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Hunt, Bigfoot und Shogun in Brisbane

Zwischen Mark Hunt und "Bigfoot" Silva dürfte es am Freitag ordentlich krachen.

Nicht jede UFC-Veranstaltung muss zwingend von einem Titelkampf angeführt werden oder von einem Duell zwischen zwei potentiellen Herausforderern. Hin und wieder kann auch ein „Fun Fight“ eine ganze eigene Anziehungskraft entwickeln, der einfach nur Aussicht auf reichlich Action bietet.

Der Kampf zwischen Mark Hunt und Antonio „Bigfoot“ Silva gehört definitiv in diese Kategorie. Nur sechs der zusammengerechnet 40 Kämpfe der beiden gingen über die volle Distanz, was hauptsächlich der immensen Schlagkraft der beiden geschuldet ist. Ob einer der beiden dieser zum Opfer fallen wird, dürfen wir in der Nacht von Freitag auf Samstag erfahren

Außerdem werden bekannte Gesichter wie „Shogun“ Rua, Ryan Bader oder Pat Barry in Brisbane in den Käfig steigen, die ebenfalls immer für einen guten Kampf – oder einen spektakulären K.o. – zu haben sind. Darüber hinaus verstecken sich auch auf dem Vorprogramm einige höchst unterhaltsame Kämpfer, die sich einen Namen machen wollen, darunter der Pole Krzysztof Jotko und der Kanadier Alex Garcia. Das Einschalten sollte sich also lohnen.

Der Event kann, wie gewohnt, innerhalb Deutschlands via ufc.tv (Hauptprogramm und zweiter Teil Vorprogramm) bzw. die offizielle Facebook-Präsenz der UFC (erster Vorkampf) verfolgt werden.

Mark Hunt vs. Antonio Silva
Noch vor drei Jahren wäre man für vollkommen verrückt erklärt worden, hätte man behauptet, dass Mark Hunt (9-8) im Dezember 2013 im Hauptkampf eines UFC-Events stehen würde. Damals steckte der „Super Samoan“ gerade in einer Niederlagen-Serie von sechs verlorenen Kämpfen in Folge fest. Gerade erst hatte er sein UFC-Debüt nach nur 63 Sekunden gegen Sean McCorkle verloren, was das Karriereende des Neuseeländers scheinbar besiegelte. Denn zwar hatte er davor schon fünf Mal hintereinander verloren, allerdings stets gegen die bekanntesten Namen des Sports, wie Alistair Overeem, Fedor Emelianenko und Gegard Mousasi. Nun aber hatte ein UFC-Debütant die ehemalige K-1-Legende in einer knappen Minute abgefertigt. Eigentlich hätte Hunt den Kampf nicht einmal bekommen sollen, Dana White und co. haben dem Kult-Kickboxer lediglich gewährt, seinen Vertrag aus alten Pride-Zeiten zu erfüllen, nachdem Hunt es abgelehnt hatte, gegen eine Abfindung daraus entlassen zu werden.

Der Kampf gegen Chris Tuscherer bei UFC 127 im Februar 2011 war daher Hunts allerletzte Chance, seine Karriere auf hohem Level fortführen zu können, und dieses Mal enttäuschte der „Super Samoan“ nicht: In der zweiten Runde erwischte Hunt seinen Gegner mit einem präzisen Aufwärtshaken am Kinn, sah Tuscherer fallen – und spazierte einfach weg. Die völlig emotionslose Karriere-Rettung ließ bei Scharen von Fans ein regelrechtes Hunt-Fieber aufkommen, das ein knappes Jahr später beinahe groteske Züge annahm. Nachdem Hunt im September 2011 bei UFC 135 einen unspektakulären Punktsieg gegen Ben Rothwell einfahren konnte, schlug er im März 2012 bei UFC 144 in Tokio Cheick Kongo T.K.o. Bereits zu diesem Zeitpunkt war ein Kampf gegen den damaligen Schwergewichtschampion, Junior dos Santos, im Gespräch, aus dem Duell wurde allerdings zunächst nichts. Ein Jahr später fuhr Hunt, erneut in Japan, einen knackigen K.o.-Sieg gegen Stefan Struve ein, und knapp drei Monate später sollte dann auch der langerwartete Kampf gegen dos Santos stattfinden, der zu diesem Zeitpunkt allerdings kein Weltmeister mehr war. Nach einem ausgeglichenen Anfang übernahm dos Santos mit fortschreitender Kampfdauer jedoch immer mehr das Ruder, bevor er einen erschöpften Hunt Ende des dritten Durchgangs mit einem spektakulärem Spinning Heel Kick auf die Bretter schickte. Ähnlich beeindruckend wie der Kick war die Tatsache, dass Hunt in den zweieinhalb Runden zuvor alles einsteckte, was der ehemalige Champion austeilen konnte. Nachdem er auf diese Weise im laufenden Jahr bereits den Bonus für den Kampf- sowie für den Knockout des Abends gewinnen konnte, soll gegen Antonio „Bigfoot“ Silva (18-5) ein weiterer spektakulärer Sieg her.

Silva debütierte nach einigen Kämpfen bei Strikeforce im Mai 2012 gegen Cain Velasquez in der UFC, der jetzige Champion wischte jedoch buchstäblich den Boden mit ihm – bereits nach dreieinhalb Minuten brach der Ringrichter den scheinbar ungleichen Kampf ab, nachdem Velasquez einen großen Cut auf Silvas Stirn öffnen und ihn von da an völlig dominieren konnte. Einige Monate später stieg „Bigfoot“ zum zweiten Mal ins Octagon, und gegen den bis dahin und seitdem beängstigend gefährlichen Travis Browne gab ihm damals kaum jemand den Hauch einer Chance. Silva allerdings scherte sich nicht um die Wettquoten und schaffte es, den Favoriten bereits in der ersten Runde mit seinen Backstein-Fäusten auf die Bretter zu schicken. Da Browne sich allerdings recht früh im Kampf ein Bein verletzt hatte, konnte Silva den Sieg nicht völlig ohne Kontroverse genießen. Gegen Alistair Overeem folgte daher direkt der zweite Streich. Obwohl er bei UFC 156 im vergangenen Februar zwei Runden lang Overeems kraftvolle Attacken einstecken musste, gelang ihm im dritten Durchgang ein weiterer völlig unerwarteter Knockout, als er Overeem mit einem Headkick ins Wanken brachte und ihm am Boden mit Folgeschlägen die Lichter ausknipste. Mit diesen beiden Triumphen hatte Silva sich eine zweite Chance gegen Cain Velasquez verdient, der mittlerweile wieder Champion war. Velasquez zeigt ein Jahr nach ihrem ersten Kampf allerdings ein weiteres Mal eine dominante Leistung, als er Silva nach knapp eineinhalb Minuten mit einer Kombination zu Boden schickte. Ein dritter Kampf gegen Velasquez befindet sich aus diesem Grund nicht in Silvas Reichweite, ein Erfolg gegen Mark Hunt wäre allerdings ein erster Schritt zurück in die richtige Richtung. Ob er gegen den ehemaligen Kickboxer im Stand den Knockout sucht oder sich dessen vermeintliche Schwächen am Boden zunutze machen will und versucht, ihn mit seinem gewaltigen Groundandpound zu bezwingen, werden wir in der Nacht von Freitag auf Samstag sehen.

Maurício Rua vs. James Te Huna
Im Co-Hauptkampf wird sich zeigen, an welchem Punkt seiner Karriere die Pride- und UFC-Legende Maurício „Shogun“ Rua (21-8) Ende 2013 angelangt ist. Der Ex-Halbschwergewichtschampion ist zwar erst 32 Jahre alt und immer noch brandgefährlich, allerdings ist es schwer, den Abwärtstrend zu ignorieren, in dem er sich mittlerweile befindet. Mehrere Knie-Operationen haben die Technik und Würze der ehemals absolut zerstörerischen Muay Thai-Attacken Ruas massiv beeinträchtigt, und der Verlauf seiner Kämpfe ist ebenfalls nicht gerade auf Nachhaltigkeit ausgelegt: beinahe jeder seiner Kämpfe artet in einer epischen Schlacht aus, was ihn zwar verdientermaßen zu einem Fanliebling macht, allerdings mit den Jahren einen Tribut fordert.

Der hat sich in letzter Zeit mal mehr, mal weniger auf die Ergebnisse ausgewirkt – K.o.-Siegen gegen Forrest Griffin und Brandon Vera stehen Niederlagen gegen Jon Jones, Dan Henderson, Alexander Gustafsson und zuletzt Chael Sonnen gegenüber. Zum letzten Mal richtig überzeugt hat „Shogun“, als er im Mai 2010 Lyoto Machida ausknocken und sich damit den UFC-Halbschwergewichtstitel sichern konnte. Seitdem sind die einzige Konstante in seiner Karriere die stets hoch spektakulären Kämpfe, die „Shogun“ bietet. Besonders im Gedächtnis bleiben dabei die Fünf-Runden-Schlacht gegen Henderson und die ebenfalls sehr guten Kämpfe gegen Vera und Gustafsson. Gegen James Te Huna (16-5) wird Rua am Freitag aber trotzdem wieder gewinnen müssen, wenn er weiterhin einigermaßen oben mitspielen will. UFC-Präsident Dana White hat bereits angekündigt, Rua den Rücktritt oder zumindest einen Wechsel ins Mittelgewicht nahezulegen, falls er gegen den Neuseeländer nicht erfolgreich sein sollte.

Te Huna hat sich in der UFC klassisch hochgearbeitet, ohne große Worte und mit allen Höhen und Tiefen, die eine Karriere im Octagon so mit sich bringt. Die Reise startete 2010 mit einem K.o.-Sieg gegen Igor Pokrajac bei UFC 110, auf den ein Jahr später eine Niederlage gegen Alexander Gustafsson folgte. Nach diesem Rückschlag startete der heute 32-Jährige allerdings einen Lauf – nacheinander besiegte er Ricardo Romero, Aaron Rosa, Joey Beltran und Ryan Jimmo. Besonders der Erfolg gegen Jimmo war beeindruckend, dem er in einem ausgeglichenen Kampf die erste Niederlage in 17 Kämpfen zufügte, nachdem der Kanadier ihn in der ersten Runde mit einem Headkick auf die Bretter schicken konnte.

Nach dem Sieg gegen Jimmo dauerte es nicht lange, bis Te Huna die größte Chance seiner Karriere angeboten bekam und dankend zusagte – nachdem Ryan Bader seinen Kampf gegen Glover Teixeira bei UFC 160 verletzt absagen musste, sprang der Neuseeländer gegen den hoch gehandelten Brasilianer ein und tauschte im Stand Bomben mit ihm aus, bis Teixeira den Kampf auf den Boden verlagerte und die Angelegenheit per Guillotine Choke beendete. Durch die beiden Kämpfe in diesem Jahr hat Te Huna aber nichtsdestotrotz bei den großen Jungs angeklopft und bekommt mit „Shogun“ nun ein weiteres Kaliber vor die Fäuste gesetzt. Falls er am Freitag auch Rua aus dem Weg räumen kann, dürfte es auch im neuen Jahr weitergehen mit den großen Namen.

Ryan Bader vs. Anthony Perosh
Ein weiterer Kampf im Halbschwergewicht, und auch dieses Duell zwischen Ryan „Darth“ Bader (15-4) und Anthony „The Hippo“ Perosh (14-7) wird aller Voraussicht nach nicht über die Distanz gehen. Ryan Bader, ehemals ein recht eindimensionaler Ringer, hat sich seit dem Gewinn der achten „The Ultimate Fighter“-Staffel zu einem vielseitigen Mixed Martial Artist entwickelt. K.o.-Siege gegen Keith Jardine und Jason Brilz, ein Aufgabe-Sieg gegen Vladimir Matyushenko und weitere Erfolge gegen Rogerio Nogueira und „Rampage“ Jackson, die den 30-Jährigen einige Male an den Rand eines Titelkampfes gebracht haben, zeigen die Klasse des 30-Jährigen. Mit Ausnahme eines Kampfes gegen Tito Ortiz, gegen den Bader im Juli 2011 in der ersten Runde per Aufgabe verlor, folgt Baders Karriere allerdings in letzter Zeit einem strikten Schema: gegen die Top-Leute verliert er, während er alle anderen Gegner scheinbar problemlos abfertigt, vorzugsweise nach ein bis zwei Minuten. Niederlagen gegen Jon Jones, Ortiz, Lyoto Machida und zuletzt Glover Teixeira haben den lang ersehnten Titelkampf bisher verhindert, weshalb gegen Perosh wieder ein spektakulärer Sieg her soll.

Hätte man vor zwei bis drei Jahren eine Umfrage durchgeführt, ob Perosh Ende 2013 noch in der UFC sein würde, geschweige denn auf dem Hauptprogramm stehen könnte – das Ergebnis wäre wohl ziemlich ernüchternd für den 41-jährigen Australier ausgefallen. Nach zwei erfolglosen Kämpfen im Jahr 2006 verließ er die UFC und arbeitete sich in der australischen Szene wieder hoch – fünf Siege in sieben Kämpfen brachten ihm Anfang 2010 die Chance ein, kurzfristig gegen Mirko CroCop einzuspringen. Gegen den Kroaten zeigte Perosh eine Menge Herz, wurde nach zwei Runden jedoch vom Ringarzt aus dem Kampf genommen. Dieser Niederlage folgte ein überraschender Lauf – Tom Blackledge, Cyrille Diabaté und Nick Penner wurden allesamt in zwei oder weniger Runden vom „Hippo“ besiegt, bevor Ryan Jimmo im Juli 2012 mit einem 7-Sekunden-K.o. für einen bitteren Rückschlag sorgte. Nach einem Jahr Pause kehrte Perosh im August zurück in den Käfig, wo er zur Überraschung der ganzen Halle Vinny Magalhaes in nur 14 Sekunden K.o. schlug und damit seine eine Blitz-K.o.-Niederlage gegen Jimmo wiedergutmachte. Gegen Ryan Bader wird er am Freitag erneut als Underdog in den Kampf gehen, aber wer weiß schon, was im Octagon alles passieren wird…

Pat Barry vs. Soa Palelei
Auch der zweite Schwergewichtskampf des Abends fällt unter die Kategorie „fun fight“. Wenn Pat „HD“ Barry (8-6) in den Käfig steigt, ist Action garantiert. Lediglich einer seiner 14 professionellen MMA-Kämpfe ging über die Distanz, zuletzt allerdings war es etwas zu oft Barry selbst, der vom Ringrichter gerettet werden musste – seit letztem Jahr wechseln sich Sieg und Niederlage zuverlässig ab. Eine Folge, die Barry in Australien zunächst weiterführen will, nachdem er im Juni nach nur 59 Sekunden von Shawn Jordan T.K.o. geschlagen wurde. Dieser Kampf hat, genau wie seine vorherigen, vor allem eines gezeigt: ein Pat Barry-Kampf kann nur auf drei verschiedene Arten enden. Entweder, „HD“ wird zur Aufgabe gezwungen, K.o. geschlagen, oder er selbst schickt seinen Kontrahenten auf die Bretter.

Das beste am Kampf gegen Soa „The Hulk“ Palelei (19-3): es gibt keinerlei Anzeichen, dass sich die Tradition in diesem Duell ändert. Palelei stand bisher ganze 22 Mal im Käfig, und kein einziger dieser Kämpfe hat je den letzten Rundengong erlebt. Palelei, der 2004 bereits für Pride und 2007 in der UFC gekämpft hatte, schien vor zwei Jahren so langsam das Ende seiner Karriere zu erreichen. Dann allerdings begann der mittlerweile 36-jährige Australier damit, seine Gegner mit der Konstanz aus dem Ring zu wischen, die ihm zuvor gefehlt hatte. Acht (T.)K.o.-Siege nacheinander brachten ihm vor einigen Monaten die zweite Chance in der UFC ein, und obwohl sowohl er als auch Nikita Krylov in ihrem Kampf bei UFC 164 schwere Konditionsprobleme offenbarten, gelang dem „Hulk“ in der dritten Runde doch noch der Knockout. Später stellte sich heraus, dass Palelei mit einer schwer verletzten Rippe trainiert und gekämpft hatte, was die scheinbar miese Ausdauer erklärt. Gegen Pat Barry kann Palelei nun zeigen, zu was er in gesundem Zustand fähig ist.

Dylan Andrews vs. Clint Hester
Im Mittelgewicht kommt es am Freitag zu einem Duell zwischen zwei Mittelgewichtlern, die sich sehr gut kennen dürften. Dylan „The Villain“ Andrews (17-4-0(1)) und Clint Hester (8-3) waren beide Teil der viel gelobten 17. „Ultimate Fighter“-Staffel, die im Frühjahr zu Ende ging. Auf der Finalveranstaltung im April konnten beide beeindruckende Siege einfahren: während Andrews Jimmy Quinlan T.K.o. schlug, schickte Hester Bristol Marunde mit einem perfekt getimten Ellbogenstoß auf die Bretter.

Andrews stand seitdem bereits einmal wieder im Octagon, wo er den Schweden Papy Abedi im dritten Durchgang K.o. schlagen konnte, nachdem er die ersten beiden Runden verloren hatte. Hester hätte eigentlich bei UFC 163 im August auf Cezar Ferreira treffen sollen, musste aber verletzt absagen, sodass der Kampf am Freitag sein erster seit Mitte April sein wird.

Julie Kedzie vs. Bethe Correia
Im Bantamgewicht der Frauen treffen zwei Kämpferinnen aufeinander, die an völlig unterschiedlichen Punkten in ihrer jeweiligen Karriere stehen. Julie „Fireball“ Kedzie (16-12) gab bereits im Jahr 2004 ihr professionelles MMA-Debüt und durchlebte seitdem so einige Höhen und Tiefen. Im Laufe von 28 Kämpfen gelang es ihr nie, mehr als drei Kämpfe nacheinander zu gewinnen, momentan hat sie dafür ebenso viele Kämpfe hintereinander verloren, was die Greg Jackson-Kämpferin im Duell mit der Brasilianerin Bethe „Pitbull“ Correia (6-0) unter immensen Druck setzt. Sollte sie nach ihrer Debüt-Niederlage gegen Germaine de Randamie zum zweiten Mal in der UFC verlieren, würde das angesichts ihres Namens vielleicht nicht unbedingt die Entlassung bedeuten, sie aber mit einiger Sicherheit unerreichbar weit von der Spitze der Gewichtsklasse entfernen.

Correia dagegen hat erst sechs Kämpfe auf dem Buckel, von denen sie jeden gewonnen hat. Die aus Natal stammende 30-Jährige ist kurzfristig gegen Kedzie eingesprungen und sieht sich in Brisbane der größten Chance ihrer noch jungen Karriere gegenüber. Falls sie die Veteranin besiegen sollte, würde ihr das einen perfekten Karrierestart im Octagon bescheren.

Vorprogramm
Im Federgewicht kommt es zu einem etwas ungewöhnlichen Kampf: Takeya Mizugaki (18-7-2) kämpft seit Jahren entweder gegen Top-Leute und verliert, oder gegen Kämpfer außerhalb der Top Ten und gewinnt. Sieben seiner letzten zwölf Kämpfe konnte er nach diesem Schema gewinnen, gegen Miguel Torres, Scott Jorgensen, Urijah Faber, Brian Bowles und – via kontroverser Punktentscheidung – gegen Chris Cariaso zog er allerdings den Kürzeren. Momentan kann Mizugaki allerdings drei Siege in Folge vorweisen, und mit einem weiteren am Freitag dürften 2014 wieder bekanntere Gegner folgen.
Nam Phan (18-11) dagegen hat das Octagon in seinen letzten sechs Kämpfen vier Mal als Verlierer verlassen. Dabei ist der TUF 12-Veteran kein schlechter Kämpfer, nur erscheint er mal in imposanter, mal in höchstens mittelmäßiger Form im Käfig. Nach absolut einseitigen Niederlagen gegen Jimy Hettes und Dennis Siver muss gegen Mizugaki zweifellos mindestens der Phan auftauchen, der bei UFC 136 im Kampf des Abends Leonard Garcia besiegt hat, um seine UFC-Karriere zu retten.

Zuvor wird Nick „The Promise“ Ring (13-2) zum zweiten Mal in diesem Jahr ins Octagon steigen, nachdem er im März gegen Chris Camozzi eine Punktentscheidung abgeben musste. Am Freitag tritt er zum zweiten Mal in seiner Karriere in Australien an – seinen ersten Kampf in ‚Down Under’ gewann er im Februar 2011 kontrovers nach Punkten gegen Riki Fukuda. Es folgten eine Niederlage gegen Tim Boetsch und ein weiterer kontroverser Punktsieg gegen Court McGee, der Ring unverschuldet einen etwas zweifelhaften Ruf eingebracht hat. Am Freitag wird er versuchen, dieses Image mit einem überzeugenden Sieg gegen Caio „Hellboy“ Magalhaes (6-1) abzulegen. Magalhaes debütierte im Juni 2012 ungeschlagen in der UFC, musste sich jedoch Buddy Roberts geschlagen geben. Ein knappes Jahr später kehrte er allerdings imposant ins Octagon zurück, als er Karlos Vemola im Rear Naked Choke abklopfen ließ.

Im Fliegengewicht wird Richie „Vas“ Vaculik (9-1) zum ersten Mal seit der TUF Smashes-Staffel wieder in den Käfig steigen, während der er gegen den späteren Sieger Norman Parke im Viertelfinale nach Punkten verlor. Ihm gegenüber steht am Freitag der ungeschlagene Justin „Tank“ Scoggins (7-0). Der erst 21-jährige Amerikaner konnte einen Kampf nach Punkten, einen durch Aufgabe und ganze fünf durch (T.)K.o. gewinnen.

Einer der talentiertesten Jungspunde aus unserem östlichen Nachbarland wird „Down Under“ sein UFC-Debüt geben, wenn der Pole Krzysztof Jotko (13-0) gegen Bruno „Carioca“ Santos (13-0) ins Octagon steigt. Der 24-Jährige Mittelgewichtler hat in den vergangenen drei Jahren innerhalb der europäischen Szene ordentlich aufgeräumt und dabei u.a. Fabian Loewke und Martin Zawada besiegt. Am Freitag trifft er nun auf Santos, der ebenfalls jeden seiner 13 bisherigen Gegner besiegen konnte.

Eröffnet wird der Brisbane-Event im Weltergewicht, wo Ben „Manimal“ Wall (7-0) nach einem erfolglosen Anlauf in der „Ultimate Fighter –Smashes“-Staffel seine zweite Chance im Octagon bekommt, nachdem der Schwede Andreas Stahl verletzt absagen musste. Wall verlor seinen einzigen Kampf im Haus gegen Colin Fletcher und wurde nach der Staffel nicht in die UFC übernommen, sodass er wieder innerhalb der regionalen Szene antreten musste, wo er zwei Kämpfe gewann. Alex „The Dominican Nightmare“ Garcia (10-1) trainiert mit Georges St-Pierre, Rory MacDonald und co. im Tristar Gym in Montréal und hat sich von dort aus im Laufe der letzten Jahre hochgearbeitet. Mittlerweile gilt er als einer der vielversprechendsten Kämpfer der Region, was angesichts seiner fünf Aufgabe-Siege und vier Knockouts nicht verwunderlich ist.


Anbei das gesamte Programm:

UFC Fight Night 33: Hunt vs. Silva
Freitag, 6. Dezember 2013
Brisbane Entertainment Centre in Brisbane, Australien

Hauptprogramm (ufc.tv)
Mark Hunt vs. Antonio Silva
Maurício Rua vs. James Te Huna
Ryan Bader vs. Anthony Perosh
Pat Barry vs. Soa Palelei
Dylan Andrews vs. Clint Hester
Julie Kedzie vs. Bethe Correia

Vorprogramm (ufc.tv)
Takeya Mizugaki vs. Nam Phan
Nick Ring vs. Caio Magalhaes
Richie Vaculik vs. Justin Scoggins
Bruno Santos vs. Krzysztof Jotko

Vorprogramm (Facebook)
Ben Wall vs. Alex Garcia