MMA

Junior dos Santos: „Kampf gegen Overeem wäre interessant!“

Junior Dos Santos (Foto: Tobias Bunnenberg/Groundandpound.de)

Seinen letzten Auftritt im Octagon hatte Junior dos Santos im Hauptkampf von UFC on FOX 13 im Dezember des vergangenen Jahres, wo er seinen Gegenüber, den Kroaten Stipe Miocic, in einer wahren Schlacht nach Punkten besiegen konnte. Seitdem laboriert der einstige Schwergewichtschampion an einer Knieverletzung, die ihn voraussichtlich noch bis Juli außer Gefecht setzen wird. Angesprochen auf einen möglichen Gegner für seine Rückkehr, fällt der Name eines alten Bekannten – nämlich Alistair Overeem. Nach Aussagen des Brasilianers könnte das Duell der beiden Schwergewichte im zweiten Anlauf realisiert werden.

„Das wäre ein interessanter Kampf und falls die UFC das genau so sieht, wird er auch stattfinden“, äußerte sich dos Santos vielversprechend. „Er (Overeem) macht einen guten Job und konnte zweimal am Stück gewinnen, nachdem er zuvor scheinbar nicht ganz bei der Sache war. Letztlich ist es mir aber egal, gegen wen ich kämpfe. Ich möchte einfach wieder ins Octagon steigen und mein Ziel – den Schwergewichtstitel – auch weiterhin verfolgen.

Alistair Overeem, dessen auffällige Testosteronwerte im Vorfeld zu UFC 146 zur Absage des damals geplanten Titelduells und zu einer persönlichen Kampfsperre von neun Monaten führten, wirkte von der Idee gegen den schlagstarken Brasilianer anzutreten derweil noch nicht sonderlich angetan. Dass ihm der einstige K-1-World Grand-Prix-Gewinner meiden möchte, daran glaubt dos Santos allerdings nicht.

„Ich denke nicht, dass er mir aus dem Weg gehen will. Er ist ein großartiger Athlet, der in seiner Karriere schon so viele Titel errungen hat. Uns Kämpfer interessiert es nicht, gegen wen wir antreten. Wir haben keine Angst. Seit er bei Greg Jackson trainiert, ist er weniger muskulös, setzt mehr auf Geschwindigkeit und hat sich seitdem stark verbessert präsentiert.“

„Cigano“ selbst trainiert nach wie vor bei Nova Uniao in Brasilien und schloss es lange Zeit aus, sein Heimatland zugunsten eines möglicherweise besseren Trainingscamps zu verlassen. Mittlerweile kann er sich einen Tapetenwechsel nach eigener Aussage jedoch durchaus vorstellen – zumindest zeitweise.

„Ich habe viele Freunde im 'American Top Team'. Neben Antônio Carlos, der wie ein Bruder für mich ist, trainieren dort auch 'Bigfoot', Roan Carneiro, mein Jiu-Jitsu-Trainer Yuri Carlton und Steve Mocco, der eine Maschine im Ringen ist. Ich möchte mein Training in Zukunft variabler gestalten. Als ich in der Vergangenheit ein paar Mal mit 'Big No'“ in San Diego war, haben mir die Aufenthalte schon sehr geholfen. Falls es sich mit meinem Camp vereinbaren lässt, wäre es klasse, dorthin zurückzukehren.“

Wie es für den ehemaligen Schwergewichtschampion nach dessen Knieverletzung tatsächlich weitergeht, steht allerdings noch in den Sternen.