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GnP Awards 2010: Veranstalter des Jahres national

Ben Helm

Wenig überraschend konnte Respect.FC-Veranstalter Ben Helm seinen Award als bester Veranstalter national aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Helms Erfolgsrezept hierbei ist eine Kampfsportgala, die den Schwerpunkt auf das Sportliche legt und weitestgehend auf die Showelemente verzichtet.

Exakt diese Mischung hielten nicht weniger als 40% der GnP-Leser für das nationale Maß aller Dinge. Respect.3 fand im April statt und bot den Fans eine so in Deutschland noch nicht gesehene Show, die durch Helms geschicktes Matchmaking eine perfekte Dramaturgie hatte: Nach den Vorkämpfen, bei denen keiner über die Distanz ging, heizte ein KO-Sieg des Wuppertaler Schwergewichts Björn Schmiedeberg das Publikum an.

Im vorletzten Kampf des Abends debütierte der populäre Berliner Jesse-Björn Buckler im Federgewicht, musste sich nach fünfzehn Minuten Kampf aber zur Überraschung vieler gegen den Hamburger Judoka Andreas Bernhard haarscharf nach Punkten geschlagen geben. Der Hauptkampf zwischen Sebastian Baron und Nordin Asrih brachte die Halle vollends zum Kochen.

Die beiden Athleten, deren Persönlichkeiten in scharfem Kontrast zueinander standen, lieferten sich eine wahre Schlacht und einen der besten Kämpfe des Jahres. Als sich die beiden nach Asrihs Überraschungssieg auf dem Boden gegenseitig verneigten und die Leistung des jeweiligen Gegenübers in einem Sinnbild von Sportlichkeit würdigten, blieb den Zuschauern die Spucke weg. Respekt, Respect!

Sebastian Baron (l.) und Nordin Asrih nach der Schlacht.

Durch die Gründung der inner-städtischen Konkurrenz - Özhan Altintas' German MMA Championship, die im diesjährigen Award mit 26% den zweiten Platz belegte - angespornt, wusste der akribisch arbeitende Helm, dass es in seiner letzten Show des Jahres um alles ging. Mit dem 11. September wählte der 31-Jährige ein geschichtsträchtiges Datum.

Sage und schreibe 21 Kämpfe wurden den Zuschauern in Herne präsentiert. Die Fight Card liest sich wie das Who's Who der nationalen Szene: Ruben Crawford, Alexandra Sanchez, Nick Hein, Christian Eckerlin, Sebastian Baron, Andreas Bernhard sowie Björn Schmiedeberg und Andreas Kraniotakes, die sich um den neu eingeführten Respect.FC-Schwergewichtstitel stritten.

Mit Alexander Heinrich vs. Daniel Jacko und Christian Eckerlin vs. Sebastian Baron schafften es im diesjährigen Award zwei Kämpfe von Respect.4 unter die Top 3 der besten KOs. Eckerlins KO-Sieg war eines der absoluten Highlights der Show, die ihre Krönung durch die Fünf-Runden-Schlacht zwischen dem späteren Titelträger und Sensationssieger Schmiedeberg und Kraniotakes sah.

Hat den Dreh raus: Ben Helm, hier mit dem Award aus dem letzten Jahr.

Kurz gesagt: Respect.FC war 2010 Pflichtprogramm und wird dies auch im Jahr 2011 bleiben. Glücklicherweise sind für das aktuelle Jahr gleich drei Veranstaltungen geplant, wobei im Mai erstmalig der Käfig zum Einsatz kommen wird. Respekt ist längst ein Kernelement unseres Sports, Respect ist auf dem besten Weg dahin!

Die exakte Stimmverteilung im Überblick:
1. Ben Helm (Respect) 40,7%
2. Özhan Altintas (GMC) 26,3%
3. Bodo Elsbeck (Outsider Cup) 9,3%
4. Sefer Göktepe (Tempel) 9,1%
5. Yusuf Yalcin (Backstreet Fights) 8,1%
6. Marko Zschörner (FFC) 6,5%