MMA

Rampage und Maldonado im Interview vor UFC 186

"Rampage" Jackson und Fabio Maldonado wollen die Arena zum Kochen bringen (Foto: Florian Sädler/GNP1.de).

Es sah nicht so aus, als wenn es noch passieren würde. Seit Dienstag allerdings ist es offiziell: Quinton „Rampage“ Jackson ist zurück in der UFC. Nachdem Bellator MMA, wo Jackson zuletzt drei Mal gekämpft hat, den Kampf gegen Fabio Maldonado an diesem Samstag gerichtlich verbieten ließ, konnte Jacksons Team den Spieß noch einmal umdrehen. Wir haben uns beim Media Day mit den beiden Kämpfern unterhalten, die am Samstag eine mitreißende Schlacht abliefern wollen.

„Es war auf jeden Fall sehr stressig, aber ich habe einfach weitertrainiert“, so Jackson über die vergangenen Wochen, in denen erst unklar war, ob er tatsächlich kämpfen würde, bevor sein Abzug vom Event dann vermeintliche Gewissheit wurde. „Eine Menge Fans wollten mich zurück in der UFC sehen, deswegen habe ich dafür gekämpft, dass sie mich auch sehen werden.“

Negativ beeinflusst fühlt sich Jackson von all dem Chaos dennoch nicht – mit 46 Profi-Kämpfen in einigen der größten Ligen der Welt hat „Rampage“ die Erfahrung, mit solchen Dingen umzugehen und vertritt obendrein eine Old-School-Einstellung zu seinem Berufsbild: „Ich bin ein Kämpfer, ich würde überall kämpfen und war Teil von jeder großen Organisation in diesem Sport. Komisch fühlt es sich nicht an, weil ich ja noch gar nicht wieder gekämpft habe.“

Vorfreude trifft es vielleicht besser: Am Samstag wird Jackson in Form des Brasilianers Fabio Maldonado auf einen Ex-Boxer treffen, der im Käfig für alles außer Takedowns bekannt ist: „Er ist ein sehr guter Gegner, der immer gern im Stand austeilt und auch einstecken kann. Ich versuche nicht gezielt, solche Gegner zu bekommen, aber in der Vergangenheit hatte ich öfter mal welche, die feige waren und nur versucht haben, sich Runde für Runde auf mich draufzulegen und mich zu kontrollieren.“

„Ich komme aus dem Ringen – ich habe kein Problem mit Ringern, solange sie mehr tun als nur ringen. Guckt euch meinen Kampf gegen Jon Jones an, der hat mich auch auf die Matte gebracht. Da war er aber aktiv mit Groundandpound und hat mich am Ende zur Aufgabe gezwungen. Rashad Evans dagegen hat mich runtergenommen und sich auf mich draufgelegt. Sowas nervt. Das wollen die Fans nicht sehen für ihr Geld.“

Maldonado hat eine ähnliche Einstellung in Sachen fanfreundliche Kämpfe – auch das Hin und Her in der Gegnerfrage hat er daher völlig stoisch hingenommen, denn eine spannende Schlacht wäre der Kampf bei UFC 186 seiner Ansicht nach ohnehin geworden: „Ich habe meine Strategie nicht geändert. Bossé ist ein sehr guter Kämpfer, der Rampage sehr ähnlich ist. Viel hatte ich daher ohnehin nicht geändert.“ Falls er nach diesem Kampf also doch noch gegen den früheren Hockey-Spieler antreten soll, dann hat der „Iron Hilbilly“ damit ebenfalls kein Problem: „Natürlich, wenn die UFC das will. Wenn die UFC mir Bossé gibt, dann kämpfe ich gegen ihn oder gegen jeden anderen, den sie für mich einplanen.“

Trotz dieser Einstellung, das Matchmaking komplett der UFC zu überlassen, hat Maldonado aber natürlich immer noch ein großes Ziel in diesem Sport: „Ich weiß nicht, wie sich dieser Kampf auf die Rangliste auswirken wird. Für meine Karriere ist es aber ein sehr wichtiger Kampf und ich hoffe, eines Tages um den Titel kämpfen zu können.“

„Das ist ein großartiger Kampf für mich, für die Fans und für die UFC. Das ist ein Kampf, den ich schon seit 2003 haben wollte. Wir passen stilistisch perfekt zueinander.“ Könnte es ihm da sogar passieren, dass ihn der Anblick von „Rampage“ im selben Octagon wie er nostalgisch werden lässt? „Ich bin sehr glücklich, dass ich diese Chance bekomme, aber man kann im Käfig keine Emotionen zulassen.“