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Matt Brown: "Frauen haben keine K.o.-Power"

Matt Brown hat mit seinem Podcast für einige Kontroverse gesorgt (Foto: Zuffa LLC).

UFC-Weltergewicht Matt Brown (18-11) äußerte sich vor wenigen Tagen in seiner Podcast-Sendung negativ über das Frauen-MMA. Der 33-Jährige sprach davon, dass Frauen keine K.o.-Power besäßen und machte zudem sexistische Anspielungen. Die provokante Episode seines Podcasts namens „Legit Man Shit“ wurde inzwischen offline genommen, nachdem Brown für seine radikalen Aussagen harte Kritik in den sozialen Netzwerken erntete.

„Ich habe mich immer gefragt, warum sie Frauen in die UFC geholt haben,“ so Brown in seinem Internet-Podcast. „Wenn ich 60 Dollar für einen Pay-Per-View zahlen soll, in dem Frauen kämpfen, dann sollten sie wenigstens oberkörperfrei antreten. Außerdem, wie viele Knocko-uts habt ihr in WMMA-Kämpfen schon gesehen? Sie haben weder den Körper dafür noch die Kraft. Wenn du im Frauen-MMA kein guter Grappler bist, bleibst du hinter den anderen zurück. Es ist ähnlich wie die Jungs im Fliegengewicht (56kg). Die sind einfach nicht für Knock-outs gebaut.“

Auch sein Arbeitgeber, die UFC, meldete sich diesbezüglich zu Wort und war offenbar gar nicht begeistert von den Worten des Veteranen.

„Matt Brown hat sich für die Kommentare in seinem Podcast entschuldigt“, so das offizielle Statement der weltweit größten MMA-Organisation. „Die UFC teilt Browns Meinung in keinster Weise. Wir haben die Angelegenheit mit ihm besprochen. In der UFC ist kein Platz für Diskriminierung jeglicher Art. Unser Fundament ist auf Respekt aufgebaut, davon abweichende Meinungen sind nicht akzeptabel.“

Für den Kämpfer aus Cincinnati, Ohio, hagelte es zudem Kritik aus anderen Organisationen, wie der World Series of Fighting.

„Die Worte, die Brown von sich gegeben hat, ekeln mich an“, so WSOF-Präsident Ray Sefo in einer Telefonkonferenz zu WSOF 8. „Ich denke, jede Person sollte weibliche Athletinnen respektieren, denn sie sind sehr talentiert und geben immer alles. Sie bringen das nötige Feuer mit in den Ring. Es regt mich auf, wenn Leute so dumme Behauptungen von sich geben.“

Auch WSOF-Kämpferin Alida Gray (4-0), die ihrerseits für einen knallharten K.o.-Sieg bekannt ist und in wenigen Wochen gegen Jessica Aguilar (16-4) um den Titel kämpfen wird (GnP berichtete), meldete sich zu Wort: „Wir sind Kämpferinnen, wir sind Athletinnen. Genau wie in allen anderen Sportarten arbeiten wir hart, um etwas zu erreichen.“

WSOF-Matchmaker Ali Abdel-Aziz dazu: “Ich denke, wenn Alida ihm eine verpassen würde, würde auch Matt Brown K.o. gehen.”

Während UFC-Bantamgewichtschampioness Ronda Rousey lediglich mit „Moment mal, wer ist denn Matt Brown?“ konterte.

Brown konnte im vergangenen Jahr Jordan Mein und Mike Pyle K.o. schlagen und ist seit sechs Kämpfen unbesiegt. Es bleibt abzuwarten, ob er mit weiteren disziplinarischen Maßnahmen von Seiten seines Arbeitgebers rechnen muss. Jedoch bestätigten unsere Kollegen von FOX Sports, dass Brown für eine zweiwöchige Übersee-Tour bei US-Army-Soldaten eingeplant ist.

„Ich habe mit der UFC über dieses Thema gesprochen“, so Brown. „Ich weiß, dass ich mich als professioneller Athlet zu benehmen habe und werde von nun an meine Taten und Worte überdenken.“