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GnP Awards 2013 International: Veranstalter des Jahres

GnP Awards 2013 International: Veranstalter des Jahres

Die Ultimate Fighting Championship ist auch in diesem Jahr der internationale Veranstalter des Jahres. Wenig überraschend, denn obwohl sich mit Bellator MMA und World Series of Fighting interessante Alternativen weiter etablieren konnten, kommt noch immer keiner der Mitbewerber an den Kämpfer-Kader, die aufwendige Produktion und die (beinahe) weltumspannenden TV-Rechte des Marktführers heran.

Dabei war das Jahr 2013 auf den ersten Blick nicht einmal ein übermäßig erfolgreiches für die UFC. Die Pay-per-View-Verkäufe liefen in den vergangenen 12 Monaten nicht mehr so gut, wie sie es vor wenigen Jahren noch taten und mit UFC 158 hat nur ein einziger Event die Grenze von 20.000 Live-Zuschauern überschritten - dafür konnte der Branchen-Primus auf anderen Gebieten überzeugen. Mit 15 internationalen Events hat die UFC sich selbst eine neue Bestmarke gesetzt, konnte mit der wieder eingeführten Fight Night-Serie solide Quoten einfahren und bei mehreren Veranstaltungen die Ticketeinnahmen-Rekorde der jeweiligen Arenen brechen. Besonders UFC 168 tut sich als wirtschaftlicher Höhepunkt hervor: die Jahresabschluss-Show mit Chris Weidman vs. Anderson Silva und Ronda Rousey vs. Miesha Tate spülte über 6 Millionen Dollar an Ticketeinnahmen in die Kassen und tanzte mit mehr als 1 Million Pay-per-View-Käufen aus der Reihe.

Vor allem aber: das vergangene Jahr bot reihenweise großartige Kämpfe. Von Dennis Bermudez vs. Matt Grice, Wanderlei Silva vs. Brian Stann über Carlos Condit vs. Johny Hendricks und Junior dos Santos vs. Mark Hunt bis hin zu Gilbert Melendez vs. Diego Sanchez und dem Kampf des Jahres zwischen Jon Jones und seinem schwedischen Herausforderer Alexander Gustafsson - Action war reichlich geboten im Jahr 2013.

Es wird interessant zu sehen sein, wie es in diesem Jahr für den Branchenführer weitergeht, sowohl international als auch spezifisch für und in Deutschland. Mit Georges St-Pierre, Anderson Silva und Cain Velasquez sind drei Top-Stars voraussichtlich dauerhaft, das ganze Jahr beziehungsweise knappe neun Monate lang außer Gefecht. In der Zwischenzeit sollen die internationalen Fight Nights die Marke UFC regional stärken, die wenig prominent besetzten Events der letzten Monate haben aber bereits einige Kritik an diesem Konzept aufkommen lassen. Eine Spalte im Fight-Night-Terminkalender ist bereits für Berlin reserviert, wo das Octagon im Verlauf des Jahres zum ersten Mal aufgebaut werden soll. Ob die UFC im dritten Deutschland-Anlauf Erfolg haben wird, könnte sich also schon in nicht allzu ferner Zukunft entscheiden.

Die Ergebnisse der Wahl im Überblick:
1. Ultimate Fighting Championship 82.49 %
2. Bellator MMA 6.54 %
3. Invicta Fighting Championship 4.85 %
4. ONE Fighting Championship 2.95 %
5. Cage Warriors Fighting Championship 1.69 %
6. World Series of Fighting 1.48 %