MMA

Neue Mediendebatte gegen UFC in Deutschland

UFC bald nicht mehr in Deutschland?

Weitere Tiefschläge stehen der deutsche MMA-Gemeinde bevor und speziell der UFC. Die Süddeutsche Zeitung, die größte überregionale Abonnement-Tageszeitung Deutschlands, veröffentlichte erneut einen brisanten Artikel über den MMA-Sport, der gehörig für Furore sorgte.

Es ist ein willkommenes Futter für Anti-Gewalt-Sportfreunde, Box-Only-Fans und MMA-Hasser. Die Süddeutsche berichtete diese Woche darüber, dass die Kommission für Jugendschutz (KJM) für die Medientage München an einem Panel zu dem Thema "Wenn Sport nahezu Mord gleicht - Käfigkämpfe, eine Angelegenheit um Minderjährige zu schützen?" arbeitet. Stattfinden soll es am 14. Oktober.

Die UFC ist über dieses Vorhaben erbost, da ihr das Recht entzogen wird, sich vor Ort zu äußern oder gar zu verteidigen. Dazu ginge es angeblich nicht um die sportlichen Aspekte, sondern um potentielle Probleme Jugendlicher, die sich von Gewaltvideos (und sicherlich von vielen anderen Reizüberflutungen) zu Untaten verleiten lassen. Alle Probleme, die unsere Gesellschaft erleidet, werden scheinbar auf das Sorgenkind MMA geschoben. Wenn es fernliegt, soziale Missstände, soziale Ausgrenzung, fehlende Erziehung und Bildung als Probleme anzusprechen, wird der Schuldtragende "Computerspiele/Gewaltspiele" oder eben neuerdings "Kampfsport", wie in diesem Fall die UFC, als Sündenbock gewählt.

Der europäische Kopf der UFC, Marshall Zelaznik, sendete einen Brief an den KJM-Vorsitzenden und Medientage-Organisator Wolf-Dieter Ring, in dem er sich über den leicht entzündlichen Artikel und über die Unfähigkeit, Gegenargumente zu bringen, beschwerte. Die Medienaufseher seien laut Zelaznik nur "an der Vermittlung der eigenen Sichtweisen interessiert". Immerhin wurde mit Oliver Copp, dem deutschen UFC-Kommentator und Chefredakteur von Fighters Only, ein Vertreter des MMA-Sport eingeladen. Man darf gespannt sein, wie sich diese Geschichte noch entwickeln wird.