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Silvas Manager verteidigt Skandalkampf

Manager Ed Soares und Schützling Anderson Silva.

Anderson Silvas fragwürdige Vorstellung bei UFC 112 erhitzte Gemüter auf dem gesamten Globus. Nun äußerte sich endlich Ed Soares, der Manager des UFC Mittelgewichtschampions, zu der Angelegenheit. Er heißt dabei die Aktionen seines Schützlings zwar nicht gut, versucht sich aber in Erklärungen:

„Natürlich hätte ich ihn den Kampf gern vorzeitig beenden sehen, so wie jeder andere auch. Leider hat er das nicht geschafft. Doch deshalb zweifle ich nicht an seiner Position als bester Pound-for-Pounder der Welt.“

Als Begründung für die anfänglichen Provokationen Silvas, während der ersten Runden, nannte Soares ein Interview, dass Gegner Demian Maia im Vorfeld des Kampfes gegeben hatte. Dort verkündete dieser, er respektiere Silva als Kämpfer, jedoch nicht als Person. Dies scheint der Champion sehr persönlich genommen zu haben.

„Es ist nun natürlich leicht für die Menschen zu urteilen“, so Soares. „Doch man kann nicht über jemanden urteilen, dessen Gedanken und Gefühle man nicht kennt. Ich will damit nicht sagen, dass ich mit seinen Aktionen einverstanden bin, doch wenn man im Octagon steht, dann hat man manchmal eine etwas andere Sicht auf die Dinge.“

Experten halten Mittelgewichtschampion Silva bereits seit langem für gelangweilt, unterfordert und unterstellen ihm, absichtlich unter seinem Limit zu performen. Soares bestreitet das Vehement: „Anderson ist nicht gelangweilt. Ihr wollt Knockouts sehen? Dann stellt ihm jemanden in den Käfig, der auch im Stand kämpfen will. Jemanden wie Forrest Griffin, was dann passiert haben wir ja gesehen. […] Er ist der Champion, er hat den Gürtel. Wenn du ihm den als Grappler abnehmen willst, dann musst du ihn zu Boden bringen. Schaffst du das nicht, dann kann doch niemand von Anderson verlangen, dass er es tut, nur damit der Kampf interessant bleibt.“

Einen Gewichtsklassenwechsel Silvas hält Soares im Übrigen nicht für zielführend. Er macht den Jiu Jitsu-Stil der Gegner Silvas für die ernüchternden Kämpfe verantwortlich. „Das Ganze war einfach eine seltsame Situation. Für den Thales Leites-Kampf kann man die UFC verantwortlich machen. Für diesen jedoch nicht, denn Demian Maia war nicht ihre erste Wahl, er sollte nur Vitor Belfort ersetzen. Man kann also niemandem die Schuld zuweisen.“

Eine erneute Vorstellung seines Schützlings wie bei UFC 112 schloss Soares für die Zukunft kategorisch aus. Das Verhältnis zu UFC Präsident Dana White sei darüber hinaus entgegen anders lautender Gerüchte nach wie vor gut. Nach der offiziellen Pressekonferenz rief dieser Silva und Soares zu einem privaten Gespräch. Er sei sehr abgeklärt gewesen und beide Parteien hätte ihre Standpunkte deutlich gemacht.

Abschließend versicherte Soares noch einmal, dass dieser Kampf keine Botschaft an die UFC gewesen sein sollte, Silva bessere Gegner vorzusetzen oder höhere Gehälter zu zahlen. „Unser Vertrag ist gut, die UFC ist unser zu Hause“, so Soares.