MMA

Makovsky: „Perfekter Zeitpunkt, um gegen Dodson zu kämpfen“

Zach Makovsky und John Dodson mit guter Laune vor ihrem Kampf (Foto: Facebook).

In einer Gewichtsklasse, die seit langem nach verdienten Titelherausforderern für ihren dominanten Champion lechzt, ist Zach Makovsky eines der wenigen neuen Gesichter mit Potential nach oben, die noch nicht gegen Demetrious Johnson angetreten sind. Nach einer langen Karriere im Ringen und einem vielversprechenden Start in den Mixed Martial Arts, der den Bellator-Bantamgewichtsgürtel beinhaltet, wird „Fun Size“ nun im größten Kampf seiner Karriere auf John Dodson treffen – vielleicht den gefährlichsten Kämpfer im UFC-Fliegengewicht. Der Lohn allerdings rechtfertigt das Risiko allemal, denn nächsten Samstag könnte in der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas eine Chance auf den Titel auf dem Spiel stehen.

Wir haben uns im Vorfeld mit Makovsky unterhalten:

Zach, du wirst am 23. Mai bei UFC 187 auf John Dodson treffen, aber lass uns ein paar Jahrzehnte früher beginnen: Du hast deine Kampfsport-Karriere mit sechs Jahren als Ringer begonnen. Wie bist du von dort aus zum MMA gekommen?
„Ich habe mit dem Ringen angefangen, weil ich zu klein für Basketball war. Nein, ich habe das Ringen einfach von Anfang an geliebt. Ich habe es die ganze High School über gemacht und später auf dem College – ich war aber kein Olympia-Material, nicht auf einem super hohen Level, und deswegen gab es für mich keine wirkliche Möglichkeit, nach dem College weiter wettkampfmäßig zu ringen. Zu dieser Zeit hatte ich schon ein bisschen Mixed Martial Arts geschaut, ein paar der frühren UFC- und Pride-Events. Es gibt da ein Gym in Philadelphia, die Philadelphia Fight Factory, da bin ich dann einfach hingegangen, habe trainiert, habe es geliebt, habe mich entschieden, einen Kampf anzunehmen und so ist es dann einfach weitergegangen.“

Was hat dich am MMA so fasziniert, dass du dich völlig darauf fokussiert hast? Waren es die gleichen Dinge, die dich beim Ringen gehalten haben, oder etwas völlig anderes?
“Es hat mich auf eine ähnliche Weise fasziniert, aber MMA war für mich noch ein Stück weit fesselnder als das Ringen, weil du hier durch das Regelwerk einfach viel mehr Freiheiten hast. Das hat es für mich ein bisschen interessanter gemacht.“

Wie würdest du deinen Kampfstil für jemanden beschreiben, der dich noch nie Kämpfen gesehen hat?
“Ringen ist natürlich die Grundlage meines Stils, aber ich versuche, als Kämpfer so komplett wie möglich zu sein. Ich versuche, meinen Kampfstil an denjenigen anzupassen, gegen den ich kämpfe. Aber Ringen ist die Disziplin, die ich am längsten trainiert habe und in der ich am besten bin, von daher kann ich immer darauf zurückfallen.“

Versuchst du dann, Strategien für deine Kämpfe auszuarbeiten, oder gehst du mit der Mentalität ins Octagon, dass du dank dieser Ringer-Basis ohnehin in der Situation bestimmen kannst, wo sich der Kampf abspielt?
“Ich habe mir schon immer Gedanken gemacht, wie ich meine Kämpfe angehen würde, aber am Anfang meiner Karriere war das auf einem völlig anderen Niveau als heutzutage. Jetzt gibt es von jedem meiner Gegner so viel Videomaterial und überhaupt bin ich ein besserer Kämpfer als damals. Ich habe mehr Techniken in  meinem Repertoire, die ich variieren kann. Damals waren die Leute außerdem viel eindimensionaler. Ich habe in vier Kämpfen hintereinander gegen wirklich gute BJJ-Schwarzgurte gekämpft, also habe ich jedes Mal mein Ringen eingesetzt, um ihre Takedowns zu stoppen und sie im Stand zu zermürben. Und das war so ziemlich der volle Umfang meiner Strategie, weil es von diesen Leuten keine Videos gab und ich sowieso nicht die Erfahrung hatte, um die Sache irgendwie anders anzugehen.“

Du trainierst mittlerweile sehr häufig im Tristar Gym unter Firas Zahabi, der sehr großen Wert auf Videoanalyse und individuell auf den jeweiligen Gegner angepasste Strategien und Taktiken legt. Wie würdest du deine Erfahrungen aus deinem Training hier beschreiben?
“Er ist einer der klügsten Köpfe in der Szene und seitdem ich hier rauf komme, machen mich Firas, seine Herangehensweise an den Sport und die Art, wie er alle Puzzleteile verbindet, regelmäßig sprachlos. Es passiert so gut wie nie, dass er mir etwas zeigt und ich mir denke ‚Wow, das sehe ich anders.’ Er ist immer präzise, alles macht Sinn und ist durchdacht. Ich schätze seine Unterstützung wirklich sehr, und das ist einer der Hauptgründe, warum ich immer wieder hier her komme. Das und die vielen anderen guten Leute, mit denen ich hier arbeiten kann. Ich arbeite auch gut mit meinen anderen Trainern zusammen, mit Phil Nurse und Marcelo Garcia, aber Firas ist einfach ein MMA-Coach, er setzt also sozusagen alle Einzelteile zusammen.“

Du rotierst momentan zwischen Philadelphia, New York und Montreal. Kannst du mit dieser Situation gut leben oder planst du, dein Training irgendwann auf einen dieser Orte zu fokussieren?
“Es funktioniert ganz gut so. Ich denke aber tatsächlich darüber nach, hier nach Montreal zu ziehen. Ich denke, dass ich davon profitieren würde, die ganze Zeit hier zu sein, aber wir werden sehen…“

Du warst vor ein paar Jahren Bantamgewichts-Champion bei Bellator, wurdest dann aber sehr kurze Zeit, nachdem du den Gürtel verloren hattest entlassen. Hat dich diese Entscheidung überrascht, nachdem du dort zuvor sechs Kämpfe in Folge gewonnen hattest?
“Ich habe den Titel verloren und den nächsten Kampf dann sehr knapp nach Punkten, und danach haben sie mich vor die Tür gesetzt. Das war definitiv eine Überraschung – niemand will gefeuert werden, das ist kein tolles Gefühl. Aber gleichzeitig habe ich das Potential dieser neuen Situation erkannt. Ich wusste, dass das eine gute Sache sein könnte, und dass mich diese Situation in die UFC bringen könnte. Ich bin eine Gewichtsklasse runtergegangen, habe dort zwei Kämpfe gewonnen und bin dadurch in die UFC gekommen, es hat also am Ende doch alles funktioniert.“

Du hast dann dein Debüt mit sehr wenig Vorbereitungszeit angenommen, gegen Scott Jorgensen, einen gefährlichen Gegner. Du hast ihn letztlich geschlagen, aber hast du vorher zwei Mal überlegt, ob du den Kampf unter diesen Umständen annehmen solltest? Oder war die Chance einfach zu gut, um sie ungenutzt zu lassen?
“Das war drei Wochen nach meinem letzten Kampf und ich habe zehn Tage vor dem Event zugesagt. Ich habe ohnehin nie damit gerechnet, unter perfekten Voraussetzungen in die UFC zu kommen. Ich wusste, dass es so eine Situation sein würde. Und wenn man sich überlegt… Ich meine, niemand nimmt gerne einen Kampf mit zehn Tagen Vorbereitung an, vor allem den Debüt-Kampf in der Liga, in der jeder kämpfen will – aber ich wusste eben, dass es eine solche Situation sein würde, und ich fand, dass die Umstände hier noch ganz akzeptabel waren. Ich hatte gerade erst einen Fünf-Runden-Titelkampf hinter mir, ich war gut in Form, mein Gewicht war gut, ich hatte keine Verletzungen, ich habe mich alles in allem also immer noch ziemlich gut gefühlt und ich habe versucht, das zu meinem Vorteil einzusetzen.“

Hat dir deine Erfahrung als Champion einer anderen großen Organisation in irgendeiner Weise am Anfang deiner UFC-Karriere geholfen? In Sachen Medienarbeit, Nervösität etc.?
“Die berüchtigten Octagon-Flattern habe ich in meinem Debüt nicht gespürt. Ich glaube, meine Erfahrung bei Bellator hat mir geholfen, weil dort viele Dinge ähnlich ablaufen. Du wirst dort ebenfalls ein paar Tage im Voraus eingeflogen, du arbeitest das ganze PR-Zeug ab: Videoaufnahmen, Interviews und so weiter. Das hat mir also schon ein bisschen geholfen. Ansonsten, keine Ahnung, ich habe mich (in der UFC) so gefühlt wie sonst auch immer. In jedem meiner Kämpfe war ich gleich nervös. Ich werde immer nervös, aber das wurde noch nie von der Größe der Bühne beeinflusst. Kämpfen ist wichtig für mich; dass ich zeigen kann, was ich drauf habe und mein Potential abrufen kann. Ich glaube, dass es das ist, was mich nervös macht. Sicherzustellen, dass ich genau das tue.

Du musst (die Nervosität) einfach akzeptieren, sie ist ein Teil des Ganzen. Das ist kein gutes Gefühl, aber ein notwendiges. Ich muss da draußen nervös sein. Es ist nun mal ein Kampf und es ist etwas, das mir wirklich wichtig ist. Etwas, in dem ich gut sein will. Es ist nicht die Aussicht auf körperlichen Schaden oder Verletzungen, die mich nervös macht, es ist einfach… Ich stecke alles, was ich habe hier rein. Ich liebe diesen Sport und ich will meinen Lebensunterhalt damit verdienen. Und das alles steht auf dem Spiel, wenn ich da draußen bin. Also muss ich mich auf das Fokussieren, was ich zu tun habe und alles andere ausblenden.“

Du hast in der UFC bisher drei Mal gewonnen, der einzige Fleck auf deiner weißen Weste ist eine Punktniederlage gegen Jussier Formiga aus dem letzten August. Was ist in diesem Kampf falsch gelaufen?
“Ich glaube wirklich, dass ich auf diesen Kampf sehr gut vorbereitet war. Ich hatte wirklich gute Ideen, wie ich an ihn herangehen würde. Er war in Runde eins ein bisschen schneller als ich erwartet hatte. Es ist nicht einfach, ihn zu stellen, weil er ungern nach vorne geht und ich im Stand eigentlich ein Konter-Kämpfer bin. Das war etwas schwierig, weil ich dadurch Druck nach vorne machen und dabei smart sein musste, um ihm keine Öffnungen zu geben. Ich hatte das Gefühl, dass ich die nötigen Anpassungen gemacht hatte, als die zweite Runde anfing. Ich konnte seine Versuche, in den Clinch zu gehen, timen und seine Takedowns abwehren und im Stand hatte ich die Oberhand. Und dann habe ich einen Wurf versucht, nachdem ich einen seiner Takedowns geblockt hatte. Es gab absolut keinen Grund, diese Technik zu versuchen und diese Szene macht mich verrückt, wenn ich sie jetzt sehe. Ich wusste schon, dass das ein Fehler war, als ich es gemacht habe.

Wenn du einen solchen Wurf versuchst und er nicht funktioniert, dann hat dein Gegner deinen Rücken. Das ist (Formigas) beste Position, und ich wusste das. Ich wusste, dass ich das nicht tun sollte, aber ich habe einfach instinktiv reagiert und dann hatte er meinen Rücken, wo er auch den Rest der Runde geblieben ist. Ich meine, wer weiß, was sonst passiert wäre, aber das hat ihm sicherlich die Position gegeben, in der er am besten ist. In der dritten Runde habe ich dann das gemacht, was ich tun sollte, aber da war es schon zu spät. Ich glaube, dass die zweite Runde so gelaufen wäre wie die dritte, wenn ich nicht diesen Wurf versucht hätte. Es war einfach ein Fehler, den ich gerne ungeschehen machen würde. Ich erzähle den ganzen Jungs, mit denen ich trainiere, den jungen Profis oder Amateur-Kämpfern: Euer Training bestimmt, wie gut ihr seid, aber eure Entscheidungen im Kampf bestimmen, ob ihr gewinnt oder verliert. Du kannst der beste Kämpfer der Welt sein, da raus gehen und schlechte Entscheidungen treffen und du wirst verlieren. Ich sehe mich selbst als jemanden, der im Käfig gute Entscheidungen treffen kann und das war ganz klar keine. Und das stört mich wirklich sehr.“

Hast du im Anschluss an diesen Kampf irgendwelche Änderungen in deinem Training vorgenommen, in Sachen mentales Training, um solche Fehler in deinen zukünftigen Kämpfen zu vermeiden?
“Ja, ich denke, dass es da um tiefgehende Vorbereitung geht. Sicherzustellen, dass du nicht einfach etwas Leichtsinniges tust, weil du nicht weißt, was du sonst machen sollst. Ich habe wahrscheinlich nicht genug Zeit und Wiederholungen investiert, um diese Art von Takedown zu stoppen. Das war eine Position, an der wir hier im Tristar gearbeitet hatten, aber ich war nur zwei Wochen lang hier. Ich habe mich in dieser Position noch nicht völlig wohlgefühlt. Es ist einfach eine Sache der Vorbereitung, der Wiederholungen im Gym – zu verstehen, wie man bestimmte Situationen richtig angeht. Und dann sicherzustellen, dass man genau das tut und diszipliniert genug ist, dem Weg zu folgen, den man für richtig hält.“

Das macht Sinn, allerdings musst du dir als Kämpfer immer den Vorwurf anhören, dass du Ausreden suchst, wenn du Gründe anbringst, warum du einen Kampf verloren hast. Stört dich das, dass du nicht einmal erklären kannst, was zu einer Niederlage geführt haben könnte, ohne von Leuten angefeindet zu werden, die sich die Kämpfe zuhause vom Sofa aus anschauen?
“Ich denke, dass das durch die Detail-Menge in unserem Sport kommt und die Tatsache, dass wir so viel trainieren. Kämpfer sehen eine Menge mehr als der durchschnittliche Fan. Ich sage nicht, dass ich den Kampf gewonnen hätte, wenn das in der zweiten Runde nicht passiert wäre. Wer weiß, was passiert wäre? Vielleicht hätte er mich zehn Sekunden später ausgeknockt, wenn ich den Takedown geblockt und auf Distanz gegangen wäre. Aber es hätte sicherlich den Verlauf des Kampfes geändert. Wer weiß das schon – was aber feststeht ist, dass das ein Fehler war. Und darauf versuche ich mich zu konzentrieren.“

Dein nächster Kampf ist ein sehr wichtiger, gegen John Dodson bei UFC 187 in Las Vegas. Im Hinblick auf die aktuelle Situation im Fliegengewicht und darauf, dass Dodson in seinem ersten Kampf gegen Demetrious Johnson so gut aussah und kurz vor einem Rückkampf stand, bevor er sich am Knie verletzt hat: Glaubst du, dass du mit einem Sieg gegen Dodson als nächstes um den Titel kämpfen wirst?
“Niemand (von der UFC) hat mir das gesagt, aber ich denke, dass das eine ziemlich klare Sache ist. Dodson hätte ohnehin noch einen Titelkampf bekommen, wenn er sich nicht verletzt hätte. Er kommt jetzt von dieser Verletzung zurück, also denke ich, dass das hier ein Kampf um den Status des nächsten Herausforderers ist. Natürlich ist nichts garantiert, aber Dodson steht in den Rankings auf Platz zwei und Demetrious hat den Rest der Jungs bereits geschlagen. Die UFC braucht also einen Herausforderer und ich denke, dass dies der Kampf ist, aus dem der nächste Herausforderer hervorgehen wird.“

Dodson war beinahe ein Jahr lang außen vor, war in der Reha und konnte nicht trainieren, Ringrost könnte in diesem Kampf also eine Rolle spielen. Hoffst du, dass er nach der Verletzung ein bisschen weniger explosiv und gefährlich in diesen Kampf geht oder bist du eher einer von denen, die hoffen, dass sie gegen die beste Version ihres Gegners kämpfen können?
“Ich meine, du willst dich natürlich immer selbst so stark fordern wie möglich, aber ich denke, dass es hier auch auf das Timing ankommt. Das könnte jetzt ein guter Zeitpunkt für mich sein, um gegen ihn zu kämpfen, er kommt nun einmal aus einer einjährigen Pause zurück. Ringrost könnte schon ein Faktor sein, aber, ich meine, wer weiß das schon. Du kannst dich nicht auf solche Sachen verlassen. Er könnte auch zurückkommen und besser als je zuvor sein, schneller und stärker als je zuvor. Ich versuche, mir über so etwas keine Sorgen zu machen, aber es ist definitiv etwas, über das man sich Gedanken machen kann.“

Wie siehst du ihn generell als Gegner? Hast du deine übliche Vorbereitung in irgendeiner Form an seinen unorthodoxen und gefährlichen Kampfstil angepasst?
“Vielleicht. Ich habe versucht, den besten Weg für mich herauszufinden, wie ich ihn angehen und aus meinen Vorteilen Kapital schlagen kann, welche auch immer das sind. Er ist laut Rangliste das zweitbeste Fliegengewicht der Welt, er ist also ein großartiger Kämpfer. Es darf also nicht einfach sein, ihn zu schlagen – es gibt keinen Teil seines Stils, über den ich denke ‚Oh, da werde ich leichtes Spiel haben.’ Er ist überall sehr gut und er könnte der schnellste Kämpfer im ganzen Sport sein. Ich glaube, er und Demetrious stehen in dieser Hinsicht an der Spitze. (Dodson) ist unglaublich explosiv und athletisch und ich glaube, dass er die meiste Schlagkraft in der Gewichtsklasse hat, vor allem in seiner Linken. Wenn er dich damit trifft, dann wird das wehtun. Es ist also eine riesige Herausforderung, aber das soll es auch sein. Auf dem Weg zum Titelkampf bekommst du es nun einmal mit ein paar Biestern zu tun.“

Wie siehst du die Fliegengewichtsklasse im Allgemeinen? Viele Fans finden das Fliegengewicht immer noch langweilig, würdest du also jemals versuchen, den McGregor-Weg zu gehen und potentielle Gegner verbal anzugehen, um Aufmerksamkeit zu generieren?
“Wenn ich etwas über irgendjemanden oder irgendeinen Kampf zu sagen habe, dann werde ich es wahrscheinlich sagen. Ich würde mich da nicht zurückhalten, aber es ist einfach nicht mein Naturell, Dinge aus dem Nichts zu holen, um für Drama zu sorgen. Es ist ziemlich hart für mich, so etwas zu tun, also keine Ahnung. Wir werden sehen, was passiert.“

Stört es dich, dass die Fliegengewichte dieses Image haben? Nicht nur in Sachen Drama außerhalb des Käfigs – viele Fans können sich einfach nicht so sehr für einen Fliegengewichtskampf begeistern wie für einen Schwergewichtskampf.
“Ich weiß nicht; es ist immer noch eine der neueren Gewichtsklassen, aber sie ist sicherlich nicht langweilig. Ich finde, dass es eine der spannendsten Gewichtsklassen überhaupt ist. Das Tempo ist höher, man sieht mehr verschiedene Techniken und allgemein ist das Level höher, in verschiedenen Bereichen. Je höher du gehst, desto weniger Action bekommst du, meiner Meinung nach. Aber schwere Jungs schlagen nun einmal härter, du siehst da also mehr Knockouts. Ich persönlich halte nicht viel von vielen Schwergewichten. Die meisten Schwergewichte, die ich sehe, sind langsam, technisch ein bisschen unsauber und sie werden müde. Es gibt da sicherlich Ausnahmen, aber ich würde einen Fliegengewichtskampf an jedem Tag der Woche vorziehen.

Letzte Frage: Wie bist du zu deinem doch eher ungewöhnlichen Spitznamen gekommen?
„Das war Tara LaRosa – eine Kämpferin, die ich aus Philadelphia kenne. Als sie zum ersten Mal ins Gym gekommen ist, wollte sie nicht alle Namen lernen und hat sich einfach selbst welche ausgedacht. Wir waren ungefähr gleich schwer und haben deshalb viel miteinander trainiert und das war der Name, den sie sich für mich ausgesucht hat. Ich fand den gut, deswegen hab ich einfach gesagt ‚Jap, den nehme ich.’“


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UFC 187’s Zach Makovsky: “It’s not supposed to be easy”
The flyweight contender expects a tough test in John Dodson en route to a title shot.

In a division running notoriously short on veritable challengers for its dominant champion, Zach Makovsky is one of just a few fresh faces with upside that have yet to face flyweight king Demetrious Johnson. After a long career in wrestling and a promising start in Mixed Martial Arts that included winning the Bellator Bantamweight Championship, “Fun Size” is gearing up for the biggest fight of his life opposite one-time title challenger John Dodson, arguably the most dangerous fighter on the UFC’s flyweight roster. The reward, though, is sweet enough to warrant taking a risk like that, as the next shot at the 125 pound title might be up for grabs at Las Vegas’ MGM Grand Garden Arena next Saturday.

We talked to Makovsky about the flyweight’s image, Dodson and more ahead of his big fight:

Zach, you’ll face John Dodson on May 23 at UFC 187 but let’s go back to your roots in the sport first. You’ve started your combat sports career in wrestling at age six. Can you describe a bit how the transition to Mixed Martial Arts came about?
„I started wrestling because I was too short to play Basketball. No, I just loved wrestling right from the start. I took it right through High School and College but I wasn’t Olympic calibre, like super high-level, so in wrestling there was no real place to continue to compete for me. And I was already watching Mixed Martial Arts, some of the early UFC and Pride events that were going on. There is a Gym in Philadelphia, the Philadelphia Fight Factory, that I went to and checked out, started training there, liked it, decided to take a fight and it just kind of kept going.”

What fascinated you so much about MMA that you stuck with it and put all your focus on it? Was it the same things that made wrestling compelling to you or something completely different?
“It fascinated me in similar ways, but MMA to me is probably even more compelling than wrestling, because of how much more free you are with the set of rules that you’re dealing with. It’s a little more interesting.”

How would you describe your fighting style to people who have never seen you fight?
“Wrestling is obviously my base but I try to be as well rounded a fighter as I can. I kind of try to see where my advantages are over who I’m fighting and take advantage of that situation, whatever it is. I try to adjust how I’m fighting depending on who I’m fighting. But wrestling is what I’ve been doing the longest and what I’m the best at, so it’s always kind of there.”

Given that wrestling base, do you like to figure out gameplans and strategies for your fights or did you always go in with the mentality to just see how the fight plays out and then take or keep the fight wherever you feel the most comfortable by using your wrestling?
“I was always thinking about how I would approach a fight even at the start of my career, but that was on a different level compared to now. Now, there is so much footage. Just overall, my skills are better, I have more techniques, so I can play around more with what I’m going to do. Back then, people where much more one-dimensional. Back then, I fought four world-class black belts in a row. So, I kind of used my wrestling to stop their takedowns and outstrike them. And that was pretty much the extent of the gameplan, because there was no footage and I didn’t have the experience to do anything else.”

You’re training a lot at Tristar now under Firas Zahabi, who’s very big on watching tape and figuring out strategies and tactics for specific opponents. What’s your experience with him been like so far?
“He’s one of the smartest minds in the game and ever since I started making trips up here, I’ve really been blown away with Firas and his approach and how he can blend stuff together. It almost never happens that he would show me something and I would be like 'Wow, I don’t really agree with that'. He’s always on point, everything makes sense and is thought out. I really value his thoughts, and that’s the main reason why I come up here, as well as the other great people to work with here. I work together really well with my other coaches, too, like Phil Nurse and Marcelo Garcia, but Firas just is a Mixed Martial Arts coach, so he kind of brings everything together.”

You’re currently rotating between Philadelphia, New York and Montreal for your training. Is that an acceptable status quo for you or are you planning to focus your training on only one of these places eventually?
“It’s good, but I actually am considering moving up here to Montreal. I think it would be beneficial for me to be here all the time, but we’ll see.”

You’ve been the Bellator Bantamweight champion a couple of years back but they released you shortly after you lost the belt. Were you surprised they decided to do that after winning six fights in a row there?
“I lost the title and then I had one more fight, a close split decision loss, and then they released me. It was definitely surprising – nobody wants to be cut or fired, it’s not a good feeling. But at the same time, I saw the silver lining in it. I knew that this was potentially a good thing to happen and that it could lead me to the UFC. I dropped down to flyweight, won two fights and then got to the UFC, so it worked out.”

Your UFC debut came on very short notice against a dangerous opponent in Scott Jorgensen. You beat him, but did you think twice about accepting the fight under these circumstances or was the opportunity just too good to pass on it?
“It was three weeks after my last fight and I took it on ten days notice. I didn’t think I was going to get to the UFC under perfect circumstances. I knew it was going to be a situation like this. And considering – I mean, no one wants to take a fight on ten days notice, especially for your debut in an organization that everybody wants to fight in – but considering that I knew that it was going to be a situation like that, I felt like these circumstances were good. I had just fought a five-round title fight, I was in good shape, my weight was good, I didn’t have any injuries, so I was still feeling pretty good and I tried to take advantage of it.”

Having been the Bellator Champion, do you feel like your experiences from such a prestigious position have helped you in any way at the start of your UFC career, in terms of dealing with media, octagon jitters etc.?
“I didn’t feel any of these infamous jitters in my debut. I think Bellator helped me because a lot of things are similar. They also fly you out a few days ahead of time, you go through their promotional stuff like video shoots and Interviews and stuff like that, so that helped prepare me a little bit. I don’t know, I pretty much felt the same way. Every fight I’ve ever had, I feel the same level of nervousness. I always get nervous, but it’s never changing depending on the stage. Fighting is important to me; that I show what I can do and perform to the best of my ability and I think that’s what I get nervous about. Making sure that I do that.

You just have to accept (the nerves). It’s part of it. It’s not enjoyable, it’s not a good feeling, but it’s necessary. I’m supposed to be nervous in there. It’s a fight and it’s something that I really care about. I want to do well at this. I’m not nervous about getting physically harmed or injured, it’s just like… I’ve put everything into this. It’s what I love to do, it’s what I want to continue to do for my career and it’s all on the line when I’m out there. So I have to focus on what I have to do and block everything else out.”

You’ve won three fights in the UFC so far, the only blemish on your record in the organization is a decision loss against Jussier Formiga last August. What went wrong in that fight?
“I really feel like I was really well prepared for that fight. I had some great ideas about how to approach him. He was a little bit faster in the first round than I thought he was watching him on film. He is hard to engage on, he doesn’t like to engage on you and I’m a counter striker, naturally. It was kind of hard because I had to press forward and engage intelligently to not give him openings. I felt like by the second round I had made the adjustments I needed to. I started timing his clinch entries, I started shutting down his takedowns and I think I was outstriking him. And then in the second round, off of one of the failed takedown attempts he tried, I tried a head throw. There was no reason for me to do that and this drives me crazy when I’m watching it. As soon as I did it I knew it was a mistake.

If you go for a head throw and you miss it, they’re on your back. That’s his best position, and I knew this. I knew I shouldn’t do this but I just reacted on instinct and he got my back where he stayed for the rest of the round. I mean, who knows what would’ve happened, but that certainly gave him the position that he’s best at. The third round, I felt I did what I was supposed to, but it was too little too late. I think the second round would’ve been like the third round if I didn’t go for the head throw. It’s just a mistake in the fight that I wish wouldn’t have happened. I tell all the guys that I train with, young pro’s or amateurs: Your training determines how skilled you are, but the decisions you make in a fight determine whether you win or lose. You can be the most skilled guy in the world and go out there and make bad decisions and you’re going to lose, you know? I pride myself on making good decisions and that was clearly a bad decision. That really bothers me.”

Did you make any adjustments after that fight in terms of mental training or mental preparation to prevent mistakes like that in future fights?
“Yes, I think it’s a matter of in-depth preparation. Making sure you’re not going to do something reckless just because you don’t know what else to do. I probably just didn’t get in the kind of repetitions to stuff this kind of takedown. It was a position that we were working on when I came up here to Tristar but I was only up here for two weeks. I didn’t have full comfort in this position. It’s just matter of preparation, repetitions in the gym, understanding how you want to approach certain situations. And then making sure you do that, being disciplined enough to follow what you believe is the right way to do it.”

That sounds pretty logical, but when a fighter brings up detailed reasons like that about why he lost, he usually gets criticized by fans for making excuses. Does it bother you that you can’t even explain what may have led to a loss without getting blasted online by people who watch the fights from their couches?
“I think that this is what comes with the level of detail in our sport, how much we train. We see a lot more than the average fan does. I’m not saying that I would’ve won the fight if that wouldn’t have happened. Who knows what would’ve happened? Maybe he would’ve knocked me out ten seconds after that if I had stopped the takedown and disengaged. But certainly, it would’ve changed the way the fight would’ve played out. Who knows, but there’s no question that that was a mistake. That’s what I’m trying to focus on.”

Your next fight is a big one, against John Dodson at UFC 187 in Las Vegas. Given the current state of the flyweight division and the fact that Dodson did so well against Demetrious Johnson in their first fight and seemed to be close to a rematch before injuring his knee: Do you think you’ll be fighting for the title if you beat him on May 23?
“No one (from the UFC) said that but I think it’s pretty clear. Dodson was going to get another title shot before he got injured anyway. He’s coming back from his injury, so I feel like this is a number one contender fight. Of course, nothing is guaranteed, but Dodson is the number two guy in the world and Demetrious has beaten the rest of the guys, so they need a contender and I think this is the fight that the next one will come out of.”

He’s been out for nearly a year, rehabbing and not being able to train at full force, so ring rust could be a factor in this fight. Do you hope that he comes in a little less explosive and dangerous after an injury like that or are you the type of guy who always wants to fight the best version of their opponents?
“I mean, of course you want to challenge yourself the most you can. But I think it’s also a matter of timing, too, you know? It’s potentially a good time for me to fight him, he’s coming off of a one-year-layoff. He could experience ring rust, but, I mean, who knows, you can’t count on any of that. He could come back better than ever, faster than ever, stronger than ever. I don’t know, I try not to worry about it but it’s definitely something to think about.”

What’s your take on him as an opponent in general? Did you alter anything in your usual preparation to get used to his unorthodox and dangerous style?
“Potentially. I’ve been trying to figure out what the best avenue for me to approach him is and take advantage on whatever advantage I have over him. He’s the number two guy in the world, so he’s a great fighter. It’s not supposed to be easy, there isn’t one place where I go like 'Oh, it’s going to be easy for me in that aspect of the game'. He’s very good at everything and he could be the fastest guy in the sport. I think him and Demetrious are right there with each other. Incredibly explosive and athletic, I think he has the most power in the division, especially with his left hand. If he hits you with that, he hurts you. So it’s a huge challenge, but, you know, it’s supposed to be. Fighting the number two guy in the world, trying to get to a title shot, you have to beat some studs to get there.”

What do you think about the state of the division in general? People are complaining all the time about flyweight being boring, so would you ever consider going the McGregor route and get more attention through talking?
“If I feel like I have something to say about someone, or a fight or something, I’ll probably say it. I’m not going to hold back, but it’s not in my nature to just make up things to start trouble. It’s very hard for me to do that, so I don’t know. We’ll see, we’ll see what happens.”

Does it bother you that flyweights have this image of being boring? Not only in terms of storylines and drama outside of the cage, but a lot of people just can’t seem to get into a flyweight fight the way they do when two 265-pounders are going at it.
“Well, I don’t know. It’s still one of the newer divisions but I certainly don’t think it’s boring. I think it’s one of the most exciting divisions ever. The pace is higher, you see more techniques and overall there’s more skill in more areas. The heavier you go, the less action you get in my opinion. But bigger guys hit harder, so you get more Knockouts and stuff. I don’t personally enjoy watching many heavyweights. The majority of heavyweights I watch, I think it’s slow, a little sloppy, they get tired. There’s certainly exceptions, but I’d rather watch flyweights fight any day of the week.”

Last question: How did you get your nickname? I mean, “Fun Size” is a rather unique one.
“That was Tara LaRosa, a fighter that I know from Philadephia. When she first came to the gym she didn’t want to learn everyone’s names so she just came up with her own. We were close to the same weight so we would train with each other a lot and that’s the name she gave me. I liked it, so I just went like ‘Yeah, I’ll take it.’”