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The Ultimate Fighter Live - Folge 4

The Ultimate Fighter: Live

In der vierten Folge von The Ultimate Fighter Live gab es die erste Trainingsverletzung und Al Iaquinta von Team Faber traf auf Myles Jury von Team Cruz.

Die Folge begann mit einer Analyse des Kampfes zwischen Justin Lawrence und Christiano Marcello, den Lawrence in der letzten Woche gewonnen hatte. Dana White kritisierte dabei die Strategie von Marcello, der als Jiu-Jitsu-Kämpfer seinen Gegner gegen den Käfig pressen und nach Aufgabegriffen hätten suchen sollen.

Anschließend feierte Dominick Cruz seinen dritten Sieg hintereinander über Urijah Faber, dabei rechnete er seinen Sieg im Titelkampf gegen Faber mit ein. In der gegnerischen Umkleidekabine war die Stimmung nicht ganz so gut, obwohl sich der Optimist Faber dazu entschlossen hatte, sich nicht wegen etwas schlecht zu fühlen, über das er keine Kontrolle hatte. Dennoch wies er Marcello daraufhin, dass er ihm immer wieder gesagt hatte, dass er sein Kinn einziehen sollte.

Team Cruz bestritt die erste Trainingssession der Folge. Natürlich war die Kampfvorbereitung von Myles Jury ein wichtiger Bestandteil der Einheit, dennoch vernachlässigte Cruz die anderen Kämpfer nicht. Cruz legte dabei vor allem Wert darauf, dass die Kämpfer im Training alles geben: „Wenn man im Training alles gibt und sich richtig fertigmacht, dann wird der Kampf einfach und man hat dabei Spaß.“

Dieser volle Einsatz forderte allerdings auch seine Opfer. Während einer Sparringsession traf Jury Mike Rio mit einer Spinning Backfist, die diesen zu Boden schlug. Dabei verdrehte sich Rio das Knie, aber laut Cruz ist es keine schwere Verletzung.

Im Haus machte sich derweil Langeweile breit. Während einige Kämpfer sich die Zeit mit Essen vertrieben, lasen andere oder spielten Spiele.

Beim ersten Training von Team Cruz erklärte Al Iaquinta, dass er bereits bei der 12. Staffel von The Ultimate Fighter mitmachen sollte, sich davor allerdings verletzt hatte und deswegen nicht daran teilnehmen konnte. Anschließend sprach Iaquinta mit Faber, weil er den Fokus der Kampfvorbereitung nicht auf die Verteidigung setzen wollte, wie die anderen Trainer es zuvor gesagt hatten. Iaquinta wollte sich vor allem auf seine Offensive konzentrieren, was Faber dann auch umsetzte.

Abends besuchte Faber die Kämpfer im Haus. Im Schlepptau hatte er Jim Petersen, einen „Life Coach“, der an der mentalen Stärke der Kämpfer arbeiten sollte. Während Andy Ogle diese Maßnahme sehr begrüßte, machte sich Chris Tickle von Team Cruz darüber lustig und blieb dem Seminar fern: „Nur Leute, die mental schwach sind, brauchen einen Life Coach.“

Bei der nächsten Trainingssitzung von Team Cruz lag der Fokus zunächst auf Rio und dessen Verletzung, die ihn doch sichtbar behinderte. Für Cruz zeigt sich in so einer Situation die mentale Stärke eines Kämpfers und ob er es wirklich in dem Sport schaffen will. Anschließend ging es zum Sparring von Jury, wo Cruz sehen wollte, dass er alles gibt und sich nicht zurückhält. Auch bei Jury war die Strategie, den Gegner zurückzudrängen und diesem den eigenen Kampfstil aufzuzwingen.

Im Haus sprach Team Faber über mögliche Kämpfe, wenn sie die nächste Kampfpaarung aufstellen könnten. Ogle würde gerne gegen Rio kämpfen, da dieser einen Freund von ihm im Ausscheidungskampf besiegt hatte.

Nachdem beide Kämpfer Gewicht gemacht haben, kommt es zum Live-Kampf zwischen Fabers Nummer 1 Al Iaquinta und dem ungeschlagenen Myles Jury.


Al Iaquinta (Team Faber) vs. Myles Jury (Team Cruz)


Nach mehreren Legkicks zu Beginn der Runde, versucht Jury sich an einem Highkick, den Iaquinta jedoch blockt. Nach einem kurzen Schlagabtausch, während dessen beiden Kämpfer gute Treffer landen können, antwortet Iaquinta mit einem eigenen Headkick, der aber von Jury abgefangen wird. Iaquinta wehrt den folgenden Takedown-Versuch von Jury ab. Jury punktet anschließend mit Legkicks, während Iaquinta immer wieder mit wilden Schwingern sein Ziel verfehlt. Ein weiterer Headkick von Jury trifft nicht voll, dafür bringt der anschließende rechte Haken seinen Gegner ins Wanken. Das eingesprungene Knie von Jury verfehlt zwar das Kinn von Iaquinta, dafür gelingt Jury der Takedown, allerdings verknoten sich dabei die Arme und Beine der Kämpfer, so dass Iaquinta am Ende auf dem Rücken liegend Jury in einer Art Kruzifix-Position hält und dabei noch dessen Beine eingehakt hat. Nach einigen kurzen Ellenbogen zum Kopf von Jury, befreit sich Jury. Die Kämpfer kommen wieder auf die Beine und Jury schnappt sich den Rücken von Iaquinta. Er slamt seinen Gegner zu Boden, Iaquinta steht wieder auf und Jury arbeitet an einem Rear-Naked Choke im Stand. Dieser gelingt nicht und die Runde endet. Eine enge Runde, die aber an Jury gehen dürfte.

Die zweite Runde beginnt mit einem missglückten Legkick von Jury, der seinen Gegner zwischen den Beinen trifft. Nach einer kurzen Pause geht es weiter. Wieder versucht Jury sich an einem Headkick, den Iaquinta jedoch abblocken kann. Iaquinta kann einige Treffer landen, bevor der nächste Highkick von Jury kommt. Wieder blockt Iaquinta und versucht zu kontern, trifft aber nicht. Nach einigen halbherzigen Aktionen beider Kämpfer trifft Jury seinen Gegner mit einem Vorarm, als dieser in den Mann geht. Iaquinta wackelt ein wenig und geht zurück. Jury stürmt mit einem eingesprungenen Knie hinterher, wird in der Luft aber von einem rechten Schwinger abgefangen. Jurys Beine wackeln zwar, aber er geht nicht zu Boden. Iaquinta sucht nun gezielt den Kopf von Jury, allerdings kann er keine vollen Treffer landen und Jury gelingt es, sich wieder zu erholen. Dennoch scheinen die Treffer Wirkung hinterlassen zu haben. Jury befindet sich konstant im Rückwärtsgang und Iaquinta scheint den Respekt vor dessen Schlägen verloren zu haben. Immer wieder lässt er seine Hände fallen und holt ganz weit aus. Allerdings verfehlen seine Schwinger immer wieder ihr Ziel. Nach einem Legkick und einem Körpertreffer von Iaquinta, sucht Jury den Takedown. Dieser misslingt, allerdings kann Jury sich den Rücken seines Gegners sichern. Iaquinta kann sich jedoch aus dem Griff befreien und die Kämpfer kehren in die Käfigmitte zurück. Beide Kämpfer versuchen sich immer wieder mit einzelnen Schlägen, von denen aber nur wenige landen. Jury trifft mit einem Uppercut und einem Knie zum Körper, was Iaquinta allerdings nicht zu stören scheint. Er marschiert weiter vorwärts und trifft mit einer Rechten zum Kopf. Unter einer weiteren Rechten taucht Jury durch und bringt seinen Gegner mit einem kräftigen Double-Leg-Takedown zu Boden. Er landet in der Guard von Iaquinta, kann aber keine nennenswerten Treffer mehr landen, bevor die Runde endet. Eine weitere enge Runde, die dieses Mal an Iaquinta gehen dürfte, obwohl Jury anschließend feiert, als ob er den Kampf gewonnen hat.

Die Punktrichter sehen den Kampf ebenfalls unentschieden, womit es in die dritte Runde geht. Diese beginnt mir einem sehr aggressiven Iaquinta, der seinen Gegner mit einem Schlaghagel eindeckt. Jury übersteht diesen und versucht anschließend wieder mit Kicks zum Erfolg zu kommen. Auch wenn Jury mit vereinzelten Legkicks Punkten kann, ist es Iaquinta, der weiter nach vorne geht und die besseren Treffer landen kann. Mitte der Runde wird Iaquinta etwas zögerlicher und Jury kann mehr Druck machen, ohne jedoch gute Treffer landen zu können. Eine Minute vor Ende der Runde zieht Iaquinta das Tempo wieder an und geht nach vorne. Zum Ende der Runde liefern sich beide Kämpfer noch einen Schlagabtausch. Durch seine kleine Verschnaufpause in der Mitte der Runde, hat Iaquinta den Kampf noch mal spannend gemacht, dennoch sollte er diese Runde und damit den Kampf gewonnen haben.

So sehen es auch zwei der drei Punktrichter. Diese geben die letzte Runde mit 10:9, 10:9 und 9:10 an Iaquinta.

Nach den Interviews, in denen beide Kämpfer kaum auf die Fragen von Jon Anik geantwortet haben, kann Faber den nächsten Kampf wählen. Er entscheidet sich für Michael Chiesa von seinem Team und Jeremy Larsen von Team Cruz.

Zu diesem Kampf wird es in der nächsten Episode von The Ultimate Fighter Live kommen.