MMA

GnP Awards 2010: Meistverbesserter Kämpfer international

"Maxi" hat sich in die Herzen der japanischen Fans gekämpft.

Über ein natürliches Bewegungstalent verfügte der junge Venezuelaner Maximo Blanco schon immer. „Maxi“ begann im Alter von 14 Jahren mit dem Freistilringen, nur zwei Jahre später wurde er von einer japanischen Oberschule für ihr Ringerprogramm gescoutet. Dies zog sich weiter durch seine Hochschulzeit. Nach Abschluss seiner akademischen Laufbahn, gab der Junge aus der venezuelanischen Hauptstadt Coro auf der Ringermatte Gas.

Seine größten internationalen Erfolge waren eine Silbermedaille bei den Mittelamerikaspielen 2006, Bronze bei der Panamerika-Meisterschaft ein Jahr später und zwei fünfte Plätze bei den panamerikanischen Spielen 2007 und der Panamerika-Meisterschaft 2008. Im Frühjahr 2008 wurde er schließlich vom renommierten Yoshida Dojo entdeckt und als Sparringspartner für die arrivierten Stars wie Michihiro Omigawa und Kazuhiro Nakamura eingesetzt.

Seine eigene Karriere im Ring lief jedoch nur sehr zäh an: Mal kamen ihm Undiszipliniertheiten wie „versehentliche“ Kopfstöße oder Fußballtritte dazwischen, mal machte ihm seine Unerfahrenheit im Bodenkampf, insbesondere bei der Abwehr von Aufgabegriffen einen Strich durch die Rechnung. Nach einem Jahr im Profilager stand seine Kampfbilanz bei mageren drei Siegen zu zwei Niederlagen, einem Unentschieden und einem Kampf ohne Wertung.

"Maxi kaputtschlagen!" - Blancos Kampfstil wird häufig mit dem des jungen Wanderlei Silva verglichen. Foto ©Dan Herbertson

Zwischendurch flackerte jedoch immer wieder das immense Talent der „tickenden Zeitbombe“ auf. In seinem zweiten Profikampf slammte er seinen Gegner Hiroki Aoki innerhalb von nur 22 Sekunden KO. Sein Sengoku-Debüt ging gerade einmal sechzehn Sekunden länger, sein viermal so erfahrener Kontrahent Seigo Inoue hatte nach einer Serie von Stampftritten nach dem Kampf eine Familienpackung Aspirin nötig.

Der große Durchbruch zum Star von Sengoku und zu einem der vielversprechendsten Talenten im Land der aufgehenden Sonne gelang ihm dann schließlich im vergangenen Jahr. Sein Arbeitsnachweis für 2010 ist makellos: Vier Kämpfe, vier Siege, drei davon vorzeitig durch KO. Seine Gegner konnten sich dabei ebenfalls sehen lassen: Der brasilianische Ringermeister Rodrigo Damm, der ehemalige „King of Pancrase“ Kiuma Kunioku, sowie die hochtalentierten Koreaner „Armbar“ Kim und „Parky“.

Die überwältigende Mehrheit von fast 80% unserer Leser bescheinigte „Maxi“ damit den größten Leistungssprung im vergangenen Jahr. Als „Meistverbesserter Kämpfer des Jahres“ tritt er in die Fußstapfen großer Namen wie Mauricio Shogun (2005), Denis Kang (2006), Robbie Lawler (2007), Alistair Overeem (2008) oder Marius Zaromskis (2009), die diesen Titel in den vergangenen Jahr von uns verliehen bekommen haben.

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Die exakte Stimmverteilung im Überblick:
1. Maximo Blanco (Venezuela) 79.1%
2. Alistair Overeem (Niederlande) 9,0%
3. Chris Leben (USA) 6.3%
4. Rafael Feijão (Brasilien) 2.7%
5. Hiroyuki Takaya (Japan) 1.6%
6. Mark Hominick (Kanada) 1.3%