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One on One mit Astrid Brandt

Astrid Brandt

Am 11. April steigt die Ulmerin Astrid Brandt vom Mekong Gym bei German Vale Tudo "Contenders II" in den Ring. Zuletzt hatte die sportbegeisterte Lehrerin bei der Submissao einen tollen 2. Platz in der Beginners-Klasse erkämpfen können und stand im Rahmen des ersten Kampftages der DGL in Großostheim der starken Alliance-Fighterin Christina Jentsch in einem Superfight gegenüber. Ihr Debüt im MMA-Sport steht nun bevor und wir haben Astrid vorab für ein kurzes Interview gewinnen können.

GroundandPound: Es freut mich, dass Du Dir die Zeit für ein kurzes Interview nimmst. Stell Dich und Deinen Background im Kampfsport unseren Lesern kurz vor.
Astrid Brandt: Mein Name ist Astrid Brandt, ich bin 31 Jahre alt und komme aus Ulm. Beruflich bin ich an einer Privatschule tätig, wo ich die Ganztagsbetreuung und den Sportunterricht leite. Als ich Anfang 2008 nach Ulm zog, habe ich relativ bald im Mekong Box Gym in Neu-Ulm angefangen zu trainieren. Nach 15 Jahren Leistungssport im Volleyball, Sportstudium an der Uni Konstanz, mehrjähriger Tätigkeit im Fitnessstudio, wird deutlich, dass Sport schon immer ein wichtiger Teil in meinem Leben ist. Meine ersten Erfahrungen im Kampfsport konnte ich dann beim VfB Friedrichshafen in der Boxabteilung sammeln. Was das Boxen angeht, erhielt ich dann jedoch eine fundiertere Ausbildung bei Thommy Wiedemann im Mekong Box Gym. Kurze Zeit darauf, so etwa Mai 2008, begann ich das Freefight-Training, angeleitet von Ekrem Mirakaj, regelmäßig zu besuchen. Ich wusste damals nicht wirklich viel über Freefight, dennoch hat es mich sehr motiviert und in mir einen Drang ausgelöst, noch mehr zu trainieren und zu lernen.

Bei "Contenders II" am 11. April gibst Du Dein MMA-Debüt. Wie siehst Du diesen Sport persönlich und wie denkst Du wird er in der Öffentlichkeit verstanden?
Die erste Frage ist nicht leicht zu beantworten, da es viele verschiedene Facetten gibt. Für mich persönlich steht der Sport an sich und wie ich mich selbst dabei entwickle im Vordergrund. Niemand kann nachempfinden, wie man selbst den Sport erlebt oder was man dabei empfindet. Dennoch motiviert dieser Sport mich immer wieder auf eine besondere Weise. Ich denke, wenn ich von meinem Umfeld ausgehe, wissen die wenigsten, was MMA ist.

Wie bereitest Du Dich auf Deinen bevorstehenden Kampf vor? Ändert sich Dein Training in der Wettkampfvorbereitung?
Ich bin es gewohnt, mindestens viermal in der Woche zu trainieren. Mein Körper hat sich daran gewöhnt. Dennoch möchte ich mich bestmöglich für den Wettkampf vorbereiten. Zusätzlich trainiere ich nun beim GTT in Metzingen. Ich denke, die Voraussetzungen für eine optimale Vorbereitung sind dort gegeben, da ich die Erfahrung von Trainer Peter Angerer sehr schätze und tolle Trainingskollegen habe, die regelmäßig an Turnieren teilnehmen.

Letzte Woche hast Du einen Superfight im Grappling bei der Deutschen Grappling Liga gegen die hoch favorisierte Christina Jentsch bestritten. Wie kamst Du dazu, diesen Kampf so kurzfristig anzunehmen und was hast Du aus dem Kampf für Dich gelernt?
Ich habe kurzfristig die Möglichkeit durch Peter Angerer bekommen, weitere Erfahrungen unter Wettkampfbedingungen zu sammeln. Wer meine Gegnerin sein würde, wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht, es hätte aber nichts an meiner Entscheidung geändert. Ich hatte sie an zwei Turnieren, IDM und Submissao, erfolgreich kämpfen sehen. Der Sport, vor allem der Trainingsalltag, wird vorwiegend vom männlichen Geschlecht geprägt. Von daher ist es für mich persönlich interessant, auch andere Damen beim Kämpfen zu erleben. Ich verliere ungern und werde weiter an mir arbeiten und meine Fähigkeiten weiterentwickeln.

Wie stehst Du den Amateurregeln des Shooto, die bei German Vale Tudo angewandt werden, gegenüber? Findest Du sie nützlich oder eher hinderlich?

Ich halte das Amateurregelwerk bei Shooto für den Einstieg ins MMA für am besten geeignet von allen, völlig unabhängig davon, ob ein Kämpfer oder eine Kämpferin schon davor Wettkampferfahrung in anderen Vollkontakt-Kampfsportarten, im Ring oder auf der Matte sammeln konnte.

Ich danke Dir für dieses kurze Interview und wünsche Dir für Deinen bevorstehenden Kampf in Stuttgart am 11. April alles Gute.