MMA

Ronda Rousey besiegt Miesha Tate durch Armbar

Ronda "Rowdy" Rousey darf feiern. (Foto: cagejunkies.com)

Nachdem es in den letzten Wochen und Monat heiß herging, was die Frauendivision bei Strikeforce angeht, kam es vor wenigen Minuten zum großen Showdown zwischen Miesha Tate und Ronda Rousey. Der Bantamgewichtstitel stand auf dem Spiel und wechselte, in einer der wohl furiosesten FMMA-Runde aller Zeiten, die Besitzerin durch Armbar. Wir blicken für Euch auf die Begegnungen von Strikeforce: Tate vs. Rousey.

Strikeforce Bantamgewichtstitel der Frauen
Miesha Tate (c) vs. Ronda Rousey

Obwohl die Begegnung nur etwas mehr als vier Minuten andauerte, war sie hochexplosiv. Die amtierende Championess rannte nach dem Ring Gong, dem kein Handshake beider Athletinnen vorausging, auf Rousey zu und feuerte schnelle Fäuste ab. Rousey kassierte einige Treffer, hievte Tate daraufhin auf die Matte, wo sie nach kurzer Zeit aus der Side Control einen Armbarversuch startete, der Tates Arm gefährlich weit dehnte, aus dem sich die Championess jedoch befreien konnte.

Tate konnte daraufhin den Rücken von Rousey erklimmen und versuchte einen Rear-Naked Choke anzusetzen, der jedoch nicht gelang. Rousey stand mit Tate auf ihrem Rücken auf und ließ sich auf diese herabfallen und konnte sich aus dem Backmount befreien. Wieder im Stand wurde Tate, nach einem Kick, mit einem Judo-Hüftwurf krachend auf die Matte befördert. Dort erzielte Rousey nun ihrerseits die Backmount Position, aus der harte Schläge auf Tate einprasselten, die sich zu befreien versuchte und dabei einen Arm hergab, auf den Rousey gewartet hatte. In einem schnellen Übergang sicherte Rousey den linken Arm der Championess im Armbar und brach diesen, da Tate nicht früh genug aufgeben wollte.

Tate (Orange Shorts) gibt zu spät auf und erleidet einen krassen Armbruch. (Foto: Alfred Munoz)

Die neue Championess im Bantamgewicht heißt somit Ronda „Rowdy“ Rousey, die bisher alle MMA-Erfolge, ob im Amateur oder Profibereich, via Armbar erzielen konnte. Die nächste Herausforderin für Rousey wird Sarah Kaufman sein, die sich mit dem heutigen Sieg den Titelkampf erarbeitete.

K.J. Noons vs. Josh Thomson

Noons winkte Thomson zu einem Schlagabtausch in der Mitte des Strikeforce-Hexagons, doch kam dieser nicht seinem Wunsch nach, sondern griff mehrfach mit Single- und Double-Leg Takedowns an, die von Erfolg gekrönt wurden. Noons kam in den meisten Fällen rasch wieder auf die Beine, wo er eine gute Figur machte und harte Schläge anbrachte, wurde jedoch immer und immer wieder auf den Boden gebracht. In der dritten Runde konnte Thomson einen engen Arm-Triangle Choke ansetzen, aus dem sich Noons jedoch unter großer Anstrengung befreite, nur um von seinem Gegner mit Ground and Pound auf dem Boden weiter unter Druck gesetzt zu werden. Nach der vollen Distanz waren sich die Punktrichter einig und werteten den Sieg für Josh Thomson (29-28, 29-28, 29-28).

Paul Daley vs. Kazuo Misaki

Der PRIDE Grand Prix Sieger Kazuo Misaki zeigte früh, warum er in der japanischen Organisation so erfolgreich war, denn er griff Smith mit schnellen Fäusten an, die den Briten sichtlich überraschten. Daley, der sonst bekanntlich mit eigenen Schlagserien angreift, konnte im Stehen selten bis gar nicht punkten und suchte daraufhin den Bodenkampf, sprichwörtlich als Ausweg gegen die Fäuste des Japaners. Auf der Matte wurde der Brite jedoch mehrfach gesweept und konnte keinen relevanten Schaden anrichten – bis zu letzten Runde. Mit einem harten Ellenbogenschlag aus der Guard öffnete Daley dort einen Cut bei Misaki. Der PRIDE-Veteran kämpfte jedoch verbissen weiter und zwang Daley, durch seine harten Fäusten, erneut in den Rückwärtsgang. Eine geteilte Punktentscheidung brachte eine 2-1 Wertung (27-30, 29-28, 28-29) für den Japaner aufs Papier, was somit die dritte Strikeforce-Niederlage in Folge für Daley bedeutete.

Lumumba Sayers vs. Scott Smith

Sayers ging sofort aggressive zur Sache und scheuchte Smith mit wilden Schwingern durch den Ring, der überfordert nach hinten wanderte. Nach einem wuchtigen Back-Body Drop (Powerslam) geriet Smith in einen Guillotine Choke und klopfte nach wenigen Sekunden ab.

Ronaldo Souza vs. Bristol Marunde

„Jacare“, so Souzas Spitzname, konnte seinen Kontrahenten mit harten Fäusten mehrfach anklingeln, ebenfalls auf den Boden bringen und dort mit hartem Ground and Pound bearbeiten, wurde jedoch aufgrund von Schlägen an den Hinterkopf vorgewarnt. Davon unbeeindruckt machte Souza dort weiter, wo er aufgehört hatte, mit starkem Kickboxen und vereinzelten Takedowns, und überraschte Marunde zudem mit Spinning Back-Kicks und harten Schlagkombinationen. In der dritten Runde bereitete der Brasilianer dem bunten Treiben ein Ende und brachte Marunde mit einem Side-Choke zur Aufgabe.

Sarah Kaufman vs. Alexis Davis

Im Vorprogramm stach besonders diese Begegnung hervor, denn beiden Kämpferinnen brachten eines der härtesten Duelle in der Geschichte des Frauen-MMA ins Strikeforce-Hexagon. Blutig und durch Cuts gezeichnet, schlugen beide Bantamgewichtstitelanwärterinnen über drei Runden aufeinander ein, und führten ein Thaibox-Duell, bei dem Kaufman die härteren Treffer langen konnte. Davis gelang ein überraschender Takedown in der letzten Runde, doch reichte dies nicht zum Punktsieg (29-29, 29-28, 29-28).

Strikeforce: Tate vs. Rousey
3. März 2012
Nationwide Arena in Columbus, Ohio, USA

Strikeforce Bantamgewichtstitel der Frauen
Ronda Rousey bes. Miesha Tate (c) via Armbar nach 4:27 in Rd.1

Hauptprogramm
Josh Thomson bes. K.J. Noons nach Punkten
Kazuo Misaki bes. Paul Daley nach Punkten
Lumumba Sayers bes. Scott Smith via Guillotine Choke nach 1:34 in Rd.1
Ronaldo Souza bes. Bristol Marunde via Side Choke nach 2:43 in Rd.3

Vorprogramm
Sarah Kaufman bes. Alexis Davis nach Punkten
Roger Bowling bes. Brandon Saling via TKO nach 1:15 in Rd.2
Pat Healy bes. Caros Fodor via Arm-Triangle Choke nach 3:35 in Rd.3
Ryan Couture bes. Conor Heun via TKO nach 2:52 in Rd.3