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"Kämpfer sind emotionale Menschen"

Benson Henderson (11-1) ist seit seinem Submission-Sieg über Jamie Varner vor zwei Wochen der neue WEC Champion im Leichtgewicht. Über den Titelgewinn sprach er mit Lotfi Sariahmed von Sherdog.com.

Sherdog: Wie sah dein Plan gegen Varner aus?

Henderson: In der ersten Runde wollten wir ihn einfach müde machen und ein Gefühl für seinen Rhythmus bekommen. Die erste Runde hat er jedoch kontrolliert. Die zweite Runde ist dann nach Plan verlaufen und schließlich konnte ich die Submission (Guillotine-Choke) in der Dritten landen.

Wie hat sich der Titelgewinn auf dein Gym, MMA-Lab, ausgewirkt?

Es kommen mehr Leute vorbei, um sich unser Training anzuschauen. Ich bin ein großer Anhänger unseres Systems. Viele Kämpfer gehen in der Kampfvorbereitung von Camp zu Camp und trainieren dort ein paar Wochen. Wir bleiben zusammen und sind somit besser aufeinander abgestimmt.

Nach dem Kampf sagte Varner, er sei zum Kämpfen gekommen und du zum Grappling. Was hältst du davon?

Ich habe kein Problem mit seiner Aussage. Kämpfer sind emotionale Personen. Man sollte sie 5-10 Minuten nach dem Kampf in Ruhe lassen, denn du bist entweder der glücklichste oder der traurigste Mensch in der Halle. Die Aussagen direkt nach Kampfende sollte man dir also nicht übel nehmen.

Obwohl du jetzt der Champion bist, stellt die WEC die Rivalität zwischen Varner und Cerrone in den Vordergrund. Stört dich das?

Nein, das ist gut für die Vermarktung der WEC. Was immer gut ist für die WEC, ist gut für mich. Außerdem bin ich in erster Linie ein MMA-Fan und mag die beiden Kämpfer. Ich freue mich also darauf und hoffe den Kampf vor Ort sehen zu können. Solange ich gewinne, läuft der Rest von allein. Da muss ich mir keine Sorgen machen.