MMA

The Ultimate Fighter Live - Folge 6

The Ultimate Fighter: Live

In der sechsten Folge von The Ultimate Fighter Live kam es zum Duell zwischen Chris Tickle vom Team Cruz und Joe Proctor vom Team Faber. Dazu gab es einige Einblicke in die Vergangenheit einiger Kämpfer.

Die Sendung begann mit einem Rückblick auf die letzte Sendung, in der Chris Tickle immer wieder versucht hatte, sich vor dem Training zu drücken. Dazu wurden die Highlights des Sieges von Mike Chiesa über Jeremy Larsen aus der letzten Woche gezeigt, wodurch es im Duell Team Faber vs. Team Cruz nun 2:2 steht. Anschließend stellte Urijah Faber seinen Kämpfer Joe Proctor gegen Chris Tickle vom Team Cruz.

Nach dem Kampf widmete Chiesa seinen Sieg seiner Mutter und Dominick Cruz rekapitulierte, dass es wieder mal ein Kampf war, in dem der bessere Ringer gewonnen hat. Tickle, der sich den Kampf betrunken angesehen hatte, nutzte die Gelegenheit, um sich über die verdammten Ringer zu beschweren. Etwas angeheitert riss er zudem noch Witze, was seinen frustrierten Trainer noch weiter verärgerte und Cruz zu der Anweisung verleitete, dass Tickle doch bitte eine Woche lang den Mund halten und die Finger vom Alkohol lassen soll.

Tickle fiel es allerdings offensichtlich schwer, sich an die Anweisungen seines Trainers zu halten. Im Haus gab er weiter seine Sprüche von sich, was einige seiner Mitwohner amüsierte, andere dagegen aber nervte.

Während dessen hatte Mike Rio weiterhin Probleme mit seinem Knie und wünschte sich nur einen Tag, an dem es der Trainer etwas lockerer angehen lässt.

Vor der ersten Trainingseinheit der Sendung von Team Cruz, sprach Cruz noch mal mit Tickle und erklärte, dass er einen Fehler gemacht hatte, als er ihm sagte, dass er den Mund halten sollte. Cruz entschuldigte sich, er wollte Tickle nicht zu einer Person machen, die er nicht ist. Anschließend war Sparring angesagt. Dabei gerieten Rio und Justin Lawrence aneinander, da Lawrence Spinning-Techniken einsetzte, die Cruz vorher ausdrücklich verboten hatte. Cruz griff nicht ein, Lawrence und Rio gingen dafür umso härter im Sparring aufeinander los, was Cruz auch beabsichtigt hatte, da Rio ihm im Training immer zu weich war. Zudem freute es Cruz, dass Lawrence von Rio aus der Fassung gebracht wurde, da dieser noch lernen muss, wie man seine Strategie während des Kampfverlaufs anpasst, wenn etwas nicht nach der eigenen Vorstellung läuft.

Bevor die Trainingseinheit von Team Faber losging, erklärte Proctor noch, dass seine Eltern alkohol- und drogenabhängig waren, sein Vater ins Gefängnis musste, seine Mutter nie anwesend war und er bei seinen Großeltern aufgewachsen ist. Anschließend drehte sich alles um die Kampfvorbereitung von Proctor. Dabei lag der Fokus auf dem Standkampf, allerdings soll der Bodenspezialist zur richtigen Zeit auch an den Takedown denken. Faber sieht Proctors großen Vorteil in dem Kampf in dessen mentaler Stärke – verglichen mit Tickle.

Im Haus bereitete Tickle derweil einen Streich für Team Faber vor. Er befestigte einen mit Wasser gefüllten Behälter über der Eingangstür. Dieser entleerte sich passenderweise direkt auf Proctor, der die Situation allerdings mit Humor nahm und darüber lachen konnte.

Am Ostersonntag bereitete Tickle einen Oster-Truthahn zu, während die anderen Jungs sich im Pool auf auf einer selbstgebauten Rutsche im Garten vergnügten. Bevor der Truthahn auf den Tisch kam, gab Tickle noch zu, dass er keine einfache Kindheit hatte und immer wieder ins Gefängnis musste. Allerdings war er seit fünf Jahren nicht mehr in einem Straßenkampf, was er nur dem MMA, was er sich anhand von YouTube-Videos zunächst selbst beigebracht hatte, zu verdanken habe.

Beim anschließenden Training von Team Cruz lag der Fokus auf der Kampfvorbereitung von Tickle, der im Ocatgon fleißig Takedowns üben musste. Dazu trainierte Cruz seinen Kämpfer noch darauf, dass er nicht nur in der ersten Runde Vollgas geben kann, sondern bei Bedarf auch über drei Runden.

Nach einer kleinen verbalen Auseinandersetzung zwischen Cruz und Faber machten beide Kämpfer Gewicht – Tickle blieb dabei mit 153 Pfund und einem Stück Pizza in der Hand weit unter dem Gewichtslimit. Anschließend geht die Sendung live und wir kommen zum Kampf.

Chris Tickle (Team Cruz) vs. Joe Proctor (Team Faber)

Beide Kämpfer beginnen sehr zögerlich und können in der ersten Minute jeweils nur mit einem Legkick punkten. Proctor versucht sich an einem Takedown, dieser wird allerdings von Tickle geblockt. Gegen den Käfig gedrückt dreht Tickle seinen Gegner und trifft mit einigen Schlägen aus dem Clinch. Als sich die beiden Kämpfer trennen, versucht Tickle einige Schwinger zu landen, die verfehlen allerdings ihr Ziel, dafür kommt Proctor mit einem Jab durch und die Kämpfer kehren in die Käfigmitte zurück. Dort sucht Tickle mit Highkicks sein Ziel, verfehlt aber den Kopf seines Gegners. Dafür kann er einen linken Haken laden, als Proctor nach vorne geht, die anschließenden Schläge verfehlen allerdings wieder ihr Ziel. Proctor trifft mit einem unmotivierten Legkick und muss als Antwort einen harten linken Haken einstecken. Proctor bekommt seinen Gegner in den Muay-Thai-Clinch, wird von Tickle allerdings gegen den Käfig gedrückt. Proctor versucht mit Knien zum Körper und Kopf durchzukommen, kann aber keine sauberen Treffer landen, dafür kommt Tickle mit einem harten Uppercut zum Kopf durch. Eine Minute vor Schluss der Runde gelingt Proctor der Takedown. Er schnappt sich sofort den Rücken seines Gegners, Tickle steht auf und Proctor lässt die Körperschere los, setzt aber den Choke im Stand an und zieht Tickle wieder zu Boden. Dort arbeitet er auf den Rear-Naked Choke hin und 18 Sekunden vor Schluss der ersten Runde muss Tickle abklopfen.

Nach dem dritten Sieg in Folge setzt Faber das Duell zwischen seinem Kämpfer John Cofer und Vinc Pichel für die nächste Sendung an.