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Strikeforce - Henderson vs. Shields

Das Hauptprogramm eröffneten Gegard Mousasi und „King Mo“ Lawal, zwei talentierte Jungspunde. Lawal war sich seiner Vorteile bewusst und suchte sofort den Takedown. Mit einem Single-Leg brachte er Mousasi zu Boden und kontrollierte ihn dort, konnte jedoch kaum signifikante Treffer landen. In Runde zwei shootete Mo wieder sofort, war aber bereits spürbar außer Puste. Mousasi schien aus der Rücklage mehr zu landen als King  Mo von oben. Lawal nahm harte Hände in Mousasis Guard. Runde drei spielte sich zu Beginn im Stand ab. Überraschenderweise wirkte Lawal hier sogar besser, verlor irgendwann jedoch die Übersicht  und suchte wieder den Takedown. Mousasi musste einige Treffer nehmen, verteilte aber auch harte Hände. Auch in Runde vier suchte Lawal den Takedown, bekam ihn erneut mühelos. Mousasis Takedown-Defense offenbarte große Lücken. Mo kontrollierte den Fight erneut, fand aber kein Finish. Runde fünf kontrollierte nach erfolgreichem Takedown erneut Lawal. Nach einem Upkick zum knienden Lawal bekam der Armenier einen Punkt Abzug. Weiter ging es am Boden. Kontrolle von „King Mo“. Referee „Big“ John Mc Carthy  ließ beide unverständlicherweise aufstehen, im Stand wirkte Mousasi gefährlicher, doch Lawal sicherte sich sofort den brachialen Takedown und dominierte den Rest der Runde. Nach fünf Runden gewann Muhammed Lawal  einstimmig seinen ersten Weltmeistertitel.

Als nächstes gab das japanische Grapplingwunder Shinya Aoki sein Debüt auf amerikanischem Boden. Sein Gegner: Strikeforce Leichtgewichtschampion Gilbert Melendez. Nach einer längeren Abtastphase im Stand ohne nennenswerte Action, brachte Aoki seinen Gegner unkonventionell zu Boden, zog ihn direkt in seine Guard und versuchte blitzschnell einen Triangle Choke. Melendez kam jedoch problemlos heraus. Zurück im Stand hatte Letzterer die Oberhand. In Runde zwei entwickelte sich die Takedown-Defense von Melendez zunehmend zum Problem für Aoki. Der Strikeforce Champion sprawlte blitzschell und nahm zwang Aoki in seine Domäne : den Standkampf. Immer öfter ließ sich Aoki draufhin fallen, zwang Melendez in die Guard. Der scheute sich dennoch  nicht harte Hände zu schlagen, wirkte im Stand und aus der Guard souverän. Referee Mario Yamasaki glänzte durch unverständliche Breaks und Stand-Ups, Melendez dominierte dennoch weiter. Kurz vor Schluss versuchte Melendez noch ein vorzeitiges Ende zu erzwingen, siegte schlussendlich aber einstimmig nach Punkten.

Zeit für den Hauptkampf. UFC- und Pride-Veteran Dan Henderson traf auf Strikeforce Mittelgewichtschampion Jake Shields. Zu Beginn von Runde eins schickte Henderson Shields mit einer krachenden Rechten auf den Boden. Shields konterte mit einem Fußhebel, doch Henderson verteidigte. Zurück im Stand dominierte Henderson mit harten Händen. Shields fand kein Mittel gegen die Takedown-Defense von Henderson. Im Gegenzug wurde er im Stand auseinandergenommen und musste erneut auf die Bretter. Ein komplett anderes Szenario bot sich in Runde zwei: Shields erarbeitete sich recht früh die Sidemount, dann die Mount, behielt diese Position die komplette Runde über bei und arbeitete mit konstantem Ground and Pound. Auch in Runde drei brachte Shields den UFC-Veteranen nach einiger Mühe zu Boden und arbeitete aus dessen Guard. Zum Ende der Runde gelangte er erneut in die Mount und bekam Henderson sogar in einen engen Armhebel. Henderson wurde jedoch von der Pausenglocke gerettet. Auch in der vierten Runde konnte der Strikeforce Champion den Favoriten Henderson aus der Mount dominieren. Henderson fand keinen Weg aus aus Shields Positioning, „Big John“ musste genau hinsehen um den Fight nicht zu stoppen. In der letzten Runde das gleiche Bild: Mount von Shields und zermürbendes Ground and Pound. Henderson wurde am Boden deklassiert, befand sich ab Runde zwei nur in der Defensive. Einstimmiger Sieger nach Punkten: Jake Shields.

Während des Interviews nach dem Kampf platzte Jason Miller in die Szenerie und fragte auf etwas "ungehobelte" Weise nach einem Rückkampf gegen Shields. Die Gemüter erhitzten sich und die Situation eskalierte. Plötzlich war der Käfig voller Menschen, die Shields und "Mayhem" Miller trennnten - ein riesiges Tohuwabohu, bevor CBS es vorzog in die Werbung zu schalten und die Situation zu klären.

Strikeforce: Henderson vs. Shields
17. April 2010
Bridgestone Arena, Nashvilla, USA


Mittelgewichtstitelkampf
Jake Shields besiegte Dan Henderson einstimmig nach Punkten

Leichtgewichtstitelkampf
Gilbert Melendez besiegte Shinya Aoki einstimmig nach Punkten

Halbschwergewichtstitelkampf
Muhammed Lawal besiegte Gegard Musasi einstimmig nach Punkten


Vorkämpfe
Jason Miller  besiegte Tim Stout via TKO (Schläge) - Rd. 1
Ovince St. Preaux besiegte Chris Hawk via TKO (Schläge) - Rd. 1
Andy Uhrich besiegte Dustin West via Submission (Rear-Naked-Choke) - Rd. 1
Cale Yarbrough besiegte Josh Shockman via TKO (Schläge) - Rd. 2
Zach Underwood besiegte Hunter Worsham einstimmig nach Punkten
Dustin Ortiz besiegte Justin Pennington via Submission (Rear-Naked-Choke) - Rd. 1
Cody Floyd besiegte Thomas Campbell via KO (Strikes) - Rd. 3