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"Ich will gegen Fedor kämpfen!"

Alistair Overeem

Der aktuelle Strikeforce Schwergewichtschampion Alistair Overeem hat den Imperator herausgefordert: "Ich will gegen Fedor kämpfen. Gebt mir einen Kampf mit Fedor. Fedor, kämpfe gegen mich." Das waren Overeems Worte nach seiner Titelverteidigung gegen Brett Rogers, den er am Samstag schon in der ersten Runde schlagen konnte.

Nach knapp zweieinhalb Jahren Abstinenz kehrte Overeem zur kalifornischen Promotion zurück und lieferte eine überzeugende Vorstellung. Es war ein kurzer Einsatz für den Holländer, der nach einigen starken Lowkicks, gepaart mit Schlagkombinationen die Kontrolle im Käfig hatte und Rogers schließlich auf den Boden bringen konnte. Dort wechselte er problemlos aus der offenen Guard in die Side Control und schlug daraufhin mit massiven Faustschlägen auf den überforderten und hilflosen Rogers ein. John McCarthy musste eingreifen und das Match beenden, bevor Rogers ernste Verletzungen davontragen würde.

Overeem wurde in den letzten Jahren vermehrt vorgeworfen, Steroide zu konsumieren, was bei seiner athletischen Optik nachvollziehbar ist. Desweiteren wird vermutet, dass er deshalb bevorzugt in Japan kämpft, da dort nicht ernsthaft getestet wird. Dieser Frage stellte sich der Holländer auf der Pressekonferenz nach dem Strikeforce-Event.

"Es war mir schon klar, dass es solche Spekulationen geben würde, aber es war nur eine Frage der Zeit bis ich wieder in den Staaten kämpfe. Nun habe ich es getan und musste mich, wie alle anderen auch, den Drogentests der Sportbehörde unterziehen. Damit sollten alle Kritiker zum Schweigen gebracht worden sein, oder?"

Der Strikeforce Geschäftsführer Scott Coker sorgte vor dem Event dafür, dass es beim Event kein "Random Testing" (zu Deutsch: stichprobenartige Drogentests) gab, sondern, dass tatsächlich jeder Kämpfer getestet wurde. "Ich wollte jeden Zweifel ausmerzen. Wir sind ein legitimer Sport mit wahren Athleten. Dopingtests sollten dann normal sein", sagte Coker.

Ob der gewünschte Kampf "Overeem vs. Fedor" stattfinden wird ist jedoch noch ungewiss. Fedor wird zuvor am 26. Juni, bei der Strikeforce- und M-1 Global-Veranstaltung in San Jose, Kalifornien, gegen Fabricio Werdum antreten.

"Ich weiß, dass Alistair gegen Fedor kämpfen will, aber wir müssen zuerst den 26. Juni abwarten", sagte Coker. "Werdum ist ein großartiger Kämpfer. Was ist, wenn er Fedor besiegt? Sollte Fedor diesen Kampf verlieren, werden die Karten neu gemischt."

Die meisten Fighter akzeptieren die Gegner, die ihnen vorgesetzt werden. Overeem möchte sich seine dagegen aussuchen: "Werdum ist ein Bodenkämpfer. Ich will gegen Leute antreten, die Killerinstinkt haben und nach vorne gehen. Fedor ist solch ein Mann. Es ist aufregend, gegen Kämpfer von solchem Kaliber anzutreten. Ich bin genauso, ich beende Fights! Das ist attraktiv für die Fans", sagte Alistair Overeem.

"Wir haben viele attraktive Kämpfe in der Schwergewichtsklasse", sagte Scott Coker. "Da wären Athleten wie Andrei "The Pitbull" Arlovski, Antonio "Giant" Silva, Brett "The Grim" Rogers und einige mehr, nicht nur Fedor "The Last Emperor" Emelianenko oder Alistair  "Demolition Man" Overeem."

Selbst nach einem Sieg Fedors über Werdum scheint ein Aufeinandertreffen mit Overeem noch nicht garantiert. Cokers ausweichende Antworten, sowie das Geschäftsgebahren vom Management des Russen, hinter den Kulissen, lassen den Fight Overeem-Fedor noch weit entfernt erscheinen. Vadim Finkelchtein (Manager Fedors) äüßerte sich bereits mehrfach negativ über eine solche Begegnung, die Ränkespiele des Russen sind bekannt. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Situation um die die derzeit besten zwei Schwergewichte bei Strikeforce entwickelt.