MMA

Respect.FC 11 mit Chan vs. al Mansouri

Am 5. April findet im Bayer Sportcenter Dormagen die elfte Ausgabe von Respect.FC statt (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/Groundandpound.de)

Am heutigen Samstagabend findet im Bayer Sportcenter Dormagen die elfte Ausgabe der Respect Fighting Championship statt. Groundandpound ist für euch wie immer live in der Halle und berichtet in Echtzeit von den Ergebnissen:

Martin Hink vs. Mansour Samsuradov
Das erste Duell des Abends findet im Bantamgewicht statt: Im Reservekampf des Contender-Turniers Martin Hink und Mansour Samsuradov landen im Stand von Beginn an einige gute Treffer, bevor sich das Geschehen auf den Boden verlagert, wo Hink aus der Oberlage Schaden anrichtet, bevor Samsuradov dessen Beine angreift. Nach einigen weiteren Minuten im Stand springt Samsuradov Hink geradezu an und kann sich kurzzeitig den Rücken sichern, bevor die Runde endet.

Der zweite Durchgang beginnt etwas verhaltener - Lowkicks von Hink veranlassen Samsuradov dazu, den Takedown zu versuchen. Meist landet er dabei allerdings selbst in der Unterlage. Da Hink dort selbst wenig aktiv ist, endet die Runde ohne größere Aktionen.

In Runde drei das gleiche Bild: Samsuradov versucht hin und wieder Schwinger, denen Hink aber stets ausweichen kann. Auch Samsuradovs Takedownversuche kann "Lady Killer" Hink stets abwehren und läst seinen Gegner entweder zurück auf die Beine, oder er landet selbst in der Oberlage - nach drei Runden gibt es daher wenig Zweifel am Sieger.
Sieger durch Punktentscheid (einstimmig): Martin Hink

Ali Selcuk Ayin vs. Benedikt Panzer
Im ersten Halbfinalkampf des Bantamgewichts-Contender-Turniers sucht Ali Selcuk Ayin direkt den Takedown, den er nach kurzer Zeit auch bekommt. Panzer greift sich jedoch direkt ein Bein, sodass Ayin sich fürs Erste darauf konzentrieren muss, aus der Gefahrenzone herauszukommen. Panzer arbeitet jedoch verbissen weiter, sodass Ayin kurze Zeit später mit schmerzverzerrtem Gesicht abklopfen muss und später von seiner Ecke gestützt aus dem Ring humpelt. An dieser Stelle gute Besserung an Ali Selcuk Ayin!
Sieger durch Aufgabe (Heel Hook) nach 1:30 Min. in Runde 1: Benedikt Panzer

Ömer Cankardesler vs. Eddi Pobivanez
Zwar sind für die elfte Ausgabe von Respect.FC deutich weniger Zuschauer im Bayer Sportcenter Dormagen erschienen als vor einem Jahr für die neunte Veranstaltung der Reihe, trotzdem heizen die Fans ihren Favoriten ordentlich ein: Lautstarke Fangesänge aus beiden Lagern begleiten den Walk-In des zweiten Halbfinales. Auch mit Beginn des Kampfes sinkt der Lautstärkepegel nicht und wird noch lauter, als Pobivanez direkt aggressiv nach vorne geht und sich schließlich einen Takedown holt. Pobivanez versucht sich am D'Arce Choke, wird jedoch schließlich von Cankardesler hochgestemmt und kopfüber auf die Matte geworfen. Cankardesler folgt Pobivanez auf den Boden, muss sich jedoch gegen einen Triangle Choke verteidigen. Der Choke scheint zu sitzen, ob er jedoch zum Abbruch geführt hätte, wird man dank des Rundengongs nie erfahren.

Im zweiten Durchgang ist es erneut Cankardesler, der den Kampf auf die Matte verlagert. Pobivanez verteidigt sich jedoch gut, indem er seinen Gegner an sich heranzieht und ihm keinen Platz zum Arbeiten lässt, was Schiedsrichter Marco Broersen dazu veranlasst, die beiden wieder auf die Beine zu winken. Von dort aus gelingt dann Pobivanez der Takedown, der jedoch nach einem verfehlten auf dem Rücken landet. Nach einigen Positionswechseln fängt er Cankardesler beinahe mit einem Armbar, der sich aber gerade so herauswinden kann.

Weiterhin lautstark von den Fanblöcken angefeuert, startet die dritte und letzte Runde. Nach wenigen Sekunden greift sich Pobivanez im Clinch den Rücken seines Gegners, bekommt ihn von dort aus jedoch nicht zu Boden. Schließlich ist es Cankardesler, der Pobivanez zu Boden nimmt und in dessen Halfguard arbeitet. Pobivanez setzt erneut zum Triangle Choke an, aus dem Cankardesler sich allerdings per Slam befreien kann und im Anschluss einige Schläge am Boden ins Ziel bringt. "Saiyajin" Pobivanez kontert erneut mit dem Triangle Choke und greift sich im Anschluss ein Bein, was ihm am Ende von dreier knapper Runden den Sieg eingebracht haben könnte.
Sieger durch geteilten Punktentscheid: Eddi Pobivanez

Mick Mokoyoko vs. Alexander Vogt
Weiter geht es im Weltergewicht. Alexander Vogt nutze einen verfehlten Schlag seines Gegners zum Takedown, mit dem er allerdings nicht allzu viel anfangen kann.Der Ringrichter lässt beide aufstehen, kurz darauf landet Mokoyoko jedoch erneut auf dem Rücken, bevor die zwei erneut zurück auf die Beine geholt werden. Vogt landet einige Low-Kicks und dann einen weiteren Takedown. Mokoyoko gelingt es beinahe, zu sweepen, Vogt schnappt sich jedoch einen Arm und zwingt seinen Gegner zur Aufgabe.
Sieger durch Aufgabe (Armbar) nach 4:39 Min. in Runde 1: Alexander Vogt.

Stefan Larisch vs. Tobias Meyer zu Westram
Nach der ersten Pause geht es weiter: Im Catchweight bis 80 Kilo trifft Stefan Larisch auf Tobias Meyer zu Westram. Larisch fängt einen Kick ab und bringt Meyer zu Westram auf die Matte, der jedoch schnell wieder auf die Beine kommt,Kurze Zeit später rennt Larisch direkt in eine Rechte,marschiert aber trotzdem weiter nach vorne. Die beiden liefern sich einige Schlagabtausche, bis es Meyer zu Westram gelingt, Larisch niederzuschlagen. Erneut kann dieser sich jedoch erholen und auf die Beine kommen, setzt selbst zum Takedown an und landet in der Mount, von wo er bis zum Rundenende einige Schläge ins Ziel bringt.

Zum Start der zweiten Runde kassiert Larisch erneut einige Konterschläge, schafft aber wieder den Takedown. Auf dem Boden landet Larisch einige Schläge, Meyer zu Westram verteidigt sich allerdings zunchst gut. Nach einiger Zeit kommen dann aber doch einige harte Schläge durch, bis Meyer zu Westram signalisiert, dass er genug hat.
Sieger durch Aufgabe (Schläge) in Runde 2: Stefan Larisch

Aitek Emadi vs. Dr. Anne Merkt
Im einzigen Frauenkampf des Abends schlagen sich Aitek Emadi und Dr. Anne Merkt von Anfang an Fäuste und Schienbeine um die Ohren, wobei Emadi mit zwei Headkicks punkten kann. Als sich der Kampf auf den Boden verlagert, setzt Emadi zum Guillotine Choke an, den Merkt jedoch verteidigen kann.

In Runde zwei gibt es mehr vom gleichen: beide schenken sich im Stand nichts, bis Merkt einen Takedown versucht, sich dann jedoch im Guillotine Choke wiederfindet. Der Choke scheint allerdings nicht allzu tief zu sitzen, und nach einiger Zeit ruft der Ringrichter beide zurück auf die Beine. Merkt geht nach vorne, allerdings trifft Emadi nach wie vor besser, bis sie von Merkt in die Guard gezogen wird, wo Durchgang zwei endet.

Auch in Runde drei attakiert Merkt mit Fäusten und gelegentichen Frontkicks zum Kopf, kommt aber selten durch und wird stattdessen selbst getroffen und schließlich auf den Boden gebracht. Der Kampf wird schließlich, eine knappe Minute vor Schluss, erneut vom Ringrichter auf die Beine geholt, wo beide noch einige Treffer landen.
Siegerin durch Punktentscheid (einstimmig): Aitek Emadi

Jörg Lothmann vs. Roman Kapranov
Im Catchweight bis 80 Kilo kehrt Jörg Lothmann gegen Roman Kapranov in den Ring zurück. Nach einer verhaltenen ersten Minute landen beide auf der Matte, wo sich Lothmann zunächst die Oberlage und dann den Rücken sichern kann, bevor Kapranov sich herausdreht und plötzlich selbst oben ist. Lothmann verteidigt gut, wird jedoch eine Minute vor Rundenende gemounted und kassiert einige Schläge. Einen Armbar kann der "Marshmallow" zwar verteidigen, muss jedoch kurz darauf im Schlaghagel aufgeben.
Sieger durch Aufgabe (Schläge) nach 4.53 in Runde 1: Roman Kapranov

Gary Kono vs. Erdi Karatas
Als nächstes geht es im Leichtgewicht zur Sache: Gary "The Shepherd" Kono trifft auf Erdi "The Pitbull" Karatas. Nachdem beide zunächst vorsichtig agieren, explodiert Karatas mit einem Konter und drängt Kono mit Schlägen, Kicks und Kniestößen in die Ringecke, aus der der "Shepherd" jedoch herauszirkeln kann. Kurz darauf verlagert sich das Duell aus dem Clinch heraus auf den Boden. Karatas arbeitet aus Konos Guard, kann jedoch selten klar durchkommen. Kurz vor Rundenende dreht sich Kono schließlich heraus und landet seinerseits in Karatas' Guard, kann in den verbliebenen zehn Sekunden aber nur noch wenige Schläge anbringen.

In Runde zwei bringt Kono seinen Gegner zu Boden, sichert sich nach einiger Zeit den Rücken und setzt zum Rear Naked Choke an, in dem Karatas abklopfen muss.
Sieger durch Aufgabe (Rear Naked Choke) nach 2:26 Min. in Runde 2: Gary Kono

Finale des Bantamgewichts-Contender-Turniers
Da außer Benedikt Panzer kein Teilnehmer des Turniers antreten konnte, wurde Panzer ohne einen Finalkampf das Recht eingeräumt, als nächstes gegen Respect.FC-Bantamgewichtschampion Stefan Hoss anzutreten.

Sascha Massafra vs. Nick Salchow
Weiter geht es im Halbschwergewicht: Sascha Massafra und Nick Salchow tauschen harte Kicks aus und lassen von Beginn an die Fäuste fliegen. Die ganze Runde über wechseln sich explosive Phasen mit kurzen, relativ ruhigen Erholungspausen ab. Obwohl es zeitweise wirklich nicht danach aussah, überstehen beide die erste Runde.

Als Massafra einige Bomben ins Ziel bringt, verlagert Salchow das Duell zum ersten Mal auf den Boden - Massafra kommt jedoch schnell wieder auf die Beine und die beiden machen dort weiter, wo sie zuvor aufgehört haben. Obwohl die Hände mittlerweile nicht mehr eng am Kinn anliegen, scheinen beide weiterhin ihre ganze Kraft in jeden Schlag zu legen. Mit der Zeit nimmt Massafra das Heft in die Hand - er scheint der etwas frischere Kämpfer zu sein und setzt Salchow zusehends mit Kniestößen aus dem Thai-Clinch zu. Als er das Tempo weiter aufdreht, will Salchow mit einem Takedown kontern, landet allerdings selbst in der Unterlage. Trotzdem verschafft ihm dies eine dringend benötigte Atempause, da er Massafras Offensive neutralisieren kann, indem er ihn an sich heranzieht. Unter tosendem Applaus der Zuschauer endet ein weiterer explosiver Durchgang.

In Runde drei ist das Tempo merklich langsamer, trotzdem landen beide weiter harte Schläge. Gerade, als Massafra gut trifft und eine Menge Fäuste ins Ziel bringt, bringt Salchow einen Takedown und kann sich in die Mount vorarbeiten. Lautstark angefeuert entlädt Salchow seine letzte Energie in furiosem Groundandpound. Massafra schafft es zwischenzeitlich in die Halfguard, muss aber weiter Schläge kassieren, während er aus der Unterlage selbst versucht, Fäuste zu landen. Zwei völlig ausgelaugte Kämpfer werden zunächst vom Publikum gefeiert, bevor der knappe Kampf an die Punktrichter geht, von denen zwei Nick Salchow als Sieger gesehen haben.
Sieger durch geteilten Punktentscheid: Nick Salchow.

Andreas Birgels vs. Farbod Fadami
Der vorletzte Kampf des Abends beginnt. Auch die beiden Mittelgewichte lassen im Stand zunächst die Fetzen fliegen. Nach einer kurzen Unterbrechung wegen eines versehentlichen Tieftrittes von Fadami geht die Action weiter. Beide treffen mit den Fäusten, Fadami darüber hinaus mit Kicks und Birgels mit Kniestößen. Als Fadami sich während eines Schlagabtausches etwas zu weit vornüberbeugt, schnappt Birgels sich dessen Nacken und setzte zum Guillotine Choke an, aus dem Fadami sich allerdings befreien kann.

In Runde zwei attakiert Fadami mit Schwingern, die Birgels jedoch nicht treffen. Stattdessen landet  dieser selbst ein paar harte Hände, bevor der Kampf wegen eines Cuts an Fadamis Ohr kurzzeitig unterbrochen wird. Als es kurz darauf weiter geht, bringen beide weiter abwechselnd Schläge am Kinn des jeweils anderen unter. Birgels allerings scheint langsam die Kontrolle zu übernehmen - zwar muss er immer wieder einige Kicks seines Gegners einstecken, der jedoch deutlich müder wirkt als er selbst und deutlich öfter Fäuste nehmen muss. In der Rundenpause zeigen sich die Einwirkungen dieser Schläge dann sehr deutlich - in Farbod Fadamis Ecke wird entschieden, den Kampf zu beenden.
Sieger durch T.K.o. (Abbruch durch den Ringarzt) nach 5:00 Min. in Runde 2: Andreas Birgels.

Djamil Chan vs. Samir al Mansouri
0:40 Uhr - Zeit für den Hauptkampf des Abends. Zwar verschiebt sich der Beginn des Duells etwas, weil Ringrichter Marco Broersen zunächst Samir al Mansouris etwas zu leidenschaftliche Fans dazu bewegen muss, sich auf ihre Plätze zu setzen, mit etwas Verspätung geht es dann aber doch los. Den gegenseitigen Respekt vor den Fähigkeiten im Stand des jeweils anderen merkt man Djamil Chan und Samir al Mansouri an. Obwohl al Mansouri zunächst mit Einzelaktionen punktet, setzt Chan mit einer imposanten Kombination zu Kopf und Körper den ersten Akzent. Kurz darauf ist es gerade der erfahrene Kickboxer al Mansouri, der den ersten Takedown durchbringt. Als er einige Schläge durchbekommt, setzt Chan zum Armbar an, aus dem der Frankfurter sich jedoch befreien kann. Nach einem Scramble landet Chan schließlich in der Oberlage, wo die letzten dreißig Sekunden lang allerdings nicht mehr allzu viel passiert.

In Runde zwei bringt Chan erneut Haken und Uppercuts ins Ziel und sichert sich einen Takedown. Als es kurz darauf auf den Beinen weitergeht, beginnt al Mansouri, mit Jabs und Lowkicks zu treffen, während Chans Uppercut mehrfach sein Ziel verfehlt. Nach einiger Zeit variiert der MMA Spirit-Kämpfer seine Offensive dann außerdem mit Front- und Headkicks, kassiert dann aber einen harten Konter des Niederländers. In der letzten Minute der Runde verlagert sich der Kampf dann aus dem Clinch heraus auf die Matte, wo Chan in der Oberlage landet. Der Rundengong verhindert aber weitere Offensivaktionen.

Nach zwei ausgeglichenen Runden verläuft der dritte Durchgang zunächst so, wie die vorherigen beiden. Al Mansouri trifft mit Jabs und Frontkicks, wohingegen Chan zwar die Laufwege der beiden bestimmt, tendenziell aber eher auf Kontermöglichkeiten zu warten scheint. Zur Rundenmitte gelingt ihm dann ein weiterer Takedown, mit dem er jedoch wenig anfangen kann. Generell wirken beide mittlerweile etwas passiver, bevor al Mansouri kurz vor Rundenende noch einen Headkick durchbringt, bevor Chan ihn mit zwei harten Händen trifft.

In Runde vier macht Chan mehr Druck, was al Mansouri mit einem Takedown zu kontern versucht. Chan verteidigt jedoch, versenkt auf dem Weg zurück auf die Beine noch einen Kniestoß am Kinn seines Gegners und bringt ihn dann selbst zu Boden. Al Mansouri befreit sich allerdings mit einem Upkick und schafft es zurück auf die Beine. Dort geht es weiterhin recht ausgeglichen zur Sache. Nach einer kurzen Unterbrechung wegen eines versehentlichen Stiches in Chans Auge landet dieser einen sauberen Frontkick zum Kinn, al Mansouri daraufhin jedoch mit 20 Sekunden auf der Uhr einen Takedown. Chan schafft es, direkt vor Ende der Runde, allerdings noch zurück auf die Beine.

Die fünfte und letzte Runde verläuft ähnlich wie die vorherigen. Al Mansouri landet immer wieder Jabs, Chan dagegen trifft ihn hin und wieder mit Haken oder Schwingern und slammt ihn zur Mitte der Runde hin spektakulär auf die Matte. Der Niederländer arbeitet aus der Oberlage, bevor al Mansouri sich befreien kann und unter tosendem Jubel seiner Fans zurück auf die Beine kommt. Obwohl nur noch eine Minute Kmapfzeit in diesem knappen Duell übrig ist, sind beide Kämpfer recht inaktiv, bevor Chan Sekunden vor Schluss einen weiteren Headkick kassiert, dann aber noch einen Takedown durchbringt. Der knappe Kampf geht schließlich an die Punktrichter, die ihn einstimmig an Chan geben.
Sieger durch Punktentscheid (einstimmig): Djamil Chan.