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Dave Herman: „Die Polizei hat mich wie einen Hund behandelt!“

Dave Hermans Polizeifoto via DeKalb County

Wie bereits berichtet, wurde der frühere UFC-Kämpfer Dave Herman am vergangenen Dienstag das Opfer von Polizeigewalt. Der US-Amerikaner, der mit seiner Frau und einem Kleinkind unterwegs war, wurde mit Elektroschockern unter Kontrolle gebracht und schließlich festgenommen. Hermans Frau Madeleine stellte ein Video online, das die Ereignisse einfing. Inzwischen meldete sich auch der Leidtragende selbst zu Wort.

„Ganz ehrlich: Wenn ich schwarz gewesen wäre, ich glaube ich wäre jetzt tot“, erklärte Herman. „Ich meine das nicht rassistisch, aber Schwarze sind anders und wenn etwas anders ist, schießen Polizisten erst und denken danach. Ich bin wirklich glücklich, lebend aus der ganzen Sache gekommen zu sein. Es ist schade, dass Polizisten vor allen Dingen Angst haben und mit Gewalt reagieren.“

Der 110 Kilo schwere Kämpfer wurde fast zwei Tage in Polizeigewahrsam gehalten, ohne eine Straftat begangen zu haben.

„Ich wurde am Mittwoch aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Sie haben mich bis zur letzten Stunde festgehalten, die ihnen das Gesetzt erlaubt, und mich erst dann freigelassen. Das haben sie bereits auch auf Band gesagt, im Video meiner Frau. Wortwörtlich: Wir werden ihn bis zur 47. Stunde festhalten.“

Der 30-Jährige ist zudem der Meinung, dass die Polizeibeamten seine Familie in Gefahr gebracht haben. „Nicht nur, dass sie mich ohne Grund festgenommen und mit Elektroschockern angegriffen haben, sie waren respektlos und haben mich wie einen Hund behandelt. Sie waren auch respektlos zu meiner Frau und haben meine Familie (mit Kleinkind) in Gefahr gebracht. Sie haben die Tür aufgemacht und sie gezwungen das Fenster offen zu halten, bei Minusgraden im Schnee. Meine Frau fragte, ob sie das Fenster schließen könne, um das Baby warm zu halten. Die Antwort war nein.

Nachdem Herman aufs Revier gebracht wurde und sein Herz auf mögliche Folgeschäden des Elektroschock-Angriffs getestet wurde, ging sein Alptraum weiter.

„Kaum war ich fünf Minuten in der Zelle, wollten sie Nacktfotos von mir. Ich sollte mich entkleiden und sie haben Bilder von mir geschossen. Sie haben mich gezwungen mein Shirt ausziehen. Was gab ihnen das Recht das zu tun und mich gegen meinen Willen zu fotografieren?“

Zudem ging der aktuelle Legacy-FC-Kämpfer auf die Situation an der Tankstelle ein, bei der die Polizeibeamten ihn unter Kontrolle brachten.

„Ich weiß nicht, wieso sie mich mit Waffen angegriffen haben. Ich hatte Probleme mit dem Auto und hatte mein Warnlicht an. Ich denke nicht, dass ich zu schnell gefahren bin. Ich sah dann die Polizeileuchten hinter mir und fuhr an die erstnächste Tankstelle. Als ich dann anhielt und ausstieg, tat ich dies, um meine Familie zu schützen, damit sie nicht auch ein Opfer von Polizeigewalt werden. Die Polizei steckt dir immer die Taschenlampe ins Gesicht und stellt dir 20 Fragen, wie bei einem Verhör, das wollte ich meiner Familie nicht antun. Deshalb stieg ich aus und fragte: Hallo, wer seid ihr? Kann ich euch helfen? Als Antwort wurde ich dann mit der Waffe vor der Nase festgenommen.“

Jetzt will Herman gegen die Polizeibeamten klagen.