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Späte Reue von Semtex

Zeigt Reue: Paul Daley.

Paul Daley hatte vergangenen Samstag den bisher größten Fight seiner Karriere, als er im Octagon auf Josh Koscheck traf. Doch wer hätte vorher gedacht, dass es sein letztes Match in der UFC werden würde? Auf Grund eines unerlaubten Nachschlagens entließ UFC-Präsident Dana White ihn sofort. Sein eigentlich größter Kampf startet erst jetzt, denn nun muss er die Ergebnisse und Folgen seiner unüberlegten Handlung hinnehmen. Er gab folgendes Statement auf seine Website ab:

"Ich habe einen langen Flug gen Heimat gehabt und konnte über meine Aktion am Samstag nachdenken. Ich will mich hiermit bei der UFC, der Sportaufsichtsbehörde und natürlich den Fans für meine Handlungen entschuldigen. Desweiteren will ich mich bei Josh Koscheck entschuldigen, der diesen unüberlegten Nachschlag in keinster Weise verdient hat. Er hat getan, was er tun musste um den Kampf zu gewinnen. Es gibt keine Entschuldigung für meine Aktion und ich weiß, dass ich sehr unprofessionell gehandelt habe. Der Nachschlag war ein Mix aus Frustration über das Schauspiel von Koscheck, als er so tat, als ob ich ihn am Boden mit dem Knie getroffen hatte, wobei es aus der Wiederholung klar ersichtlich war, dass ich ihn eben nicht getroffen habe. Ich hoffe man kann mir diese irrationale Handlung verzeihen. Ich werde versuchen, mein Temperament unter Kontrolle zu halten und mich von diesem Tiefpunkt meiner Karriere zu erholen. Ich werde mir den Respekt der UFC und der Fans wieder erarbeiten."

Joe Silva, der UFC-Matchmacher, informierte Paul Daley via SMS über Dana Whites Worte bei der Pressekonfoerenz nach dem Event. Zu diesem Zeitpunkt befand Daley sich am Flughafen und hat, laut eigenen Angaben, seitdem keinen weiteren Kontakt mit der UFC gehabt.

Dass Fighter manchmal nicht nachdenken und dennoch handeln passiert ab und an, wenn auch glücklicherweise sehr selten. Ein Beispiel dafür ist zum Beispiel Phil Baroni, der ehemals den UFC Ringrichter Larry Landless, nach seinem Fight mit Evan Tanner, schlug. Ein weiteres schlechtes Beispiel ist Gilbert Yvel, der Jahre brauchte um aus seiner "Bad Boy"-Rolle herauszukommen, nachdem er in Finnland einen Ringrichter KO schlug.