung galt, war er es, der nach fast zwei Minuten mit einer Links-Rechts-Kombination auf den Hosenboden geschlagen wurde. Auf der Matte angekommen, konnte Gunnar Nelson die Full Mount und kurz darauf die Backmount erklimmen. Es folgte ein rascher Rear-Naked Choke und damit der Sieg für BJJ-Spezialist Nelson nach 2:54 Minuten.

Brad Pickett vs. Thomas Almeida
Beide Athleten lieferten ein Feuerwerk im Octagon ab. Harte Schläge, irrsinnige Kniestöße und brutale Ellenbogen begeisterten die Zuschauer. Nachdem Pickett anfangs die Führung übernahm und Almeida anklingelte, konnte der Brasilianer wieder in den Kampf finden. Kaum, dass die zweite Runde begann, war sie schon wieder zu Ende. Almeida traf das Kinn seines Gegners mit einem eingesprungen Knie und knockte ihn nach nur 29 Sekunden aus.

Tim Means vs. Matt Brown
Matt Brown und Tim Means lieferten sich eine Schlacht über den Großteil der ersten Runde. Nachdem Brown mehrfach angeklingelt schien, kam er mit harten Ellenbogen zurück und konnte Means bei einem Takedownversuch mit einem Guillotine Choke auskontern und nach nach 4:44  Minuten zur Aufgabe zwingen.

Alle Ergebnisse auf einen Blick:

UFC 189: Mendes vs. McGregor
Samstag, 11. Juli 2015  
MGM Grand Garden Arena in Las Vegas, Nevada, USA

Interimstitelkampf im Federgewicht
Conor McGregor bes. Chad Mendes durch T.K.o. (Schläge) nach 4:57 in Rd. 2

Titelkampf im Weltergewicht
Robbie Lawler (c) bes. Rory MacDonald durch T.K.o. (Schläge) nach 1:00 in Rd. 5

Restliches Hauptprogramm
Jeremy Stephens bes. Dennis Bermudez durch T.K.o. (Knie) nach 0:32 in Rd. 3
Gunnar Nelson bes. Brandon Thatch durch Rear-Naked Choke nach 2:54 in Rd. 1
Thomas Almeida bes. Brad Pickett durch K.o. (Knie) nach 0:29 in Rd. 2

Vorprogramm
Matt Brown bes. Tim Means durch Guillotine Choke nach 4:44 in Rd. 1
Alex Garcia bes. Mike Swick einstimmig nach Punkten (29:28, 30:27, 29:28)
John Howard bes. Cathal Pendred geteilt nach Punkten (29:28, 28:29, 29:28)
Cody Garbrandt bes. Henry Briones einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)
Louis Smolka bes. Neil Seery einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)
Cody Pfister bes. Yosdenis Cedeno einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)