MMA

The Ultimate Fighter 17 - Fazit

TUF 17: Team Jones vs. Team Sonnen

Die 17. Staffel von The Ultimate Fighter endete am vergangenen Wochenende und obwohl die Aufmerksamkeit vor dieser Staffel hauptsächlich auf die Trainer gerichtet war, stielen die Kämpfer erfreulicherweise die Show und flößten der Sendung wieder neues Leben ein.

Nachdem die 16. Staffel von TUF erfolglos war und wenig unterhaltsame Kämpfe bot, setzt die UFC mit Jon Jones und Chael Sonnen auf zwei Trainer, die die Zuschauer fesseln sollten. Sonnen war vor TUF bereits dafür bekannt, dass er einer der besten "Trash-Talker" im MMA ist und Jones war als dominanter Halbschwergewichtschampion immer mehr zum Aushängeschild der UFC geworden.

Zur Überraschung vieler gab es jedoch kaum Reibereien zwischen den Trainern während der Sendung. Jones und Sonnen gingen freundlich und respektvoll miteinander um und legten nur bei der Coaches Challange und beim Bowling-Duell ein wenig sportliche Rivalität an den Tag. Vor allem Sonnen zeigte sich dabei von einer ganz anderen Seite, und überzeugte als menschlicher Trainer, der Interesse an der Entwicklung seiner Kämpfer hatte. Während die sonst häufig in Szene gesetzten Auseinandersetzungen der Trainer damit ausfielen, zeigten die Kämpfer dieses Mal, dass es bei The Ultimate Fighter eigentlich um sie geht.

Ohne großen Krawall oder Streitereien im Haus konzentrierte sich die Sendung auf die Kämpfe, die wesentlich unterhaltsamer waren, als die Kämpfe der 16. Staffel, wesentlich mehr vorzeitige Kampfenden und fast durchweg mehr Action boten. Ob dies an den erhöhten Boni (25.000 USD) für den Kampf (Dylan Andrews und Luke Barnatt), die Submission (Kelvin Gastelum) und den K.o. (Uriah Hall) der Staffel lag oder an der Tatsache, dass abgesehen von den Finalisten der letzten Staffel nur zwei Kämpfer einen Kampf in der UFC bekam, können nur die Kämpfer beantworten.

Auf jeden Fall waren sich die Zuschauer und UFC-Präsident Dana White dieses Mal einig, dass es sich um eine der besten TUF-Staffeln gehandelt hat. Vor allem Uriah Hall und Kelvin Gastelum sorgten dabei mit spektakulären Kämpfen und K.o.s für Unterhaltung. Dazu lieferten Sie sich einen unterhaltsamen Finalkampf an dessen Ende der immer noch ungeschlagene Gastelum, der von Team Jones als letzter Kämpfer gewählt wurde, zum Überraschungssieger der Staffel wurde.

Hall, der sich während der Staffel zum Favoriten kristallisiert hatte, schien sich wieder durch seine Einstellung selbst im Weg zustehen, was er auch während der Staffel als sein große Schwäche bezeichnet hatte. So muss der athletisch sicherlich sehr begabte Kickboxer in seinen nächsten Kämpfen beweisen, ob er das halten kann, was er mit seinen Kämpfen im Haus versprochen hat.

Auch auf Gastelum werden die Fans mit Sicherheit ein genaues Auge werfen, da die letzten TUF-Staffeln alle nicht dafür bekannt waren, herausragende Talente in die UFC gebracht zu haben. Aber ganz abgesehen vom zukünftigen Abschneiden der Kämpfer, muss man ihnen jetzt schon anrechnen, dass sie TUF wieder unterhaltsam gemacht haben, indem sie sich auf das Kämpfen besonnen haben.

Für die nächste TUF-Staffel hat die UFC ein weiteres Projekt geplant. So wollen sie mit Ronda Rousey und Cat Zingano nicht zur zwei Kämpferinnen als Haupttrainer in die Sendung schicken, sondern sie werden auch erstmals Kämpferinnen ins Haus holen. Wie gut das bei den Zuschauern, die TUF und Frauenkämpfern zum Teil ohnehin schon kritisch gegenüberstehen, ankommt, wird sich in einigen Monaten zeigen.