Allgemein

Rany Saadeh: "Die UFC ist definitiv mein Ziel"

Rany Saadeh in seinem ersten Profi-Kampf, bei Respect.6 im Herbst 2011. (Foto: Bas Uterwijk)

Am 14. September wird Rany Saadeh (4-1), wie bereits berichtet, sein Debüt in der britischen Organisation BAMMA geben.  Die "British Association of Mixed Martial Arts" ist eine der größten Veranstaltungsreihen der Insel, auf deren Events regelmäßig bekannte Gesichter aus aller Welt im Käfig zu sehen sind.

Nun will Saadeh es Kämpfern wie Tom Watson, Paul Daley, Colin Fletcher oder Jimi Manuwa gleichtun und sich dort selbst einen Namen machen. Saadeh, ein talentierter, 20-jähriger Fliegengewichtler aus Berlin, der häufig in England trainiert und sich daher selbst als „MMA-Austausschüler“ sieht, wird bei BAMMA 13 in Birmingham auf Danny „Mini Hulk“ Missin (4-1) treffen.

GnP hat sich mit ihm vor seinem großen Kampf unterhalten.

Groundandpound.de: Wie lebt es sich so in England? Erzähl unseren Lesern, in welcher Stadt du bist und wie dein Leben so verläuft.

Rany Saadeh: Zurzeit lebe und trainiere ich noch in Berlin und fliege lediglich zu Trainingscamps und als Sparringspartner nach Liverpool und Manchester. Das Leben dort unterscheidet sich nicht groß von dem hier, jedoch sind die Möglichkeiten für Kämpfer zum Trainieren um einiges besser.

Du hast im letzten GnP-Interview gesagt, dass du Deutschland und dein Team weiterhin in internationalen Kämpfen siegreich vertreten willst. Das ist dir gelungen. Jetzt stehst du vor deinem BAMMA-Debüt. Was geht einem da durch den Kopf?
Ich freue mich einfach riesig, meine Fähigkeiten auf einer so großen Bühne präsentieren zu können. Schon als 12-Jähriger habe ich von solchen Momenten geträumt. BAMMA ist eine der Shows, auf denen ich unbedingt kämpfen wollte. Es ist ein schönes Gefühl, so ein kleines Zwischenziel erreicht zu haben, schließlich investiere ich viel harte Arbeit und Fleiß, um meinen Träumen näher zu kommen.

Wie wichtig ist dir dieser Kampf auf der wohl größten Bühne deiner bisherigen Karriere?
Er ist wie jeder Kampf der Wichtigste, jedoch macht die Bühne selbst ihn nicht dazu. Es ist für mich persönlich wichtig, dass die Zeit und Arbeit, die meine Fähigkeiten verbessert haben, sich in der Leistung widerspiegeln.

Du kämpfst gegen "Mini-Hulk" Danny Missin. Was weißt du über ihn?
Er ist ein netter Typ und fairer Kämpfer. Ich habe ihn in Videos und live kämpfen sehen; er ist ein Allrounder, dessen Stil jedoch noch viele Lücken aufweist.

Rany Saadeh (Foto: Uwe Tersek/YouTe.info)

Gibt es etwas bei ihm, das dir Sorgen bereitet oder ist er ein Gegner wie jeder andere?
Er ist äußerst berechenbar und ich sehe bei Aufmerksamkeit keine Gefahr, der ich ausgesetzt bin.

Wohin bringt dich ein Sieg?
Ich denke ein Sieg wird stärker auf mich aufmerksam machen und mich für weitere große Shows empfehlen. Ich lasse es einfach auf mich zukommen und möchte mich in absehbarer Zeit fest zu den besten Fliegengewichten Europas hocharbeiten.

Steht die UFC als Endziel bei dir im Hinterkopf? Falls ja, wie lange gibst du dir Zeit, um dorthin zu gelangen?
Die UFC ist definitiv ein Ziel, das ich anstrebe und meiner Meinung auch ein realisierbares. Ich glaube, jeder junge Kämpfer, der es etwas ernster meint, lügt, wenn er sagt, dass er nicht in die UFC wolle. Ich nehme mir die Zeit, die es braucht, bis ich bereit bin, dort erfolgreich zu sein. Wie lange dies ist, kann man nicht beurteilen.

Du kämpfst inzwischen nur noch in England. Sehen wir dich irgendwann noch einmal in Deutschland antreten?
Ich würde gerne noch einmal in Deutschland kämpfen und bin Angeboten nicht abgeneigt.

Gib uns deine Prognose: Wie geht der Kampf am 14. September aus?
Es kommt, wie es kommen muss, doch ich plane Großes.