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GSP vs. Hendricks, Evans vs. Sonnen u.v.m.

Wird Georges St-Pierre nach Anderson Silva der zweite langjährige Champion, der 2013 enttrohnt wird?

20 Jahre nach UFC – The Beginning hat sich das Gesicht der Organisation grundlegend geändert. Als Royce Gracie im November 1993 das Octagon betrat und mit seinen damals einzigartigen Brazilian Jiu Jitsu-Kenntnissen unter den großen, schweren Schlägern aufräumte, die ihm vor die Fäuste gesetzt wurden, hätte er wohl nie damit gerechnet, dass er im November 2013 auf der ersten großen Jubiläums-Veranstaltung der UFC zu Gast sein würde, bei der eine ganz neue Art von Kämpfern in Aktion treten wird.

Nach den Spezialisten der Anfangszeit hat diese neue Generation von Kämpfern das Octagon mittlerweile fest im Griff und wird am Samstag auf dem höchsten Level in Aktion zu sehen sein. Es sind Leute wie Georges St-Pierre, Johny Hendricks, Rashad Evans oder Rory MacDonald, die den Sport dominieren. Kämpfer, die entweder von Anfang an in allen Disziplinen des MMA-Sports trainiert haben oder einer starken Grundlage in einem Kampfsport weitere Werkzeuge hinzugefügt haben und eine runde Mischung aller Bereiche in jeden Kampf mitbringen. Genau das erwartet uns in der Nacht von Samstag auf Sonntag, und zwar auf dem höchsten Niveau, das dieser Sport zu bieten hat. Einschalten sollte sich also lohnen.

Der Event kann in Deutschland, wie gewohnt, kostenfrei über ufc.tv (Hauptprogramm und zweiter Teil Vorprogramm) sowie die offizielle Facebook-Präsenz der UFC (erste drei Vorkämpfe) verfolgt werden.

Georges St-Pierre (c) vs. Johny Hendricks
Zum 20-jährigen Jubiläum muss ein gebührender Hauptkampf her, und es gibt in diesem Jahr wohl wenige Ansetzungen, die so heiß erwartet wurden wie diese hier. Georges „Rush“ St-Pierre (24-2) ist seit Jahren einer der beliebtesten Stars der Organisation, einer der verantwortungsvollsten Repräsentanten und ganz nebenbei einer ihrer besten Kämpfer, der gegen Johny „Bigg Rigg“ Hendricks (15-1) am Samstag aber auf eine hammerharte Herausforderung treffen wird.

“GSP” ist seit 2008 der unumstrittene König der 77 Kilo-Klasse – Jon Fitch, BJ Penn, Thiago Alves, Josh Koscheck, Carlos Condit, Nick Diaz und viele weitere haben es versucht, aber keiner von ihnen konnte St-Pierre seinen Titel abnehmen. Stattdessen sahen die meisten von ihnen wie Amateure aus, wenn St-Pierre seine akkuraten Jabs landete, sie scheinbar nach Belieben zu Boden brachte und dort dominierte. Zwar muss der dreimalige kanadische Athlet des Jahres immer wieder harsche Kritik einstecken, weil er keine unnötigen Risiken eingeht und seine Gegner lieber fünf Runden lang kontrolliert, trotzdem steht außer Frage, dass St-Pierre einer der besten Kämpfer seiner Zeit ist. Ob er am Samstag auf den gefährlichsten Gegner seiner Karriere treffen wird, wie in den vergangenen Monaten immer wieder behauptet, oder ob auch Johny Hendricks ein oder mehrere Level unter dem Champion steht, ist die seit Monaten heiß diskutierte Frage, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag beantwortet werden wird.

Sechs Kämpfe hintereinander musste “Big Rigg” gewinnen, um sich die Chance zu verdienen, gegen den langjährigen Champion in den Käfig zu steigen. Diese Serie wird umso beeindruckender, wenn man sich die dazugehörigen Gegner anschaut – Hendricks hat mit Jon Fitch, Josh Koscheck und zuletzt Carlos Condit die Gegner besiegt, die auch St-Pierre geschlagen hat. Knockouts gegen TJ Waldburger, Martin Kampmann und den notorisch zähen Fitch zeigen darüber hinaus, wieso Hendricks St-Pierres gefährlichster Gegner seit langem sein könnte: Hendricks Linke ist eine Naturgewalt, die für gewöhnlich nur ein einziges Mal sauber treffen muss, um beim Gegner sämtliche Lichter auszuschalten. St-Pierre hat zwar nicht das Glaskinn, das ihm immer wieder angelastet wird, einen Volltreffer Hendricks würde er aber mit ziemlicher Sicherheit nicht wegstecken können. Was Hendricks Chancen außerdem erhöht, ist sein beeindruckender Ringer-Hintergrund. Feingeschliffen im legendären Team der Oklahoma State University, konnte Hendricks zwischen 2004 und 2007 eine imposante Menge nationaler Titel anhäufen. Ob diese Kombination aus starkem Ringen und harten Händen die richtige Mischung ist, um St-Pierre zu enttrohnen, kann niemand mit Sicherheit sagen, es wird aber allemal interessant zu sehen sein, wie „GSP“ damit umgehen kann.

Rashad Evans vs. Chael Sonnen
Rashad “Suga” Evans (20-3-1) und Chael Sonnen (29-13-1) gehören zur Elite der UFC-Halbschwergewichtsklasse, arbeiten regelmäßig als TV-Kommentatoren zusammen und sind gut befreundet. Das hat sie trotzdem nicht davon abgehalten, einem Kampf untereinander zuzustimmen. Ironischerweise saßen die beiden gerade nebeneinander am Kommentatorentisch, als Sonnen eine SMS von UFC-Präsident Dana White bekam, in der ihm der Kampf gegen Evans angeboten wurde. Die beiden nahmen an, und so ist UFC 167 am Samstag um ein hochkarätiges Duell zweier Veteranen reicher geworden.

Evans gewann im Jahr 2005 die zweite „Ultimate Fighter“-Staffel und hat seitdem 16 weitere Male im Octagon gestanden. Dort hat er sich im Laufe der Jahre mit Siegen gegen Michael Bisping, Chuck Liddell, Forrest Griffin, „Rampage“ Jackson, Phil Davis u.a. eine beeindruckende Statistik aufgebaut, laut Chael Sonnen die beste eines jeden MMA-Kämpfers. Ganz Unrecht hatte Sonnen damit nicht – vor seinem Titelkampf gegen Jon Jones im April 2012 hat Evans tatsächlich lediglich gegen Lyoto Machida verloren und ansonsten mit einer explosiven Mischung aus exzellentem Ringen und Knockout-Power jeden bezwungen, der ihm vor die Fäuste gesetzt wurde. Nachdem „Suga“ allerdings von Jones fünf Runden lang systematisch zerpflückt wurde, geriet die illustre Karriere ins Stocken. Nach einer zehnmonatigen Pause stieg Evans im vergangenen Februar gegen Antonio Rogerio Nogueira ins Octagon, gab nach drei unspektakulären Runden aber die Punktentscheidung gegen den Underdog ab. Mit zwei Niederlagen in Folge stand bei UFC 161 im Juni daher Evans langjährige Position an der Spitze der Halbschwergewichtsklasse auf dem Spiel. Der knappe Punktsieg gegen Dan Henderson empfahl Evans zwar nicht für einen weiteren Titelkampf, brachte ihn aber zunächst einmal wieder auf die Erfolgsspur zurück.

Sonnen hatte im selben Zeitraum ebenfalls mit einigen Stolpersteinen zu kämpfen. Der dreifache UFC-Titelherausforderer war bis Anfang 2010 noch ein recht unbekanntes Mitglied der UFC-Mittelgewichtsklasse. Ein ehemaliger WEC-Kämpfer, der einige Kämpfe gewann, einige verlor und wegen seines auf Ringen gemünzten Kampfstils meist über die Distanz ging. Nachdem Sonnen sich im Februar 2010 bei UFC 109 mit einem Sieg gegen den ungleich populäreren Nate Marquardt allerdings eine Titelchance gegen Anderson Silva verdiente, startete er eine „Trash Talk“-Kampagne, die bis heute ihresgleichen sucht. Plötzlich wollte jeder den Kampf gegen Silva sehen, und als es schließlich so weit war, dominierte Sonnen den langjährigen Champion viereinhalb Runden lang, bevor er in einem Triangle Choke abklopfen musste.

Eine falsch angemeldete Testosteron-Ersatz-Therapie sowie rechtliche Schwierigkeiten aus seiner Zeit als Immobilienmakler hielten Sonnen im Anschluss über ein Jahr lang aus dem Octagon fern, in das er bei UFC 136 im Oktober 2011 aber schließlich erfolgreich zurückkehrte, als er Brian Stann dominierte und in der zweiten Runde im Arm Triangle Choke abklopfen ließ. Ein knapper Sieg gegen Michael Bisping brachte dem begnadeten Redner im Sommer 2012 seine zweite Chance gegen Silva ein, von dem er jedoch in der zweiten Runde T.K.o. geschlagen wurde. Einem Auftritt als Trainer der 17. TUF-Staffel gegen Jon Jones folgte ein Titelkampf gegen den jungen Champion, von dem er jedoch in weniger als einer Runde abgefertigt wurde. Obwohl sie aus Titelkämpfen gegen zwei der besten Kämpfer der Welt stammten, hatte Sonnen nun drei Niederlagen in Folge in der Bilanz stehen, sodass im August gegen Mauricio „Shogun“ Rua ein Sieg her musste. Sonnen zeigte, warum er sich sein flottes Mundwerk leisten kann, indem er „Shogun“ in der ersten Runde per Guillotine Choke zur Aufgabe zwang. Nun wird der Kampf gegen Evans zeigen, wo die beiden Freunde, Kollegen und Gegner in der Halbschwergewichtsklasse stehen. Theoretisch sollte Evans stilistisch ein harter Kampf für Sonnen werden, denn im Stand und am Boden dürfte er „Suga“ unterlegen sein, und sein vielgelobtes Ringen könnte sich gegen einen anderen hochdekorierten Ringer ebenfalls als wenig nützlich erweisen. Aber nicht umsonst heißt es, dass im MMA alles möglich ist, lassen wir uns also überraschen, was Sonnen dieses Mal aus seiner Trickkiste zaubert – ein Höchstmaß an Unterhaltung jedenfalls ist garantiert, wenn er in den Käfig steigt. 

Rory MacDonald vs. Robbie Lawler
Ein zweiter wichtiger Weltergewichtskampf wird die Rangliste der 77-Kilo-Klasse am Samstag möglicherweise ein wenig klarer machen. Mit Rory „Ares“ MacDonald (15-1) wird in der MGM Grand Garden Arena ein junges Super-Talent gegen Robbie „Ruthless“ Lawler (21-9-0(1)) ins Octagon steigen, der vor einigen Jahren selbst in der Position des 24-jährigen Kanadiers war.

MacDonalds Durchbruch in der UFC kam im Juni 2010 ironischerweise durch eine Niederlage zustande. Nach einem schnellen Sieg in seinem Debüt gegen Mike Guymon wurde der damals 20-Jährige gegen den schon damals populären Carlos Condit angesetzt. Ein ziemliches Missmatch, könnte man meinen, doch MacDonald lieferte vor heimischer Kulisse einen großartigen Kampf ab, zeigte keinen Respekt vor dem erfahrenen ehemaligen WEC-Champion und sicherte sich auf zwei von drei Punktzetteln die ersten beiden Runden, bevor Condit im dritten Durchgang aufdrehte und den Jungspund sieben Sekunden vor Kampfende etwas kontrovers T.K.o. schlug. Die beherzte Leistung des bis dahin recht unbekannten MacDonald machte ihn über Nacht zum Star, und nach einer längeren Verletzungspause setzte der Kanadier sein massives Potential siegbringend gegen Nate Diaz ein. In den Folgemonaten nutzte MacDonald seine in allen Bereichen des Sports außerordentlich gut ausgeprägten Fähigkeiten für vorzeitige Siege gegen Mike Pyle und Che Mills, die MacDonald einen Kampf gegen UFC-Legende BJ Penn einbrachten. MacDonald dominierte Penn drei Runden lang und schlug im vergangenen Juli dann Jake Ellenberger nach Punkten, womit er sich endgültig an der Spitze der Gewichtsklasse etabliert hat.

Gut für ihn, könnte man meinen, wenn es da nicht ein großes Problem gäbe: MacDonald ist nach dem Condit-Kampf nach Montréal gezogen, um dort unter Georges St-Pierre seine Fähigkeiten auf das nächste Level zu bringen und hat seitdem von dort aus äußerst erfolgreich an seiner Karriere gefeilt. Sowohl St-Pierre als auch MacDonald haben mehrfach klargemacht, dass sie nicht gegeneinander kämpfen werden. Falls die beiden ihre Duelle am Wochenende allerdings gewinnen, stellt sich die unausweichliche Frage, wie es für MacDonald weitergeht?
Dana White hat gegenüber der Presse unmissverständlich gesagt, was er für die gemeinsame Zukunft von St-Pierre und MacDonald voraussieht, falls beide am Wochenende Siege einfahren. Seiner Meinung nach wäre ein Sieg gegen Robbie Lawler der Wendepunkt in MacDonalds Karriere, die einen Kampf gegen seinen Trainingspartner und Mentor unausweichlich werden ließe.

Solchen Plänen steht allerdings immer noch Lawler im Weg. Im Alter von 19 Jahren begann „Ruthless“ im Jahr 2002 seine UFC-Karriere, als er Aaron Riley nach Punkten schlug. Es folgten, vor allem dank seiner berüchtigten harten Hände und seines aggressiven Kampfstils, einige beeindruckende Siege, allerdings auch einige bittere Niederlagen, u.a. ein tausendfach in Highlight-Videos auftauchender K.o. gegen Nick Diaz, bevor es „Ruthless“ aus der UFC und an andere Ufer verschlug. In den verschiedensten Organisationen, von Pride FC über die IFL oder EliteXC ging es für ihn schließlich zu Strikeforce, wo er ebenfalls einige gute und einige weniger gute Kämpfe hatte. Nach der Schließung von Strikeforce setzte Lawler Anfang dieses Jahres schließlich zu seinem zweiten Anlauf in der UFC an und überraschte die MMA-Gemeinde nach einer derart inkonsistenten Laufbahn mit zwei imposanten Knockouts. Zunächst musste im Februar bei UFC 157 Josh Koscheck vom Ringrichter gerettet werden, bevor im Juli ein perfekt platzierter Headkick Bobby Voelker auf die Bretter schickte. Gegen das junge Allround-Talent MacDonald bekommt der mittlerweile 31-jährige Lawler nun die Chance, eine gewisse Konstanz zu beweisen und sich mit einem Sieg sogar in die Nähe einer Titelchance zu bewegen.

Josh Koscheck vs. Tyron Woodley
Der dritte wichtige Weltergewichtskampf auf dem Programm wird zwischen Josh Koscheck (17-7) und Tyron “T-Wood” Woodley (11-2) ausgetragen. Während St-Pierre, Hendricks, MacDonald und Lawler allerdings beeindruckende Siegesserien hinter sich haben, lief es für Koscheck und Woodley zuletzt weniger gut.

Josh Koscheck ist als Teilnehmer der ersten „Ultimate Fighter“-Staffel ein Urgestein der Organisation – im April 2005 fuhr er mit einem K.o.-Sieg gegen Chris Sanford seinen ersten Sieg im Octagon ein, und seitdem folgten unzählige Höhen und Tiefen für den Ringer mit den harten Fäusten. Im Laufe der Jahre kämpfte er ausschließlich gegen die Besten, die das Weltergewicht zu jener Zeit zu bieten hatte und die zum Teil immer noch erfolgreich sind, u.a. Diego Sanchez, Chris Lytle, Thiago Alves, Johny Hendricks und Georges St-Pierre. Gegen St-Pierre trat Koscheck sogar zwei Mal an, verließ aber beide Male als Verlierer das Octagon. Im zweiten Kampf, in dem Koscheck 2010 nach jahrelangem Warten endlich um den Gürtel ran durfte, brach ihm der erste Schlag des Kanadiers die Augenhöhle. Koscheck zeigte Herz und hielt die vollen fünf Runden durch, wurde durch die ernste Verletzung aber zu monatelanger Rehabilitation gezwungen. Seitdem diese Verletzung – zumindest soweit das möglich ist – wieder vollständig geheilt ist, hatte der Veteran nicht mehr den Erfolg, den er zuvor gewohnt war. In seinem Comeback-Kampf gewann Matt Hughes langsam aber sicher die Oberhand im Stand, bevor Koscheck Sekunden vor Ende der ersten Runde mit einem Knockout seinen Tag rettete. Es folgte ein knapper Punktsieg gegen Mike Pierce, eine noch knappere Punktniederlage gegen Johny Hendricks und, im vergangenen Februar, ein herber Rückschlag gegen Robbie Lawler, der Koscheck in der ersten Runde K.o. schlug.

Woodley, ebenfalls ein dekorierter College-Ringer, hat den Großteil seiner noch jungen MMA-Karriere bei Strikeforce verbracht, wo er beeindruckende acht Mal hintereinander gewinnen konnte, u.a. gegen André Galvao, Tarec Saffiedine, Paul Daley und Jordan Mein. Die Serie brachte ihm einen Titelkampf gegen Nate Marquardt ein, in dem Woodley jedoch die erste Niederlage seiner Karriere hinnehmen musste, als der Veteran ihn in der vierten Runde eines spektakulären Kampfes K.o. schlug. Nach der Strikeforce-Schließung wurde Woodley in die UFC übernommen, wo er mit einem Erstrunden-K.o. nach 36 Sekunden gegen Jay Hieron gleichzeitig ein erfolgreiches Comeback und ein spektakuläres Debüt feierte. Im Juni setzte Jake Shields den Hoffnungen auf einen zweiten UFC-Sieg allerdings ein Ende, als er Woodley in einem recht ereignisarmen Kampf geteilt nach Punkten schlug.

Tim Elliott vs. Ali Bagautinov
Neben den etablierten Stars der letzten vier Kämpfe stechen diese beiden Fliegengewichtler etwas heraus. Weder Tim Elliott (10-3-1), noch Ali „King“ Bagautinov (11-2) sind unter MMA-Fans überaus bekannt, trotzdem haben sie das Potential, den Stars am Samstag die Show zu stehlen.

Elliott debütierte im Mai 2012 in der UFC und bekam mit dem TUF-Sieger und späteren Titelherausforderer John Dodson gleich einen Härtetest vor die Fäuste. Elliott zeigte allerdings keinerlei Anzeichen von Lampenfieber und lieferte Dodson wider erwarten einen harten Kampf, den der Debütant nach drei Runden nur hauchdünn nach Punkten verlor. Nach einer längeren Pause folgte im Dezember desselben Jahre in Form einer „Fight of the Night“-Punktentscheidung der erste Sieg gegen Jared Papazian. Auch auf diesen Erfolg konnte Elliott zwar verletzungsbedingt nicht direkt aufbauen, arbeitete sich im August aber zurück ins Scheinwerferlicht, als er Louis Gaudinot bezwang.

Als Elliott nach UFC 164 seinen Sieg gegen Gaudinot feierte, hatte Ali Bagautinov sein Octagon-Debüt noch vor sich. Im September stieg er in Belo Horizonte, Brasilien, in den Käfig, wo er an Marcos Vinicius seine für das Fliegengewicht gewaltige Schlagkraft demonstrierte, die ihm den dritten T.K.o.-Sieg in Folge einbrachte. Als Teil einer Welle von russisch-stämmigen Kämpfern wie Khabib Nurmagomedov oder Rustam Khabilov, die derzeit die UFC im Sturm nehmen, ist Bagautinov ebenfalls ein Sambo-Experte mit harten Händen. Vier Europa- und Weltmeisterschaften im Amateurbereich hat der „King“ in diesem Sport gewonnen, außerdem noch 13 nationale Titel in seinem Heimatland. Dazu kommen diverse Erfolge im BJJ, Pankration, im Freistil- und griechisch-römischem Ringen. Damit ist recht offensichtlich, wo neben seinen harten Händen Bagautinovs Stärken liegen, doch stoppen können sie trotzdem nur die wenigsten. Ob Elliotts unorthodoxer Stil genug sein wird, um den „King“ zu enttrohnen, werden wir in der Nacht von Samstag auf Sonntag sehen.

Anbei das gesamte Programm:

UFC 167: St-Pierre vs. Sonnen
Samstag, 16. November 2013
MGM Grand Garden Arena in Las Vegas, Nevada, USA

Weltergewichtstitelkampf (ufc.tv)
Georges St-Pierre (c) vs. Johny Hendricks

Hauptprogramm (ufc.tv)
Rashad Evans vs. Chael Sonnen
Rory MacDonald vs. Robbie Lawler
Josh Koscheck vs. Tyron Woodley
Tim Elliott vs. Ali Bagautinov

Vorprogramm (ufc.tv)
Donald Cerrone vs. Evan Dunham
Ed Herman vs. Thales Leites
Brian Ebersole vs. Rick Story
Erik Perez vs. Edwin Figueroa

Vorprogramm (Facebook)
Jason High vs. Anthony Lapsley
Will Campuzano vs. Sergio Pettis
Gian Villante vs. Cody Donovan