MMA

Kein Hoelzer Reich in der UFC und WEC

Joe Brammers Einmarsch beim TUF10-Finale

Der Geschäftsleiter der WEC, Reed Harris, gab kürzlich gegenüber Yahoo Sports die Verbannung der kalifornischen Bekleidungsfirma „Hoelzer Reich“ aus sämtlichen UFC und WEC Veranstaltungen bekannt.

Als Jed Colvin und Jamie Vine die Bekleidungsfirma „Hoelzer Reich“ gründeten, wollten sie nach eigener Aussage „coole Kleidung entwerfen, die unsere Herkunft und unsere Liebe zum MMA repräsentiert“. Namensgeber war der Vorfahre Colvins, J. Hoelzer, seines Zeichens preußischer Soldat in den 1870ern. Umstritten ist die Marke aufgrund der Verwendung germanischer Runen, welche teilweise im Nationalsozialismus benutzt wurden, und preußischer Symbole wie dem Eisernen Kreuz.

„Die verwendeten Symbole datieren Jahrhunderte zurück und stellen keinen bestimmten Zeitabschnitt der deutschen Geschichte dar“, so die offizielle Erklärung der Firma, die hinzufügt, „unser Interesse am Eisernen Kreuz und der deutschen Geschichte ist strikt historisch und ahnenforschend.“

Reed Harris gestand der Radiosendung von MMAjunkie.com, sich mit der Marke nicht gut auszukennen: „Ich bin gegen jede Gruppe, welche diese weißen, arischen Dinge porträtiert oder irgendwelche ähnlichen Sachen. Ich weiß nicht unbedingt, ob das Hoelzer Reich betrifft. Mir wurde gesagt, es sei möglich. Falls es stimmt, werde ich das nicht unterstützen. Das ist meine Meinung.“ Das Zitat ist wörtlich widergegeben und kein Produkt von Google-Translate, obwohl sein verwirrtes, wenig sprachgewandtes Statement ähnliches vermuten lassen sollte. „Am Ende des Tages treffen Dana White und Lorenzo (Fertitta) diese Entscheidungen“, so Harris und weiter, „sie hätten wohl auch ohne meinen Beitrag die gleiche Entscheidung getroffen.“

Ein wenig seltsam mutet es an, dass im TUF10-Finale vom vergangenen Wochenende, der ganze Einmarsch des von Hoelzer Reich gesponserten Kämpfers, Joe Brammer, in einem unbedeutenden Kampf gezeigt wurde. Hingegen wurde der Einmarsch vom eigentlichen Hauptkampf, Kimbo gegen Houston Alexander, komplett übersprungen.