MMA

Kampf um die Bachelorette

Die Teilnehmer von "Die Bachelorette". (Foto: RTL)

UFC-Fighter Pascal „Panzer“ Krauss und BJJ-Ass Thomas Buschkamp sind beide Teilnehmer der RTL-Fernsehshow "Die Bachelorette". Beide wollen um Anna Christiana Hofbauer kämpfen. Diesmal nicht im Octagon, im Ring oder auf der Matte, sondern um die wahre Liebe. Ob es ihnen gelingt, den Kampf um die 26-jährige Wahl-Berlinerin, zu gewinnen, kann man auf RTL ab dem 16. Juli verfolgen. Beide gaben Groundandpound.de kurz vor dem Start der Serie ein Interview.

Groundandpound.de: Hallo Thomas, hallo Pascal. Zum ersten Mal sind bei einer deutschen Reality-Show zwei Kampfsportler vertreten. Ihr kennt euch schon lange außerhalb der Show, habt ihr abgesprochen, dass ihr beide daran teilnehmt oder handelt es sich um puren Zufall?
Thomas Buschkamp: Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich zum Casting gefahren bin: Als ich mich an der Rezeption anmeldete, bekam ich einen Lachkrampf als ich Pascal im Warteraum sah. Ich kenne Pascal nun schon seit ca. fünf - sechs Jahren und wir waren schon auf einigen Trainingscamps zusammen. Ich habe der Redaktion erzählt, dass wir die Jungs in Form halten werden. Was gibt es spannenderes als zwei Profikampfsportler in die Show zu stecken? Ich denke, so kann es für den einen oder anderen männlichen Zuschauer auch etwas interessanter werden.

Pascal Krauss: Das war purer Zufall. Ich wurde nach Köln zum Casting eingeladen, bin da durchs Büro geschlendert und auf einmal sehe ich da jemanden, der Thomas verdammt ähnlich sieht. Zuerst dachte ich, das kann ja gar nicht sein, aber dann war er es wirklich...

"Die Bachelorette" ist ein Dating-Show, bei der 20 Teilnehmer um die Gunst einer jungen Dame kämpfen. Was hat euch dazu verleitet daran teilzunehmen?
Buschkamp: Für mich war es einfach ein super spannendes Abenteuer. Training, Sonne und eine tolle Frau kennen lernen. Eventuell sollte ich die Reihenfolge ändern (lacht). Anfangs war ich mir ziemlich unsicher, ob ich teilnehmen sollte und ich hoffe, dass ich mit meiner Teilnahme unseren Sport in ein gutes Licht rücken konnte.

Krauss: Bei mir kam der Kontakt durch mein Management zustande und bevor ich eigentlich genau wusste was abgeht, war ich beim Casting. Als dann klar wurde, dass die mich dabei haben wollen, habe ich angefangen mir Gedanken zu machen. Habe ich Lust darauf? Komm ich dabei zu trashig rüber? Bin ich dann der Rosenpanzer?(lacht).

Pascal, in der UFC hast du dir durch deinen sehr unterhaltsamen Kampfstil einen Namen gemacht, die Fans kennen dich als extrem zähen Fighter. Was, glaubst du, werden deine Fans von deinem Auftritt bei dieser Show halten?
Krauss: Sehr gute Frage, die ich dir gar nicht beantworten kann. Ich kann dir nur sagen, wie ich die ganze Sache sehe. Unter anderem konnte ich durch eine langwierige Nackenverletzung bei der UFC-Veranstaltung in Berlin nicht teilnehmen, was eine ziemlich bittere Pille für mich zum Schlucken war! Zudem bin ich ja ein Typ der extrem neugierig ist und immer neues ausprobieren will. Vor der Kamera trainieren, schlafen, essen und einem Mädel paar Sprüche um die Ohren hauen, beschreibt ja eigentlich meinen ganz normalen Tagesablauf (lacht), dann wusste ich ein Trainingspartner ist auch mit dabei. Das alles führte zu der Entscheidung mitzumachen. Einer völlig neuen Zielgruppe wird durch uns der Sport näher gebracht.

Thomas, du weißt was es heißt, vor Publikum zu kämpfen, bei "Die Bachelorette" wird man allerdings 24/7 von einem Kamerateam begleitet. Wie bist du mit dieser ungewohnten Situation zurechtgekommen, dass jeder deiner Schritte von einem Millionenpublikum beobachtet werden kann?
Buschkamp: Ich bin schon hier und dort mal vor der Kamera gestanden, aber anfangs war es schon sehr komisch, den ganzen lieben langen Tag gefilmt zu werden. Man geht in die Küche und macht sich ein Sandwich und wird dabei gefilmt, ich steig aufs Laufband und neben dir steht ein Kamerateam. Nach einer Weile hat das aber nicht wirklich mehr gestört und man hat die Kameraleute gar nicht mehr beobachtet.

Von Reality-Shows kennt man, dass es schnell zu Streitigkeiten kommen kann, wenn viele Frauen auf einem Haufen sind. War das bei euch Männern auch so?
Buschkamp: Die Atmosphäre war zum Großteil entspannt, wir haben uns alle super verstanden. Klar gab es hier und dort mal kleinere Missverständnisse, aber so ist es nun mal wenn man 24/7 aufeinander hängt. Es war wie eine Klassenfahrt für Erwachsene.

Krauss: Ich habe mir das selbst noch nie angeschaut und kenne es nur vom Hörensagen. Bei uns war alles entspannt. Waren ein paar richtig lustige Typen dabei.

Pascal, du bist durch den Sport sehr häufig unterwegs, viel Freizeit bleibt da bestimmt nicht. Ist es überhaupt möglich, als aktiver UFC-Kämpfer eine langfristige Beziehung zu führen?
Krauss: Klar, mein Leben und Alltag sind nicht ganz gewöhnlich, vor allem da ich ja meinen Wohnsitz in den Staaten habe. Aber wenn Man(n) will, kann man bestimmt eine langfristige Beziehung führen.

Thomas, du bist bekannt dafür, einen Großteil deiner Zeit mit deinen beiden jüngeren Brüdern Martin und Matthäus zu verbringen, ob das nun Training, Wettkampf oder Freizeit ist. Muss deine Traumfrau auch das Merkmal des „Familienmenschen“ besitzen und welche Eigenschaften sollte sie sonst noch mit sich bringen?
Buschkamp: Ja, meine Traumfrau sollte unbedingt ein Familienmensch sein. Außerdem sollte sie damit klar kommen, dass ich zweimal am Tag trainiere, an Wochenenden auf Turnieren bin und auch öfters mal für ein paar Woche im Ausland an Trainingscamps teilnehme. Kurz gesagt: Sie braucht Nerven aus Stahl!

Welches Fazit zieht ihr aus der Show? War es das erste und letzte Mal, dass wir euch in derartiger Form zu sehen bekommen?
Buschkamp: Das Fazit werde ich erst ziehen können, wenn alles vorbei ist. Ich bin froh, dass ich teil dieser Show bin, da ich mich viel mit mir selber auseinander setzen musste und es mich persönlich weitergebracht hat. Ich schließe es nicht aus, wieder an so einem Programm teilzunehmen. Vielleicht nichts mehr mit Dating. Dschungel wäre cool, ich bin ja mit meinen beiden Geschwistern schon mehr oder weniger mit dem Gesetz des Dschungels aufgewachsen (lacht).

Krauss: War eine lustige Sache. Ob ich jetzt noch mal genau so etwas machen muss, weiß ich nicht, aber so Fernsehen und Kino allgemein habe ich schon Bock drauf.

Gibt es noch irgendwas besonderes, was ihr für das Kalenderjahr 2014 geplant habt?
Buschkamp: Ich habe ja vorletztes Wochenende nach sieben Jahren endlich meinen Braungurt im BJJ bekommen, nun ist mein Ziel in der Brown Belt Division Furcht und Schrecken in der Szene auslösen. Des Weiteren habe ich schon ein paar weitere TV-Projekte die in Planung sind, das heißt: Ihr könnt gespannt bleiben!

Krauss: Einiges! Hoffentlich kämpfe ich demnächst wieder. Peter Sobotta und ich habe eine Online-Trainingsplattform, die "MMA Uni" geplant, die noch dieses Jahr kommen soll. Mein MMA/BJJ-Trainingsprogramm im Fightclub Freiburg wird immer größer und dazu kommt demnächst auch noch ein "FitLikeAFighter"-Programm für Fitness-orientierte Menschen. Und ein bis zwei weitere Projekte sind in Planung.