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One on One mit Rubeyda Korkmaz

Rubeyda Korkmaz auf dem ersten Platz.

Am 24. Januar wird es bei der Debütveranstaltung von German Vale Tudo, „Contenders I“, auch einen Frauenkampf geben. Es werden sich die beiden Stuttgarterinnen Rubyeda Korkmaz (Stallion Cage) und Tanja Hoffmann (Team German Oak) in ihrer schwäbischen Heimat gegenüberstehen. Wir sprachen vor dem bevorstehenden Duell mit Rubeyda Korkmaz.

GroundandPound: Hallo Ruby, es freut mich sehr, dass Du Dir die Zeit für ein kleines Interview nimmst. Stell Dich doch mal zu Beginn ganz kurz vor und sag uns, was Du für einen Background im Kampfsport hast.
Rubeyda Korkmaz: Mein Name ist Rubeyda Korkmaz, ich bin 30 Jahre alt und habe vor dem Kampfsport semiprofessionell Fußball gespielt. Ich trainiere schon seit einigen Jahren das Weng Chun Kung Fu von Großmeister Andreas Hoffmann, das eine super Grundlage für den Standup im MMA ist. Dann habe ich später mit dem BJJ von GM Flavio Behring angefangen und konnte schon einige Erfolge auf internationalen BJJ- und Grappling-Turnieren verbuchen. Seit einem halben Jahr nun trainiere ich zusätzlich bei der neuen Stuttgarter Schule Arte Suave und mit dem Stallion Cage.

Du trainierst in Stuttgart beim Stallion Cage, einer MMA-Mannschaft, die in Deutschland ja einen gehörigen Namen hat. Wie ist es, mit so erfolgreichen Kämpfern wie Alan Omer, Nico Penzer und Robert Westerman zu trainieren?
Das hat natürlich riesen Vorteile! Von diesen tollen Kämpfern kann man unheimlich viel profitieren, weil sie über so viel Erfahrung verfügen. Außerdem bin ich die einzige Frau im MMA-Training und werde schon deshalb immer sehr nett von den Jungs behandelt.

Das ist Dein Debüt im MMA. Wie kommt man als BJJ-Kämpferin auf die Idee, sich im MMA zu versuchen?
Im Grappling und BJJ hat es auf Turnieren immer gut geklappt, und da ich ja im Kung Fu den Standup schon länger trainiert hatte, war ich einfach neugierig darauf, mal beides zu verbinden. Ich bin schon echt gespannt, wie das dann sein wird.

Am 24. Januar kämpfst Du nun gegen die Stuttgarterin Tanja Hoffmann vom Team German Oak. Ein Kampf mit gehöriger Brisanz. Wie siehst Du den Fight?
Ich kenne Tanja vom Training und habe großen Respekt vor ihr und auch vor ihrem Trainer und Team. Es ist schon ein komischer Zufall, dass wir beide in Stuttgart trainieren, aber wenn du MMA kämpfst, dann musst du bereit sein, gegen jede anzutreten, egal, ob sie aus der gleichen Stadt kommt oder nicht.

Wie siehst Du Tanja als Gegnerin und wie stehst Du diesem Kampf gegenüber?
Sie hat auf jeden Fall mehr Erfahrung im MMA als ich, also, ich habe ja gar keine Erfahrung! Aber ich bin ebenfalls eine starke Kämpferin und es wird ganz bestimmt ein enger und spannender Kampf werden, auf den sich die Zuschauer freuen können.

Wie wichtig ist Dir ein Sieg bei diesem Kampf? Du kämpfst ja, genauso wie Tanja, praktisch „vor der Haustür“.
Na ja, es ist mein erster Kampf und da weiß man ja nie, wie man im Ring reagieren wird. Ein Sieg wäre natürlich toll, aber es steht ganz klar für mich im Vordergrund, erst einmal durch den Kampf Erfahrungen im MMA zu sammeln. Und meine Trainer wollen einfach, dass ich technisch gut kämpfe.

Wie bereitest Du Dich momentan auf diesem Fight vor? Hast Du einen speziellen Trainingsplan?
Die Jungs kümmern sich schon um mich! Mit meinem Coach Philipp Hackert übe ich das Standup ein und mit Alan (Omer, Anm.d.Red.), Dominik und Franjo (Artukovic, Anm.d.Red.) den Bodenkampf. Und dann machen wir noch so ein verrücktes Konditions-Zirkeltraining, das einen völlig fertig macht. Aber es ist ja auch für einen ganz besonderen Anlass, man kämpft ja nicht jeden Tag einen MMA-Kampf.

Vielen Dank für Deine Antworten, Ruby. Hast Du vielleicht noch ein paar abschließende Worte?
Kommt alle am 24. Januar nach Stuttgart-Feuerbach und feuert die Kämpferinnen und Kämpfer an, denn das haben die sich alle wirklich verdient!