MMA

Eminem rappt über Ronda Rousey

Ronda Rousey (Foto: Zuffa LLC)

Es scheint beinahe so, als sei Eminem ein Freund des MMA-Sports. Zumindest lassen dies einige Zeilen seiner aktuellen Auskopplung „Shady XV“ vermuten. Darin äußert sich die Rapgröße unter anderem über das UFC-Aushängeschild Ronda Rousey. Ob die Zeilen der 27-Jährigen allerdings schmeicheln oder aus der Reserve locken sollen, scheint nicht ganz sicher.

„I got a Magic Johnson
It's like a Magic Wand allows me to not let a blonde arouse me
If Ronda Rousey was on the couch with the condoms out
Holding a thousand Magnums at once to pounce me
I'll laugh in response to how she dances and flaunts it around me
Her flat little badonkadonk is bouncing around
And all I see is Paulie Malignaggi, she's slaughterhouse in a blouse”

Ob die Zeilen positiv oder negativ gemeint sind, kann jeder für sich selbst beurteilen. Allerdings erkennt man, dass sie der Künstler nach einigen sexuellen Anspielungen mit dem erfolgreichen IBF- und WBA-Box-Champion Paul "Paulie" Malignaggi vergleicht, der neben seinen schnellen Fäusten auch für seine große Klappe bekannt ist. Das „Slaughterhouse“ kann in dem Fall sinngemäß als „Schlachthof“ übersetzt werden, in dem Rousey ihren „Opfern“ reihenweise die Arme abtrennt – schließlich ist sie als Armbar-Königin bekannt. Allerdings führen Eingeweihte dies auf die gleichnamige Rap-Gruppe „Slaughterhouse“ zurück.

Diese besteht aus Joe Budden, Crooked I, Joell Ortiz und Royce da 5′9″ und steht bei Eminems Label „Shady Records“ unter Vertrag. Gleichzeitig wird das Ensemble von Kritikern als eines der talentiertesten Hip-Hop-Teams der heutigen Zeit angesehen. Rousey wird somit, wenn auch lyrisch verpackt, von Eminem als extrem talentiert bezeichnet.

Dass „Slim Shady“, der in der Vergangenheit bekanntermaßen schon mehrere prominente Damen aufs Korn nahm, über ihre Statur („flat little badonkadong“) witzelte, stört die dominante Weltmeisterin, die mittlerweile auch in Hollywood Fuß gefasst hat, scheinbar nicht: „Er ist ein Künstler und Kunst ist ja nicht darauf ausgelegt, nett oder schön zu sein, sondern um in einem Gefühle zu wecken“, so Rousey dazu in der Talkshow „Jimmy Kimmel Live“. „Ich find’s cool. Ich bin nicht perfekt, aber ein paar Dinge an mir sind ziemlich toll.“

Die Olympiadritte von 2008 im Judo, die ihren UFC-Titel am 28. Februar des kommenden Jahres in Los Angeles bei UFC 184 gegen Cat Zingano verteidigen wird, zeigte sich auch keineswegs angegriffen: „Wenn Eminem über einen rappt, dann ist es so, als würde ich jemanden mit der Armbar besiegen. Für denjenigen ist es sicherlich nicht angenehm, aber weil es so geschickt gemacht wird, ist es einfach eine Ehre.“

Das Lied des Grammy- und Oscar-Preisträgers, das durch die Vielzahl seiner Hörer möglicherweise einen Bekanntheitsschub für Rousey selbst oder den MMA-Sport zur Folge hat, könnte ihr auf Youtube anhören.