MMA

Pearson protestiert gegen Punktrichterentscheidung

Ross Pearson (Foto: Elias Stefanescu/Groundandpound.de)

Nach seiner umstrittenen Niederlage gegen Lokalmatador Diego Sanchez bei der 42. UFC Fight Night in Albuquerque, fechten Ross Pearson und sein Team die Entscheidung der Punktrichter nun bei der New Mexico Athletic Commission an.

Wie Pearsons langjähriger Trainingspartner und Betreuer Dean Amasinger am Montag bestätigte, haben Pearson und sein Camp gegen die geteilte Punkrichterentscheidung Protest eingelegt und hoffen nun auf eine Aufhebung oder Korrektur des Urteils.

Punktrichter Marco Rosales sah den Briten mit 30-27 als klaren Gewinner des Kampfes. 13 von 14 Medienvertretern stimmten diesem Urteil zu, der 14. urteilte 29-28, jedoch ebenfalls zugunsten Pearsons.

Die beiden übrigen Offiziellen, Jeff Collins und Chris Tellez, waren jedoch anderer Meinung und sahen Diego Sanchez jeweils mit 30-27 und 29-28 vorne. Dies brachte heftige Empörung von Seiten der Fans mit sich, die bereits Sekunden nach der Verkündung des Ergebnisses in jeglichen sozialen Netzwerken kein Blatt vor den Mund nahmen.

„Ich habe in der Erklärung des Protests ausgeführt, warum wir denken, dass es ein ungerechtes Urteil ist und wie wir die einzelnen Runden beurteilt haben“, so ein fassungsloser Amasinger. „Zwar hat man uns die Zusammenfassung der Punktrichterkarten gezeigt, nicht aber die einzelnen Wertungen, die wir aber eigentlich sehen wollten, da wir davon hörten, dass die Namen versehentlich vertauscht wurden.“

Den gesamten Kampf über war es Ross Pearson, der das Geschehen im Stand nach Belieben bestimmte und in der zweiten Runde sowohl für den einzigen Knock- als auch Takedown der fünfzehnminütigen Auseinandersetzung der beiden Leichtgewichte sorgen konnte. Umso erstaunlicher, dass es für den schlagstarken Engländer, der auch laut der Datenbank „FightMetric“  statistisch in jeder der drei Runden einen Vorteil hatte, am Ende nicht für einen Sieg gereicht haben soll.

Wie durch Dean Amasinger mittlerweile bestätigt werden konnte, nimmt sich die Kommission des Protests an und untersucht damit eine der wohl umstrittensten Punktrichterentscheidungen der letzten Jahre.

Update: Wie UFC-Präsident Dana White mittlerweile bestätigte, bekommt Ross Pearson seine Siegesprämie in Höhe von 30.000 US-Dollar ausbezahlt, obwohl er den Kampf auf dem Papier verloren hat.

„Diego hat den Kampf verloren“, so Dana White in einem Statement auf UFC.com. „Der Punktrichter, der den Kampf 30:27 für Sanchez gewertet hat, hätte nie eine Begegnung dieses Kalibers bewerten dürfen. Er muss zurück zu den Amateuren und ernsthaft lernen, wie man einen Kampf bewertet.“