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GnP Awards 2009: Veranstalter des Jahres international

Auch 2009 das Nonplusultra: Die Ultimate Fighting Championship.

Wie zu erwarten war, wählte die Mehrheit unserer Leser die Ultimate Fighting Championship zum international besten MMA-Veranstalter des Jahres 2009. Mit 60,8% der Stimmen rangiert die UFC damit vor DREAM (10,2% der Stimmen) und Sengoku (9,8%). Betrachtet man die kontinuierlichen Fortschritte, die Dana White, Lorenzo Fertitta und Konsorten auch im vergangenen Jahr wieder gemacht haben, so ist dieser Erdrutschsieg ein absolut gerechtfertigter. Glaubt man, die UFC hat das Limit ihres Wachstums, die Grenze des Möglichen für eine Randsportart wie MMA bereits erreicht, so belehren uns ihre Macher stets eines Besseren.

Die exakte Stimmverteilung im Überblick:

1. UFC, 60,8%
2. DREAM, 10,2%
3. Sengoku, 9,8%
4. Strikeforce, 7,2%
5. WEC, 6,8%
6. Shooto, 5,2%

Ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte war mit Sicherheit die große Jubiläumsveranstaltung im Juli. Wer hätte zu Zeiten, da die UFC vom TV verbannt und von den Medien massakriert wurde, daran gedacht, dass man eines Tages die magische 100 erreichen würde? Und wer hätte geglaubt, dass man eben diesen 100. Pay-Per-View mehr als 1,5 Millionen Mal verkaufen würde? Eine rekordverdächtige Bilanz, nicht nur für den Mixed Martial Arts-Sport, sondern für das Pay-Per-View-Geschäft im Ganzen. Lediglich große Boxkämpfe wie De La Hoya vs. Mayweather (2,5 Mio. Käufer), Tyson vs. Holyfield (1,9 Mio.) oder Pacquiao vs. Cotto (1,25 Mio.) können da mithalten. Hinzu kommen TV-Deals in buchstäblich fast aller Herren Länder, wodurch das monumentale Programm von UFC 100 in 400 Millionen Haushalten weltweit gesehen werden konnte. In über 70 Ländern, übersetzt in mehr als 17 Sprachen. In Spitze sahen eine halbe Milliarde Menschen den Rückkampf zwischen Frank Mir und Brock Lesnar, Georges St. Pierres Titelverteidigung gegen Thiago Alves und die Begegnung zwischen Michael Bisping und Dan Henderson.

Die Expansionspolitik von White und den Fertittas macht sich bezahlt. Das sieht man nicht nur an einer wachsenden Zahl von TV-Übertragungen, quer über den Globus, sondern auch an der immer größeren Reisefreudigkeit der UFC. Begnügte man sich 2008 noch mit Abstechern nach England und Kanada, so war man 2009 auch in Irland – und in Deutschland. Nach dem eisigen Gegenwind, der dem MMA-Veranstalter aus den USA hierzulande um die Ohren pfiff, war es erstaunlich, dass er dennoch eine mehr als erfolgreiche Show hinlegte. Danken kann man es wohl den treuen Fans, die sich auch für diesen Award verantwortlich zeichnen. Mit einer gut gefüllten Kölner Lanxess Arena und einem vom Publikum frenetisch gefeierten Hauptkampf zwischen Wanderlei Silva und Rich Franklin, ebnete man den Weg für weitere Events auf deutschem Boden, im laufenden Jahr.

Doch nicht nur die Bundesrepublik gehört zur Reiseroute der UFC. Als nächstes wagt man den Sprung nach Abu Dhabi. Erst kürzlich unterschrieben White und Fertitta einen großen Vertrag mit dem Scheich des Emirats, der diesem 10% der Unternehmensanteile von Zuffa zusichert. Das Tor zum Osten wurde damit aufgestoßen – Shows in Asien sind nur noch eine Frage der Zeit. Darüber hinaus ist Australien bereits angepeilt und auch Frankreich steht auf der großen Wunschliste von White und Co. Die globale Expansion der UFC kennt keine Grenzen. Solange der Hunger der Fans nach immer noch mehr MMA also nicht vergeht, wird sich am Gewinner dieser Kategorie auch in den kommenden Jahren nichts ändern.