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Nick Newell wird sein Titel entzogen

Nick "Notorious" Newell gewann vier Mal im XFC-Käfig (Foto: TJ Alcock/Xtreme Fighting Championships).

Bisher war es eine wahr gewordene Rocky-Story: Nick Newell (9-0), der noch vor der Geburt die untere Hälfte seines linken Armes verlor, sollte eigentlich gar nicht für XFC oder irgendeine andere, größere MMA-Organisation kämpfen. Wahr gemacht hat der 27-Jährige seinen Traum trotz aller Widrigkeiten, als er im Dezember 2012  mit einem Aufgabe-Sieg in Runde eins gegen Eric Reynolds den XFC-Leichtgewichtstitel gewann und damit für eine waschechte Sensation sorgte. Nun könnte ihm eine erste Kontroverse bevorstehen.

Dem Anschein nach sollte Newell im Zuge seiner ersten Titelverteidigung am 14.6. auf den ungeschlagenen Scott Holtzman (4-0) treffen. Dieser Kampf schien Newell allerdings nicht so recht zu gefallen, er hat seinen Fokus inzwischen auf höhere Ziele gerichtet: „Seit er Eric Reynolds geschlagen hat, will Nick gegen UFC-Kämpfer antreten und hat von Dana White mehr oder weniger gefordert, in der UFC aufgenommen zu werden“, so XFC-Präsident John Prisco im Gespräch mit unseren Kollegen von MMAJunkie.

Diese großen Pläne habe Newell durch den angekündigten Kampf gegen Holtzman gefährdet gesehen - tatsächlich glaubt Prisco, dass dieser ihm seine erste Niederlage zugefügt und die Chancen auf einen Wechsel in die UFC damit zunichte gemacht hätte: „Er hätte verloren. Nick kann sich nicht verteidigen, wenn jemand wie Scott ihn auf den Boden bringt.“ Und als kleinen Seitenhieb gegen seinen ehemaligen Champion setzte er bei MMAFighting nach: „In meinen Augen wäre dieser Kampf in der ersten Runde vorbei gewesen: Holtzman via Ground and Pound.“

Newell sieht die Lage selbstverständlich etwas anders: „Ich mochte ihre Pläne für mich nicht wirklich und wollte deshalb meinen Vertrag nicht verlängern“, so Newell zur Ausgangssituation des Disputs, der ihn letztendlich seinen Titel kostete. „Jetzt behaupten sie, ich hätte Angst vor dem Kerl, dabei habe ich diesem Kampf nie wirklich zugestimmt.“

Damit steht wohl ganz klassisch Aussage gegen Aussage – ein vermeintliches Problem, das Prisco und Newell mit pragmatischen Methoden beendet haben, bevor es überhaupt zu einer größeren Diskussion kommen konnte: „Wenn ein Kämpfer mir vorschreiben will, gegen wen er kämpfen wird, dann kann gerne gehen und für jemand anderen in den Käfig steigen.“

Gesagt, getan.