MMA

Lukasz Sajewski vor UFC Berlin: „Ich bin besser als Nick Hein!"

UFC Krakow hat Lukasz Sajewski noch stärker motiviert. (Foto: Florian Sädler/Groundandpound.de)

Lukasz Sajewski gilt als eines der vielversprechendsten Talente der stetig wachsenden polnischen MMA-Szene. Nachdem er seine ersten dreizehn Profikämpfe überzeugend gewinnen konnte, wurde der „Wookie“ im vergangenen Jahr von der UFC unter Vertrag genommen, hat das Octagon seitdem aber verletzungsbedingt noch nicht betreten. Jetzt hat er endlich wieder ein konkretes Datum vor Augen: Am 20. Juni wird der polnische Senkrechtstarter bei UFC Berlin auf Nick Hein treffen.

Wir haben Sajewski wenige Tage vor UFC Krakow gesprochen, als in dessen Sichtfeld gerade das Octagon für die erste polnische UFC Fight Night aufgebaut wurde. Ob man es glaubt oder nicht: Obwohl es Sajewski bei diesem Anblick in den Fingern juckt und er sich am 20. Juni stattdessen hinter feindliche Linien wagen muss, entspricht dieses Szenario genau dem Geschmack des 24-Jährigen:

„Juni hat mir besser gepasst als April. Außerdem wollte ich eine wirklich harte Herausforderung für mein Debüt, und es wird sehr gut für mich sein, wenn ich da rüber gehe und einen harten Gegner wie Nick Hein in seiner Heimat besiege. Selbst, wenn ich die Wahl zwischen Krakow und Berlin gehabt hätte, hätte ich mich für Berlin entschieden. Die Herausforderung ist größer und es ist auf diese Weise auch einfach aufregender. Ich bin sehr selbstbewusst und ich glaube, dass das ein guter Kampf für mich ist und dass ich ihn überzeugend gewinnen kann.“

Für Sajewski wird sein UFC-Debüt der erste Kampf seit Mai 2014 sein. Gleichzeitig ist es nicht das erste Mal, dass er für so lange Zeit außen vor war. Auch kurz nach dem bisher größten Sieg seiner Karriere, gegen Bellator-Kämpfer Marcin Held, musste Sajewski für dreizehn Monate pausieren, bevor vier weitere Siege in Folge ihm seinen UFC-Vertrag einbrachten. Eine weitere Verletzung ließ jedoch sein für September geplantes Debüt ins Wasser fallen.

Verständlicherweise kann Sajewski es kaum erwarten, endlich wieder in den Käfig zu steigen, und zwar dieses Mal für den Marktführer seines Sports: „Durch die Pause bin ich zehn Mal so bereit wie zuvor. Ich habe mehr Energie und Wut in mir, weil ich immer noch warten muss, und das Ergebnis werdet ihr im Juni sehen. Ich werde einen guten Kampf und eine gute Show abliefern.“

Ein guter Kampf ist tatsächlich nicht allzu unwahrscheinlich, wenn der „Wookie“ am 20. Juni in der Berliner O2 World gegen Nick Hein ins Octagon steigt. Heins eigenes Debüt brachte eben jene Arena bereits im vergangenen Jahr zum Kochen, als er sich vor über 8.000 Zuschauern eine Drei-Runden-Schlacht mit Drew Dober lieferte. Obwohl Sajewski in seinem ersten Kampf also einen heimischen Fan-Favoriten vor den Fäusten haben wird, der darüber hinaus schon zwei Mal für die UFC angetreten ist, macht der Pole sich keine Sorgen über Druck oder Nervosität, die viele UFC-Debütanten heimsuchen:

„Ich hatte nie Probleme mit solchen Dingen. Je größer die Arena, je mehr Menschen zuschauen, desto besser kämpfe ich. Ich hoffe daher, dass die Halle ausverkauft sein wird und die Leute Nick anfeuern. Wenn sie ihn unterstützen, ist das auch gut für mich. Ich komme nur, um zu kämpfen. Um das ganze Drumherum mache ich mir keinen Kopf.“

Aus diesem Grund sollte man im Vorfeld des Duells auch keinen Trashtalk und keine Twitter-Schlammschlacht zwischen den beiden erwarten: „Wir haben Nick nicht herausgefordert, weil er ein schwacher Kämpfer ist. Ich mag es, gefordert zu werden und Nick Hein ist ein harter Gegner und eben eine Herausforderung für mich. Ich bin aber der bessere Kämpfer und ich werde das in Berlin beweisen. Ich habe keinen spezifischen Kampfausgang vor Augen, aber ich bin sicher, dass ich gewinnen werde.“

Seine Vorbereitung wird Sajewski von Anfang bis Ende zuhause bestreiten. Während viele europäische UFC-Kämpfer versuchen, sich auf der anderen Seite des Atlantiks auf das nächste Level zu bringen, ist Sajewski sich sicher, sämtliche nötigen Zutaten für eine perfekte Vorbereitung in seinem direkten Umfeld parat zu haben: „Mein Training wird vollständig in Polen stattfinden. Wir werden viele hochkarätige Sparringspartner herholen, die einen ähnlichen Kampfstil haben wie Nick Hein und ihn imitieren können, um mich gut auf diesen Kampf vorzubereiten. Einer von ihnen ist ein Schwarzgurt und polnischer Meister im Judo.“

Das UFC-Debüt kann also kommen, Lukasz Sajewski ist bereit. Aber wie geht es danach weiter? Heins Gegner der letztjährigen Berliner UFC ist mittlerweile sein Schwager und hat mit ihm Weihnachten gefeiert – können wir davon ausgehen, dass auch Sajewski in irgendeiner Form noch vor Ende des Jahres zur Hein-Familie gehören wird? Vermutlich nicht: „Das ist eine tolle Geschichte, aber meine Pläne mit der Hein-Familie beinhalten ausschließlich Nick.“

Eintrittskarten für UFC Berlin in der O2 World sind ab dem 8. Mai unter www.o2world-berlin.deerhältlich. Zur offiziellen Eventseite auf Facebook gelangt ihr hier.



------------------------------------------------------------------------------------------------



„I wanted to fight Nick Hein at UFC Berlin“: Lukasz Sajewski has the confidence needed to debut in enemy territory!

Lukasz Sajewski is considered to be one of, if not the most promising prospect within the prospering Polish Mixed Martial Arts scene. After impressively winning all of his thirteen pro fights so far, the “Wookie” was signed to the UFC a year ago but hasn’t stepped foot into the Octagon since. Now he finally has his sights set on a date again, as his callout of Nick Hein got him a spot opposite the German at the UFC Berlin event on June 20.

Attending UFC Krakow as a spectator, Sajewski admits that his itch to put on a pair of gloves and throw down grows stronger by the minute while watching the Octagon being set up right next to him. When he actually does enter the cage, though, he will do it in enemy territory and – believe it or not – he prefers that scenario over a fight on his own home soil:

„June fitted me better than April. Also, I wanted to have a really good challenge for my debut and it will be a huge confidence booster for me to go there and beat a tough guy like Nick Hein on his own turf. If I could’ve chosen between fighting him in Krakow and Berlin, I would’ve chosen Berlin. It’s a bigger challenge and a more exciting thing to do. I’m very confident, I think that this is a good matchup for me and that I’ll win in a good fashion.”

Sajewski's UFC debut will mark his first fight since May 2014. He already had to sit out for thirteen months shortly after beating highly touted fellow Pole Marcin Held, though, and managed to stack up four more wins in a hurry after that, securing himself a call-up to the UFC. Another injury scrapped his originally planned debut fight last September, so Sajewski is eager to finally earn the rewards of the hard work he put in to get here: “It makes me ten times more ready. I have more energy and anger in me because I’m waiting and I’ll show that in June. You’ll see a very good fight and a good show from me.”

A good fight, at least, is not too unlikely to happen when he enters the Octagon in Berlin’s O2 World on June 20. Hein’s own debut in the very same arena last year got the more than 8,000 fans on their feet when he engaged in a three-round striking battle with Drew Dober – but even though he faces a local favourite who has two UFC fights under his belt already, Sajewski is confident that the infamous debut jitters will not affect him in any way on fight night:

“I’ve never had problems with things like that. The bigger the arena, the more people watching, the better I’m fighting, so I hope that it’ll be a sell-out and the crowd will support Nick. Good support for him means good fight for me. I’m just coming to fight, I don’t think about what’s going on around the event.”

That’s also why, even though Sajewski specifically wanted to fight Hein, no one should expect trash talk or a Twitter war to ensue going into the bout: “We didn’t call out Nick because he’s a weak fighter. I like challenges, and Nick Hein is a tough opponent and a good challenge. But I’m just the better fighter and I’ll show that in Berlin. There is no specific way that I see myself winning but I’m sure that it’ll end with my hand being raised.”

One thing Sajewski won’t do, though, is to leave home to prepare for his UFC debut. While a lot of European fighters try to sharpen up their game by putting in work across the pond, Sajewski believes that he already has access to all the tools he needs to be perfectly prepared for his shot in the big leagues: “All the training will take place in Poland. We will bring in a lot of high-level sparring partners with a skill set similar to Nick Hein’s so they can imitate him and prepare me well. One of the guys is a Judo black belt and a polish Judo champion.”

The stage is set for Sajewski to enter the spotlight on June 20. What comes after that? Hein’s opponent of last year’s UFC Fight Night in Berlin is now married to his sister and celebrated Christmas with his former foe – can we expect Sajewski in some way to be added to the Hein family by the end of the year as well? Probably not: “That’s a great story, but I only have plans for Nick.”

Tickets for UFC Berlin in the O2 World go on sale to the public on Friday, May 8 at www.o2world-berlin.de.