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Der "Axe Murderer" kehrt zurück

UFC on Fuel TV 8 bringt das wohl stärkste Free-TV-Programm seit Unterzeichnung des Fox-Deals nach Japan.

Nur zwei Wochen nach dem letzten UFC-Abstecher auf den amerikanischen Fernsehsender Fuel TV kehrt Dana White mit seiner Truppe erneut ins Free TV zurück. Ganz der aktuellen Entwicklung folgend, wird auch die achte Fuel-Show eine internationale sein – nach Stockholm, Nottingham, Macau und London wird das Octagon am Wochenende in Saitama, nicht weit von den Toren Tokios entfernt, aufgebaut.

Für ihren zweiten Japan-Trip hat die UFC das bis dato wohl stärkste Aufgebot an bekannten Namen mit auf eine Fuel-Show genommen. Neben Siyar Bahadurzada, Yushin Okami, Hector Lombard, Diego Sanchez, Takanori Gomi, Mark Hunt, Stefan Struve und Brian Stann ist vor allem Pride-Legende Wanderlei Silva eine Hauptattraktion auf dem Programm. Der „Axe Murderer“ erkämpfte sich im Land der aufgehenden Sonne – und dort speziell in der Saitama Super Arena – seinen martialischen Spitznamen und wird nun nach über sechs Jahren zum ersten Mal an den Ort seiner beachtlichen Erfolge zurückkehren.

Das in den USA auf Fuel TV übertragene Hauptprogramm kann hierzulande wie üblich auf ufc.tv verfolgt werden, nachdem die auf Facebook gezeigten Vorkämpfe zu Ende sind.

Wanderlei Silva vs. Brian Stann
Mehr als sechs Jahre nach seinem letzten Auftritt wird Wanderlei Silva (34-12-1(1)) an diesem Wochenende nach Japan und in die Saitama Super Arena zurückkehren. Genau wie damals tritt der „Axe Murderer“ an diesem Wochenende bis 93 Kilo an, anstatt, wie bisher in der UFC, bis 85 Kilo. Die Chancen stehen darüber hinaus nicht schlecht, dass Silva den Rest seiner Karriere im Halbschwergewicht verbringt. „Der Rest seiner Karriere“ ist allerdings eine schwammige Beschreibung für die verbliebenen Kämpfer-Tage der lebenden Legende. Schon seit Jahren umschwirrt jeden Silva-Kampf die Frage nach dem Rücktritt des jahrelang im berühmt-berüchtigten Chute Boxe Gym gestählten Brasilianers. Die harten Trainingseinheiten dort, in denen Silva sich in der ersten Hälfte der 2000er auf seine Kämpfe vorbereitet hat, zollten in den letzten Jahren immer öfter ihren Tribut, genau wie die ebenfalls regelmäßig in hart umkämpften Schlachten endenden Kämpfe. Obwohl es Silvas Aggressivität im Käfig keinen Abbruch getan hat, listet seine Statistik sieben Niederlagen in seinen letzten zehn Kämpfen. Auf negative Art unvergessen bleiben dabei besonders die schwer mit anzusehenden K.o.-Niederlagen gegen Dan Henderson, Quinton Jackson und zuletzt Chris Leben, der Silva im Juli 2011 in nur 27 Sekunden auf die Bretter schickte. Eine harte Durststrecke für jemanden, der zwischen 2000 und 2004 in 18 Kämpfen ungeschlagen war und mit einem wilden Knockout nach dem anderen Angst und Schrecken unter seinen Gegnern verbreitete.

Gegen Brian „The All American“ Stann (12-5) ist die Gefahr eines Knockouts ebenfalls gegeben. Stann gelang es im Jahr 2011, den notorischen Eisenschädel Chris Leben in der ersten Runde auszuknocken - man kommt kaum umhin anzunehmen, dass ihm das auch gegen Silva gelingen kann, auch wenn der Kampf vermutlich ebenso umgekehrt ausgehen könnte.

Stann kam im April 2009 als ehemaliger WEC-Halbschwergewichtschampion in die UFC, stand ein Jahr später aber nur 2-2 in der Gewichtsklasse und wechselte daher ins Mittelgewicht. Mir nur 85 Kilo auf den Rippen bezwang er nacheinander vorzeitig Mike Massenzio, Chris Leben und Jorge Santiago und stieg damit ins Titelrennen ein. Seitdem konnte er allerdings nur gegen Alessio Sakara gewinnen, während er gegen Chael Sonnen und Michael Bisping als Verlierer den Käfig verlassen musste und nun erst einmal wieder etwas weiter unten in der Nahrungskette der Mittelgewichtler steht. Nun kehrt der „All American“ einmalig in seine ehemalige Gewichtsklasse zurück, um dort auf eine Legende des Sports zu treffen. Stann füllt dabei eine recht undefinierbare Rolle innerhalb des UFC-Kaders aus: Er kämpft in einer (fast) neuen Gewichtsklasse, steht im Hauptkampf des Events, hat aber gleichzeitig auch zwei seiner letzten drei Kämpfe verloren. Eine Bedeutung dieses Abends für seine unmittelbare Zukunft herzuleiten, ist daher nicht wirklich einfach. Sicher ist nur, dass er besser nicht verlieren sollte, denn dann würde sich seine Bilanz seit Oktober 2011 auf 1-3 verschlechtern und obendrein wäre ein Misserfolg gegen jemanden, von dem seit Jahren der Rücktritt verlangt wird, nicht besonders hilfreich auf dem Weg zurück an die Spitze.

Was aber passiert, falls Stann gewinnt? Zumindest vor dem weiteren Rückschritt in den Ranglisten hätte er sich bewahrt, aber in welcher Gewichtsklasse überhaupt? Wie schätzt man einen Sieg im Halbschwergewicht ein, aus dem sich Stann nach diesem Samstag wieder zu den Mittelgewichtlern verabschieden wird, wo er in der jüngeren Vergangenheit zwei Mal verloren hat? Stanns Dilemma ist hier, dass alles andere als ein extrem dominanter und am besten noch spektakulärerer Sieg ihn kaum weiter nach vorne bringen wird. Von Silva kann man wohl schweren Herzens, aber ohne schlechtes Gewissen behaupten, dass seine besten Tage in der Vergangenheit liegen, und ein Sieg gegen alternde Legenden schlägt erfahrungsgemäß weit weniger stark ein als ein Erfolg gegen einen etablierten, aber jüngeren und aktuell erfolgreicheren Gegner.
Eine schwierige Situation für Stann also. Aus Fansicht ist dieser Kampf allerdings letztendlich sowieso eine dieser Ansetzungen, bei denen man Ranglisten am besten aus dem Fenster wirft und sich stattdessen ein kühles Bier greift, denn ob man nun vom nostalgischen Touch oder einfach der Aussicht auf eine spannende Schlacht fasziniert ist: Wenn jemand wie Wanderlei Silva mit jemandem wie Brian Stann ins Octagon steigt, geht es um Unterhaltung und Nervenkitzel. Alles andere kann am Tag danach diskutiert werden.

Mark Hunt vs. Stefan Struve
Stefan „Skyscraper“ Struve (25-5) befindet sich derzeit in einer Position, die ihm noch vor wenigen Jahren niemand zugetraut hätte, denn er hat drei Kämpfe nacheinander vorzeitig gewonnen und sich damit an den Rand des Titelgeschehens bewegt. Eine ziemlich beeindruckende Entwicklung, wenn man bedenkt, dass der Holländer in der UFC zunächst nur moderaten Erfolg hatte und mal einen oder zwei Kämpfe gewann, dann aber mit entmutigender Regelmäßigkeit vom nächsten stärkeren Gegner ausgeknockt wurde. In den vergangenen knapp drei Jahren ist Struve dieses Missgeschick allerdings nur ein einziges Mal passiert – im Mai 2011 setzte er zu einem eingesprungenen Kniestoß gegen Travis Browne an und segelte auf direktem Weg in einen Superman-Punch des Hawaiianers. Ein bitteres Ende einer recht guten Erfolgsserie, das den Glauben der meisten Fans an einen etwas umsichtigeren Kampfstil Struves zunichte machte, dem oft das konsequente Nicht-Nutzen seiner immensen Reichweite vorgeworfen wurde. Aus diesem Desaster scheint Struve allerdings tatsächlich gelernt zu haben, denn seitdem hat er jeden seiner vier Gegner durch Aufgabe oder T.K.o. bezwungen. Zuletzt schlug er in seinem ersten UFC-Hauptkampf den zu diesem Zeitpunkt ungeschlagenen Stipe Miocic in der zweiten Runde T.K.o. In Saitama wird er nun nach dem sehr erfolgreichen Jahr 2012 zum ersten Mal im neuen Jahr ins Octagon steigen.

Dort wird er auf Mark „The Super Samoan“ Hunt (8-7) treffen, dessen Karriere in der jüngeren Vergangenheit eine noch unerwartetere Wendung genommen hat als die seines Gegners. Ursprünglich aus dem K-1 kommend, begann Hunt seinen Lauf in der UFC im Alter von 36 Jahren und mit einer Statistik von fünf Siegen zu sechs Niederlagen. Wäre es nach Dana White gegangen, hätte der alternde Kult-Kämpfer niemals einen Kampf in der UFC bekommen – Hunt bestand jedoch auf die Kämpfe, die ihm vertraglich noch aus Pride-Zeiten zustanden, statt sich einfach den Gegenwert auszahlen zu lassen. Eine gute Idee schien das nicht gewesen zu sein, denn in seinem ersten Kampf unterlag er prompt Sean McCorkle, und zwar nach einer knappen Minute durch Armbar. Als er einige Monate später gegen Chris Tuchscherer erneut in den Käfig stieg, waren die Erwartungen an ihn entsprechend niedrig, Hunt überraschte die Zuschauer in der Acer Arena in Sydney und zuhause vor den Bildschirmen jedoch mit einem perfekt getimten Uppercut, der Tuchscherer auf die Bretter schickte – sein scheinbar teilnahmsloser Abgang vom Geschehen, noch bevor Tuchscherer auf dem Boden aufkam, wurde direkt Kult. Seitdem sah Hunt in jedem seiner Kämpfe beeindruckender aus – nach Tuchscherer fielen auch Ben Rothwell und Cheick Kongo dem „Super Samoan“ zum Opfer, der damit seine MMA-Bilanz wieder in den grünen Bereich rückte und nun zum ersten Mal seit dem Jahr 2006 wieder mehr Siege als Niederlagen vorweisen kann.

Takanori Gomi vs. Diego Sanchez
Ein weiterer wichtiger Kampf, dieses Mal im Leichtgewicht. Takanori „The Fireball Kid“ Gomi (34-8-0(1)) wird hier seinen siebten UFC-Kampf bestreiten. Nachdem er in den ersten vier Auftritten nur ein einziges Mal gewinnen konnte, kann er zurzeit eine Siegesserie von zwei Kämpfen sein Eigen nennen. Bemerkenswerterweise haben diese Siege allesamt auf asiatischem Boden stattgefunden und knüpfen damit an seine Erfolge aus alten Tagen an – zwischen 1998 und 2009 hat Gomi 35 Mal in Asien gekämpft und dabei nur vier Mal verloren. Seine Misserfolge in Amerika haben so manchen Fan diese Leistungen vergessen lassen, doch in seinen letzten beiden Kämpfen schien zumindest hin und wieder einmal der alte Gomi hervorzuscheinen.

Für Diego „The Dream“ Sanchez (23-5) ist der Kampf am Wochenende der erste Ausflug in die 70 Kilo-Gewichtsklasse seit 2009. Damals verlor er in einem Titelkampf gegen BJ Penn und suchte sein Glück nach der einseitigen Niederlage eine Gewichtsklasse höher, wo er allerdings schnurstracks an John Hathaway scheiterte. Zwei Siege und eine weitere Niederlage später ist es für „The Dream“ nun an der Zeit, zu den weniger schweren Jungs zurückzukehren. Damit folgt er der allgemeinen öffentlichen Meinung, denn neben BJ Penn ist Sanchez einer der Kämpfer, den seine Fans viel lieber mit etwas weniger Gewicht sehen; nicht zuletzt, weil beide die Tendenz gezeigt haben, in einer höheren Gewichtsklasse etwas Hüftspeck anzusetzen. Nach über einem Jahr Pause und in vermutlich besserer Form wird es interessant zu sehen sein, wie sich der Sieger der ersten „Ultimate Fighter“-Staffel zurück im Leichtgewicht schlägt.

Yushin Okami vs. Hector Lombard
Für Yushin „Thunder“ Okami (28-7) waren die letzten eineinhalb Jahre eine ziemliche Achterbahnfahrt. Als er im August 2011 gegen Anderson Silva ins Octagon stieg, schien noch alles im Lot, doch die bisher größte Chance seiner Karriere fuhr er spektakulär gegen die Wand, denn gegen Silva konnte Okami keine seiner zuvor so effektiven Fähigkeiten einsetzen und ging in Runde zwei scheinbar wehrlos durch T.K.o. unter. In seinem Comeback-Kampf gegen Tim Boetsch sah Okami einige Monate später zwar zunächst äußerst beeindruckend aus, wurde jedoch in der dritten Runde vom verzweifelten Boetsch überraschend T.K.o. geschlagen. Gegen Buddy Roberts sah Okami im August 2012 ebenfalls nicht allzu überzeugend aus, gewann jedoch schließlich durch T.K.o. Den „echten“ Okami bekamen die Fans zum ersten Mal seit langem dann im Dezember des vergangenen Jahres wieder zu sehen, als „Thunder“ den stark verbesserten Alan Belcher drei Runden lang am Boden dominierte.

Gegen Hector Lombard (32-3-1(1)) kann Okami nun den zweiten Sieg in Folge gegen einen bekannten Gegner einfahren, doch „Lightning“ hat selbstverständlich andere Pläne. Lange Zeit als Bellator-Champion unterwegs, sammelte Lombard 20 Siege in Folge an, von denen die meisten durch (T.)K.o. zustande kamen. In seinem UFC-Debüt konnte der gebürtige Kubaner allerdings kaum überzeugen und verlor nach drei unspannenden Runden durch geteilten Punktentscheid gegen Tim Boetsch. Unzufrieden mit der vielkritisierten Leistung gegen Boetsch kehrte Lombard im Dezember 2012 zurück und ließ seinen Frust an Rousimar Palhares aus, den er in Runde eins K.o. schlug. Nun mit einer UFC-Bilanz von 1-1 und der Entlassungswelle innerhalb der UFC im Hinterkopf hat Lombard bereits angekündigt, um jeden Preis einen langweiligen Kampf verhindern zu wollen. Ob ihm das gelingen wird? In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden wir es erfahren…

Mizuto Hirota vs. Rani Yayha
Im zweiten Kampf des Hauptprogramms werden sich zwei eher unbekannte Kämpfer im Federgewicht gegenüberstehen. Mizito Hirota (14-5-1) ist einer der Kämpfer, die von Strikeforce in die UFC übernommen wurden. Im Hexagon durfte Hirota nur einmal antreten und verlor einen Leichtgewichtskampf gegen Pat Healy nach Punkten. Hirotas Antwort darauf war der Wechsel ins Federgewicht, wo er auf den brasilianischen Grappling-Experten Rani Yayha (17-7) treffen wird, der seinerseits nach einer Niederlage gegen Chad Mendes die Gewichtsklasse gewechselt hat und dort im vergangenen August Josh Grispi zur Aufgabe zwingen konnte – er ist allerdings aus dem Bantamgewicht fünf Kilo nach oben gewandert. 

Hirota bekommt hier eine immense Chance, denn erstens steht er in seinem UFC-Debüt auf dem Hauptprogramm und zweitens ist Yahya, obwohl er nicht allzu bekannt ist, doch ein respektierter und starker Kämpfer. Yayha hingegen kann mit diesem Kampf etwas Konstanz in seine UFC-Karriere bringen, in der sich Sieg und Niederlage bisher abgewechselt haben.

Dong Hyun Kim vs. Siyar Bahadurzada
Zur Eröffnung des Hauptprogramms werden zwei Kämpfer im Weltergewicht aufeinandertreffen, die für den Großteil von Paulo Thiagos aktueller Misere verantwortlich sind. Nachdem Thiago sich im Sommer 2011 mit einem Sieg gegen David Mitchell vor dem Rauswurf bewahren konnte, traf er im April des Folgejahres in Schweden auf Siyar „The Great“ Bahadurzada (21-4-1). Besser gesagt traf er nach 42 Sekunden Kampfzeit auf einen rechten Uppercut des gebürtigen Afghanen und verabschiedete sich für die nächsten Sekunden in eine andere Welt. Seit diesem sehr imposanten UFC-Debüt hat Bahadurzada verletzungsbedingt nicht mehr gekämpft, Thiago dagegen stieg im vergangenen November bereits wieder ins Octagon. Auf der ersten UFC-Show in China traf er auf den Koreaner Dong Hyun „Stun Gun“ Kim (16-2-1(1)), der seinerseits zum ersten Mal nach einer Niederlage gegen Demian Maia wieder zu sehen war. Kim schien sich jedoch gut von seiner Niederlage erholt zu haben, denn Thiago sah über drei Runden kein Land gegen den starken Grappler und musste letztlich Kim den Sieg überlassen. Nun kämpfen die beiden Thiago-Bezwinger untereinander um den nächsten Schritt in Richtung Spitze.

Vorprogramm (Facebook)
Das Vorprogramm steht ganz im Zeichen des Wettkampfes zwischen asiatischen und amerikanischen Kämpfern. So wird im Mittelgewicht kurz vor Beginn des Hauptprogramms der Japaner Riki „Killer Bee“ Fukuda (19-6) auf den Amerikaner Brad Tavares (9-1) treffen. Beide hatten in ihren UFC-Karrieren bisher Höhen und Tiefen zu durchleben, konnten jedoch ihren jeweils letzten Kampf gewinnen.

Zuvor wird im Bantamgewicht der Japaner Takeya Mizugaki (16-7-2) auf Brian Caraway (17-5) treffen. Mizugakis Erinnerungen an die Saitama Super Arena dürften nicht allzu gut sein, denn vor etwa einem Jahr trat er bereits bei UFC 144 dort an. Damals schlug er sich gut gegen den mittlerweile als Fliegengewichtler antretenden Chris Cariaso, verlor allerdings nach drei Runden kontrovers durch Punktentscheid.

Caraway hatte eine etwas konstantere Karriere in der UFC. Während seiner Zeit im „Ultimate Fighter“-Haus von Diego Brandao aus dem Turnier eliminiert, bezwang er seitdem Dustin Neace und Mitch Gagnon durch Rear Naked Choke.

Im Leichtgewicht wird einen Kampf zuvor der Brasilianer Cristiano Marcello (13-4) auf den  UFC-Neuling Kazuki Tokudome (11-3) treffen, dessen Kämpfe öfter vorzeitig enden als sie es nicht tun. Marcello gewann im Oktober 2012 eine kontroverse Punktentscheidung gegen Reza Madadi, konnte damit aber nicht allzu viele Fans überzeugen. Am Wochenende wird er gegen Tokudome nun die Chance bekommen, auch abseits der Statistik Eindruck zu hinterlassen.

In der zweiten Ansetzung des Abends stehen die Bantamgewichtler Alex „Bruce Leeroy“ Caceres (8-5) und Kyung Ho Kang (11-6) auf dem Programm. Eigentlich hätten die beiden bereits im letzten November in Macau aufeinandertreffen sollen, Kang verletzte sich jedoch und wurde durch Motonobu Tezuka ersetzt, den Caceres nach Punkten schlagen und sich damit den dritten Sieg in der UFC sichern konnte.

Als Eröffnungskampf ist eine Weltergewichtsbegegnung zwischen dem Brasilianer Marcelo Guimaraes (8-0-1) und Hyun Gyu Lim (10-3-1) angesetzt. Guimaraes bekam in seinem UFC-Debüt im letzten Juli den Punktsieg gegen Dan Stittgen zugesprochen, während Lim seinen ersten Kampf im Octagon kurzfristig wegen gesundheitlichen Problemen beim Gewichtmachen absagen musste. Kein Wunder, denn der 28-Jährige Südkoreaner, der angeblich vor einigen Jahren mit UFC-Kommentator Joe Rogan beim Jiu-Jitsu-Training aneinandergeraten sein soll, nachdem die Intensität etwas zu stark angestiegen war, misst 1,88 Meter und ist damit einer der größten Weltergewichtler des Rosters. Am Samstag wird sich zeigen, ob er seine immense Reichweite von 208 cm ausnutzen und sein verspätetes Debüt in der UFC doch noch zu einem Triumph machen kann.

Anbei das gesamte Programm, das für deutsche Zuschauer kostenlos auf www.UFC.tv übertragen wird und in der Nacht von Samstag auf Sonntag ab 4 Uhr mit den Hauptkämpfen anfängt. Die Vorkämpfe beginnen um 2 Uhr morgens.

UFC on Fuel TV 8: Silva vs. Stann
2. März 2013
Saitama Super Arena in Saitama, Japan

Hauptprogramm (ufc.tv)
Wanderlei Silva vs. Brian Stann
Mark Hunt vs. Stefan Struve
Takanori Gomi vs. Diego Sanchez
Yushin Okami vs. Hector Lombard
Mizuto Hirota vs. Rani Yayha
Dong Hyun Kim vs. Siyar Bahadurzada

Vorprogramm (Facebook)
Riki Fukuda vs. Brad Tavares
Takeya Mizugaki vs. Bryan Caraway
Cristiano Marcello vs. Kazuki Tokudome
Alex Caceres vs. Kyung Ho Kang
Marcelo Guimaraes vs. Hyun Gyu Lim