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GnP Awards 2009: Kämpfer des Jahres national

Dennis Siver ist der deutsche Kämpfer des Jahres 2009. Mit 31,9% der Leserstimmen befindet er sich damit vor dem Stuttgarter Alan Omer (19,6%) und Pascal Krauss, der mit 14,2% der Stimmen auf Platz drei rangiert. Siver ist einer von zwei Deutschen in der UFC und dort auch bereits ein „Alter Hase“. Seit fast drei Jahren kämpft der Mannheimer in der MMA Champions League – 2009 war sein bisher erfolgreichstes.

Die exakte Stimmverteilung im Überblick:

1. Dennis  Siver (Mannheim), 31,9%
2. Alan Omer (Stuttgart), 19,6%
3. Pascal Krauss (Freiburg), 14,2%
4. Daniel Weichel (Michelstadt), 13,3%
5. Gregor Herb (Freiburg), 10,6%
6. Dawid Baziak (Darmstadt), 10,4%

Es war ein tolles Jahr für Dennis Siver. Der gebürtige Russe stand 2009 dreimal im Octagon und verließ es auch ganze drei Male als Sieger. Eine so überragende Bilanz konnte Siver bisher in keinem der beiden vorhergehenden Jahre in der UFC vorweisen. Sein Start in der Promotion war ein schwerer: Nach einem unglücklichen Debüt gegen Jess Liaudin im Jahr 2007 folgte ein KO-Sieg über Naoyuki Kotani. Danach zwei Niederlagen. Eine gegen Gray Maynard, die andere gegen Melvin Guillard. Beide kein Fallobst, soviel ist sicher.

Der hauptberufliche Kfz-Meister Siver kann sich nicht, wie der Großteil seiner Kontrahenten, in Vollzeit um sein Training kümmern. Im Octagon macht sich das natürlich bemerkbar. Umso erfreulicher sind seine drei Siege in Folge im vergangenen Jahr. Alle drei kamen vorzeitig, zwei durch Spinning-Back-Kicks und schnelle Folgetreffer, einer durch Mata Leon. Besonders letzterer war ein wichtiger für Siver. Mit seinem Sieg über Dale Hartt bei UFC 99 konnte er sich einen großen Traum erfüllen: Ein Sieg im UFC-Octagon, vor heimischem Publikum. Die Zuschauer in der Kölner Lanxess Arena quittierten seine Leistung mit lautstarkem Jubel. Ohne Zweifel eine unvergessliche Nacht für „German Wunderkind“ Siver.

Die oben bereits angesprochene Problematik des „Teilzeitprofis“ Siver, der die unglaubliche Kombination aus Job und Sport auf höchstem Niveau meistert, wird auf lange Sicht ein Vorankommen des Mannheimers in der UFC behindern. Wie ihm geht es auch vielen anderen jungen Talenten – unter anderem deshalb hat die UFC ihre Bonuszahlungen eingeführt. Beendet man einen Kampf vorzeitig durch KO oder Submission bzw. gibt man im Octagon generell alles, was man hat, so kann man mit ein wenig Glück auf einen der exorbitanten Boni hoffen. Schön für Siver, dass er für zwei seiner drei letztjährigen Siege einen solchen Bonus einheimsen konnte – nämlich in beiden Fällen für den besten KO des Abends.

Dennis Siver ist das Paradebeispiel für einen Kämpfer, der es trotz widriger Umstände durch harte Arbeit nach oben geschafft hat. Bleibt zu hoffen, dass sein Beispiel Schule macht und wir noch viele andere seiner Landsleute in der MMA-Spitzenklasse sehen dürfen. Mit Peter Sobotta steht schon einer in den Startlöchern. Siver ist unser "German Wunderkind" in der UFC - unsere Leser danken es ihm mit diesem Award.