MMA

Shogun vs. Hendo II

Dan Henderson und Maurício Rua werden sich am Sonntag zum zweiten Mal gegenüberstehen.

Am kommenden Sonntag werden Mauricio „Shogun“ Rua und Dan Henderson erneut aufeinandertreffen – ihr erstes Duell vor zweieinhalb Jahren entwickelte sich über fünf Runden zum Kampf des Jahres, den Henderson am Ende knapp nach Punkten gewann.

Außerdem werden im brasilianischen Natal Kämpfer wie „Mutante“ Ferreira, Diego Brandao oder Scott Jorgensen im Einsatz sein. Der Event kann in Deutschland über den UFC Fight Pass verfolgt werden, der zum monatlichen Abo-Preis von 7,99 Euro auf ufc.tv erhältlich ist.

Maurício Rua vs. Dan Henderson
Der erste Kampf zwischen Maurício “Shogun” Rua (22-8) und Dan “Hendo” Henderson (29-11) galt schon beim letzten Rundengong als Klassiker, nachdem die beiden MMA-Legenden bei UFC 139 im November 2011 fünf Runden lang alles gegeben hatten. Obwohl Henderson Rua früh im Kampf zu Boden schickte und mehrfach drauf und dran schien, den Pride-Star und Ex-UFC-Champion zu stoppen, ließ „Shogun“ sich nicht unterkriegen und hielt einige kritische Minuten mit Hängen und Würgen durch. Im Laufe des dritten Durchgangs verließ „Hendo“ dann langsam aber sicher die Luft und Rua begann, das Heft in die Hand zu nehmen. Die fünfte und letzte Runde verbrachte Henderson dann tatsächlich größtenteils auf dem Rücken, mit einem ebenfalls völlig ausgelaugten Rua obendrauf.

Die Punktentscheidung hätte daraufhin an jeden der beiden gehen könnten, schließlich war es aber Henderson, dessen Name von Bruce Buffer ausgerufen wurde. Es klingt kitschig, aber letztlich haben in den Augen der meisten Fans ohnehin beide den Käfig als Sieger verlassen. Seitdem ging es für die zwei ganz unterschiedlich weiter. Henderson hätte dank dieses Sieges eigentlich einen Titelkampf gegen Jon Jones bekommen sollen, verletzte sich aber einige Wochen vor UFC 151 im September 2012. Anstatt der UFC Bescheid zu geben, wollte Henderson den Kampf verletzt bestreiten, musste dann aber eine knappe Woche vor dem Event doch noch absagen. In der kurzen Zeit konnte die UFC keinen Ersatz mehr bereitstellen und sagte kurzerhand die ganze Veranstaltung ab. Ein herber Rückschlag für Henderson, ohne überhaupt ins Octagon gestiegen zu sein – das nächste Mal war er dann auch erst im Februar 2013 wieder aktiv zu sehen, über ein Jahr nach dem Sieg gegen Rua. Eine knappe Punktniederlage gegen Lyoto Machida zerstörte die Träume vom Titelkampf jedoch, gefolgt von einem weiteren Misserfolg gegen Rashad Evans. Im November wurde Henderson dann zum ersten Mal in seiner langen Karriere sauber ausgeknockt, als Vitor Belfort ihn im Hauptkampf der 32. UFC Fight Night mit dem Schienbein am Kopf traf.

„Shogun“ Rua indes hatte seit dem ersten Kampf mal mehr, mal weniger Erfolg. Zunächst bog er im August 2012 mit einem T.K.o.-Sieg gegen Brandon Vera in einem Kandidaten für den Kampf des Jahres zurück auf die Siegerstraße ein, wurde dann jedoch im Dezember von Alexander Gustafsson nach Punkten geschlagen. Nach einer kleinen Pause kehrte „Shogun“ im vergangenen August gegen Chael Sonnen zurück in den Käfig, klopfte jedoch am Ende der ersten Runde in einem Guillotine Choke ab. Bei der UFC Fight Night 33 im Dezember ließ Rua dann wieder eine alte Pride-Version seiner selbst aufblitzen, als er James Te-Huna nach nur 63 Sekunden spektakulär ins Land der Träume beförderte. Während dieser zwei Jahre konnte man von „Er soll aufhören“ bis „Shogun ist zurück“ sämtliche Karriereeinschätzungen über den 32-Jährigen aufschnappen, letztendlich ist nach unzähligen Schlachten im Ring und diversen Operationen nur sicher, dass man nie genau wissen kann, welcher „Shogun“ am Kampfabend im Käfig auftauchen wird. Ob die aktuelle Version für einen offensichtlich alternden Henderson reicht und „Shogun“ sich für seine knappe Niederlage aus dem Jahr 2011 revanchieren kann, werden wir in der Nacht von Sonntag auf Montag erfahren.

Cezar Ferreira vs. C.B. Dollaway
Der Co-Hauptkampf in Natal ist für das Mittelgewicht angesetzt. Cezar „Mutante“ Ferreira (7-2) und C.B. „The Doberman“ Dollaway (13-5) hätten eigentlich schon in der Vergangenheit aufeinandertreffen sollen, Verletzungen verschoben das Duell jedoch bis in dieses Jahr. Ferreira gewann 2012 die erste brasilianische “The Ultimate Fighter”-Staffel (TUF) nach drei vorzeitigen Siegen mit einer Punktentscheidung gegen Sergio Moraes. Das Momentum dieses Erfolgs konnte Trainingspartner von Vitor Belfort jedoch nicht ausnutzen, da eine Verletzung den Start seiner eigentlichen UFC-Karriere verzögerte. Erst im vergangenen August bei UFC 163 konnte „Mutante“ zum nächsten Mal in den Käfig steigen, den er nur wenige Minuten später bereits wieder verließ, nachdem er Thiago Santos in unter einer Minute per Guillotine Choke abgefertigt hatte. Der schnelle Sieg ermöglichte es, im November das ausgefallene Final-Duell um die TUF-Krone nachzuholen. Daniel Sarafian hatte im Turnierverlauf einen ähnlich imposanten Lauf hingelegt wie „Mutante“, verletzte sich aber vor dem Finale. Als die beiden Ende des letzten Jahres dann doch noch aufeinandertrafen, besiegte „Mutante“ seinen Rivalen geteilt nach Punkten und steht somit nun 3-0 in der UFC.

C.B. Dolloway indes ist in Brasilien kein Unbekannter. Eine recht erfolgreiche Karriere, die mittlerweile sieben Siege in der UFC beinhaltet, u.a. gegen Jay Silva und Jason „Mayhem“ Miller, führte den „Doberman“ Anfang 2013 bereits einmal in das südamerikanische Land. In Sao Paulo legte Dollaway zusammen mit Daniel Sarafian den Kampf des Abends hin, den er nach drei Runden knapp nach Punkten gewinnen konnte. Im Oktober wurde 30-jährige Ringer-Experte dann allerdings von Tim Boetsch ausgepunktet und muss gegen „Mutante“ nun zurück in die Spur finden.

Leonardo Santos vs. Norman Parke
Leonardo “Lamparao” Santos (12-3) und Norman “Stormin” Parke (19-2) konnten beide eine TUF-Staffel gewinnen, sind aber außerhalb ihrer Heimatländer noch recht unbekannt – das soll sich am Sonntag ändern.

Santos streifte zum ersten Mal im Sommer 2002 die Faustschützer über – und das, um gegen die spätere Pride-Legende Takanori Gomi anzutreten. Trotz dieses denkbar ungünstigen Gegners für das eigene Profi-Debüt schlug Santos sich ansehnlich, hielt alle drei Runden durch und musste am Ende nur eine mehrheitliche Punktentscheidung abgeben. Seitdem konnte „Lamparao“ mehrere Turniersiege und gute Platzierungen bei hochklassigen BJJ-Wettkämpfen wie der ADCC anhäufen und elf Siege im MMA ergattern.

Parke gewann Ende 2012 die TUF: Nations-Staffel, die zwischen Australien und Großbritannien ausgetragen wurde. Nachdem eine Verletzung einen Kampf gegen Jon Tuck ins Wasser fallen ließ, stieg „Stormin“ Norman erst bei UFC 162 im Juli 2013 wieder ins Octagon, wo er Kazuki Tokudome einstimmig nach Punkten bezwang. Im Oktober wurde dann der zuvor ausgefallene Kampf gegen Tuck nachgeholt – bei der UFC Fight Night in Manchester schlug „Stormin“ seinen Gegner trotz einer im Training erlittenen Knieverletzung vor heimischem Publikum nach Punkten und sicherte sich damit den dritten Sieg im Octagon.

Fabio Maldonado vs. Gian Villante
Dieser Halbschwergewichtskampf hat das Potential, am Ende des Abends zum “Fight of the Night” gekürt zu werden – mit Fabio Maldonado (20-6) und Gian Villante (11-4) treffen zwei schlagstarke Kämpfer aufeinander, die auf Siege in ihren letzten Kämpfen aufbauen wollen.

Maldonado debütierte 2010 bei UFC 120 in London im Octagon, wo er James McSweeny in der dritten Runde T.K.o. schlug. Seitdem hat der 34-Jährige ehemalige Profi-Boxer drei Mal verloren und zwei weitere Kämpfe gewonnen, hat sich im Laufe von knapp drei Jahren aber zu einem Fan-Liebling gemausert. Einer kontroversen Punktniederlage gegen Kyle Kingsbury folgte eine weitere gegen Igor Pokrajac, was einige Fans allein wegen der ihrer Ansicht nach offensichtlichen Ungerechtigkeit auf Maldonados Seite brachte. Wirklich auf das Radar der Öffentlichkeit gelangte er, als er im Oktober 2012 gegen Glover Teixeira antrat und zwei Runden lang Prügel vom baldigen Titelherausforderer kassierte. Zwar wurde der Kampf am Ende des zweiten Durchgangs vom Ringarzt abgebrochen, zuvor beeindruckte Maldonado aber Fans, Offizielle und auch Teixeira mit seinem extrem starken Willen und einem perfekt platzierten Haken, der ihm fast noch den Comeback-Sieg eingebracht hätte. Mit Siegen gegen Roger Hollet und Joey Beltran verschaffte Maldonado sich im vergangenen Jahr dann wieder ein Polster, das ihn bis auf weiteres vor einer Entlassung schützen sollte.

Niederlagen zu verhindern war aber sowieso zu keinem Zeitpunkt Maldonados Stil, stattdessen marschiert er lieber durchgehend nach vorne und sorgt für einen spektakulären Kampf. Das könnte gegen Gian Villante zu einem weiteren unterhaltsamen Duell führen, denn der ist selbst nicht dafür bekannt, allzu oft im Rückwärtsgang unterwegs zu sein. Von seinen fünfzehn Kämpfen gingen lediglich drei über die vollen drei Runden, neun haben durch (T.)K.o. geendet. Nach einer recht erfolgreichen Strikeforce-Karriere debütierte Villante vor einem Jahr gegen Ovince St. Preux in der UFC, musste sich nach dem Kampfabbruch wegen eines versehentlichen Fingerstichs in die Augen aber einer mehrheitlichen, technischen Punktentscheidung geschlagen geben. Auch, wenn nicht jeder einen Kampfausgang mit derartigem Seltenheitswert auf seinem Resümee vorweisen kann, war das selbstverständlich nicht das gewünschte Ergebnis für Villante – bei UFC 167 im November machte er die Enttäuschung wieder gut, als er Cody Donovan in der zweiten Runde T.K.o. schlug.

Michel Prazeres vs. Mairbek Taisumov
Im Leichtgewicht wird der Wahl-Wiener Mairbek “Beckan” Taisumov (21-4) zum zweiten Mal ins Octagon steigen, nachdem er erst im Januar ein erfolgreiches Debüt in Singapur hingelegt hatte. In Natal wird er auf den Brasilianer Michel „Trator“ Prazeres (17-1) treffen, der ebenfalls bereits einen Erfolg in der UFC vorweisen kann.

Prazeres debütierte im Mai 2013 im Octagon und traf dabei auf Paulo Thiago. Sein Landsmann und erfahrener UFC-Veteran schlug ihn dabei jedoch nach Punkten und stoppte Prazeres’ Erfolgsserie von 16 Siegen am Stück. Nach dem Rückschlag gegen Thiago bog „Trator“ allerdings im September wieder auf die Siegerstraße ein, als er den Kanadier Jesse Ronson vor heimischem Publikum bei UFC 165 geteilt nach Punkten schlug.

Am Sonntag wird er nun auf Mairbek Taisumov treffen. „Beckan“, so der Spitzname des gebürtigen Tschetschenen, lebt und trainiert seit Jahren in Wien. In dieser Zeit hat er sich mit 20 Siegen in 24 Kämpfen eine beeindruckende Basis für seine kürzlich gestartete Karriere im Octagon aufgebaut. Dort besiegte der 25-Jährige im Januar den koreanischen Kickboxer Tae Hyun Bang nach Punkten. Obwohl Taisumov eine nicht ganz so imposante Leistung brachte wie in den meisten seiner vorherigen Auftritte, ist das stets kritische UFC-Debüt nun erfolgreich absolviert. Ob gegen Prazeres hinter feindlichen Linien der zweite Sieg folgt? Am Wochenende werden wir es erfahren.

Rony Jason vs. Steven Siler
Auch in diesem Federgewichtskampf könnte es am Sonntag ordentlich zur Sache gehen, wenn Rony „Jason“ Mariano Bezerra (13-4) und Steven „Super“ Siler (23-11) in Natal aufeinandertreffen.

Mit vorzeitigen Siegen gegen Sam Sicilia und Mike Wilkinson erwischte „Jason“ einen guten Start im Octagon, der im November allerdings jäh von Jeremy Stephens zunichte gemacht wurde, als dieser den Favoriten bereits nach 40 Sekunden mit einem monströsen Headkick bewusstlos auf die Bretter schickte. Der TUF-Sieger der ersten brasilianischen Ausgabe des Reality-TV-Formats musste damit die erste Niederlage in neun Kämpfen hinnehmen, und das Timing hätte, kurz vor dem Durchbruch in die offiziellen Rankings, nicht unpassender sein können. Die Chance auf Revanche will „Jason“ am Wochenende also nutzen, und dazu muss ein imposanter Sieg gegen Steven Siler her.

Siler hätte vor wenigen Jahren noch kaum jemand zugetraut, es länger als ein paar Monate in der UFC durchzuhalten. Nachdem er sich Ende 2011 aber durch einen Sieg gegen John Clopton nach der 14. TUF-Staffel einen Vertrag mit der UFC sichern konnte, hat „Super“ Steven weitaus öfter überzeugt, als dass er es nicht getan hat. Los ging es im März 2012 mit einem Punktsieg gegen Cole Miller, gefolgt von einem Aufgabe-Sieg gegen Joey Gambino. Nach einem Rückschlag gegen Darren Elkins punktete Siler zunächst bei UFC 159 Kurt Holobaugh aus, bevor er sich mit einem Erstrunden-K.o. gegen Ex-WEC-Champion Mike Brown den bisher größten Sieg seiner Karriere sicherte und eine Facette zeigte, die man von ihm bisher nicht gewohnt war. Dennis Bermudez sorgte im November dann jedoch für einen Rückschlag, den Siler gegen den brasilianischen Fan-Favoriten Vergessen machen will.

Vorprogramm
Vor Beginn des Hauptprogramms könnte es im Federgewicht noch einmal richtig knallen, wenn Diego „DB“ Brandao (18-9) auf Will „The Kill“ Chope (19-6) trifft. Brandao gewann Ende 2011 die 14. TUF-Staffel mit einem Armbar gegen Dennis Bermudez und überzeugte nach einer überraschenden Punktniederlage gegen Darren Elkins drei Mal in der UFC – Joey Gambino, Pablo Garza und Daniel Pineda mussten sich „DB“ geschlagen geben. Bei UFC 168 im vergangenen Dezember holte Brandao seinen Stern dann aber eigenhändig vom Himmel, als er gegen Dustin Poirier zunächst das Federgewichtslimit um etliche Pfund verpasste, seinen Gegner dann während des Wiegens bedrohte und am Tag darauf in der ersten Runde durch K.o. verlor. Gegen Will Chope hat „DB“ daher nun einiges an Wiedergutmachung zu leisten. Chope, ein ehemaliger amerikanischer Soldat, der während seiner Dienstzeit in Südostasien hängengeblieben ist und seit Jahren dort lebt, trainiert und kämpft, gab sein UFC-Debüt im Januar auf der ersten UFC-Veranstaltung in Singapur. Das mit 1,93 Meter extrem große Federgewicht startete seine Karriere wenig beeindruckend – nur einen seiner ersten fünf Kämpfe konnte Chope gewinnen – hat seit Anfang 2012 aber vierzehn Siege in Folge eingefahren. In seinem Octagon-Debüt konnte Chope sein starkes Thaiboxen gegen Max Holloway allerdings nur zu Beginn effektiv einsetzen, bevor dieser aufdrehte und Chope in der zweiten Runde T.K.o. schlug. Im Duett mit Brandao könnte Chope am Sonntag für einige Feuerwerke sorgen, an deren Ende er den Käfig aber lieber als Sieger verlassen sollte, falls er auch in Zukunft bei der UFC unter Vertrag stehen will.

Zuvor werden die brasilianischen Mittelgewichte Ronny Markes (14-2) und Thiago „Marreta“ Santos (8-2) aufeinandertreffen. Markes debütierte nach einem Sieg gegen Paulo Filho in einer kleinen brasilianischen Organisation gegen Karlos Vemola in der UFC. Den tschechischen Hünen konnte Markes beeindruckend kontrollieren und sich eine Punktentscheidung sichern, der zwei weitere folgten – gegen Aaron Simpson und Andrew Craig. Yoel Romero setzte dieser Erfolgsserie allerdings im November ein Ende, als er Markes in der dritten Runde ihres Kampfes ausknockte. Am Sonntag wird er auf Thiago Santos treffen, der in Natal zum zweiten Mal ins Octagon steigen wird. Nach acht Siegen in neun Kämpfen bekam Santos im vergangenen Sommer die Möglichkeit, kurzfristig gegen Cezar „Mutante“ bei UFC 163 einzuspringen. Diese immense Chance konnte „Marreta“ allerdings nicht nutzen, denn bereits nach 47 Sekunden wurde er von Ferreira per Guillotine Choke zum Abklopfen gezwungen.

Jussier „Formiga“ da Silva (15-3) und Scott „Young Guns“ Jorgensen (14-8) wurden zeitweise beide als potentielle Herausforderer auf Demetrious Johnsons Fliegengewichtstitel gehandelt, hatten in letzter Zeit aber nicht den Erfolg, der ihnen eine Titelchance einbringen könnte. Formiga wurde in seinem Debüt im Oktober 2012 von John Dodson K.o. geschlagen – zwar konnte er sich ein halbes Jahr später gegen Chris Cariaso den ersten UFC-Sieg sichern, traf im September dann jedoch auf Joseph Benavidez, der den BJJ-Experten in der ersten Runde mit einem Kniestoß zum Körper bezwang. Jorgensen dagegen debütierte nach einer erfolgreichen Karriere in der WEC mit einem Knockout gegen Ken Stone und einem Punktsieg gegen Jeff Curran im Octagon, bevor eine Punktniederlage gegen Renan Barao ein Karrieretief startete. Mitte 2012 wurde Jorgensen von Eddie Wineland ausgeknockt – er konnte sich später zwar mit einem Aufgabe-Sieg gegen John Albert zurückkämpfen, hat seitdem allerdings gegen Urijah Faber und zuletzt Zach Makovsky verloren. Eine weitere Niederlage könnte daher möglicherweise das Ende von Jorgensens UFC-Karriere bedeuten, gleiches gilt allerdings auch für Formiga.

Im Weltergewicht wird Kenny Robertson (12-3) auf Thiago „Bodao“ Perpetuo (9-2) treffen. Robertson hätte in seinem UFC-Debüt eigentlich Ende 2010 in Oberhausen auf Pascal Krauss treffen sollen, musste aber verletzt absagen und stieg erst im Februar 2011 zum ersten Mal ins Octagon. Nach einer T.K.o.-Niederlage gegen Mike Pierce wurde er zunächst vor die Tür gesetzt, nach einem K.o.-Sieg gegen Lucio Linhares in der regionalen Szene aber wieder verpflichtet. Seitdem hat Robertson zwar gegen Aaron Simpson und Sean Pierson nach Punkten verloren, konnte bei UFC 157 vor etwa einem Jahr aber den „Submission of the Night“-Bonus für einen modifizierten Kniehebel gegen Brock Jardine einstreichen. Nun wird er auf Thiago Perpètuo treffen. „Bodao“ war Teil der ersten brasilianischen TUF-Staffel und sicherte sich seinen Platz in der UFC im Juni 2012 mit einem T.K.o.-Sieg gegen Leonardo Mafra. Nach einer längeren Verletzungspause wurde er dann jedoch im vergangenen November von Omari Akhmedov K.o. geschlagen, weshalb gegen Robertson wieder ein Sieg her muss.

Im Federgewicht wird der Brasilianer Godofredo „Pepey“ Castro (9-3) auf den erst zweiten Israeli in der UFC treffen, Octagon-Neuling Noad „Neo“ Lahat (7-0). Castro schaffte es dank acht vorzeitigen Siegen in den Cast der ersten brasilianischen TUF-Staffel und brachte es dort bis ins Finale, das er jedoch gegen Rony „Jason“ verlor. Einem äußerst knappen Punktsieg gegen Milton Vieira folgten seitdem T.K.o.-Niederlagen gegen Felipe Arantes und Sam Sicilia, weshalb „Pepey“ gegen Lahat dringend einen zweiten Sieg braucht. Der American Kickboxing Academy-Kämpfer dagegen hat andere Pläne – nach sieben Siegen in kleineren amerikanischen Organisationen, von denen er sechs vorzeitig gesichert hat, sowie einem Punktsieg bei Bamma gibt der Wahlkalifornier nun sein langerwartetes Debüt im Octagon.

Der Eröffnungskampf wird in Natal im Halbschwergewicht ausgetragen: Francimar „Bodao“ Barrosso (16-3) wird dabei versuchen, nach einem Erfolg gegen Ednaldo Oliveira im vergangenen August seinen zweiten Sieg in der UFC einzufahren. Dabei wird ihm der niederländische Debütant Hans Stringer (21-5) im Weg stehen, der seit 2009 lediglich gegen Jonas Billstein verloren hat und im Laufe seiner Karriere 17 von 21 Siegen vorzeitig einfahren konnte. 


Anbei das gesamte Programm:

UFC Fight Night 38: Shogun vs. Henderson 2
Samstag, 23. März 2014
Ginásio Nélio Dias in Natal, Brasilien

Hauptprogramm (UFC Fight Pass)
Maurício Rua vs. Dan Henderson
Cezar Ferreira vs. C.B. Dollaway
Leonardo Santos vs. Norman Parke
Fabio Maldonado vs. Gian Villante
Michel Prazeres vs. Mairbek Taisumov
Rony Jason vs. Steven Siler

Vorprogramm (ufc.tv)
Diego Brandao vs. Will Chope
Ronny Markes vs. Thiago Santos
Jussier Formiga vs. Scott Jorgensen
Thiago Perpétuo vs. Kenny Robertson

Vorprogramm (UFC Fight Pass)
Godofredo Castro vs. Noad Lahat
Francimar Barrosso vs. Hans Stringer