MMA

CM Punk auf über 1 Million Dollar verklagt

Phil Brooks, besser bekannt als "CM Punk" (Foto: Power Wrestling).

Phil Brooks aka CM Punk hat noch keinen Fuß ins Octagon der UFC gesetzt, die Schlagzeilen über den ehemaligen Wrestler und zukünftigen MMA-Kämpfer allerdings wollen einfach nicht abreißen – dieses Mal hat es allerdings nichts mit potentiellen Gegnern oder Brooks Trainingserfolgen vor seinem MMA- und UFC-Debüt zu tun.

Stattdessen hat laut The Cook County Record der Ringarzt der Wrestling-Organisation WWE („World Wrestling Entertainment“), Dr. Christopher M. Amann, „Punk“ wegen Rufmords auf über eine Million US-Dollar verklagt, nachdem dieser im „Art of Wrestling“-Podcast ordentlich über ihn vom Leder gezogen hatte.

Streitpunkt war eine Staphylokokkeninfektion an Brooks Rücken während dessen Zeit in der WWE, die Amann laut dem langjährigen Wrestler nicht erkannt hatte. Obwohl das zunächst unbekannte Objekt nach Aussagen Brooks mit der Zeit größer und größer wurde, weigerte der Arzt sich angeblich, die pickelartige und verfärbte Stelle herauszuschneiden.

„Er meinte nur ‚Naja, ich würde es ja herausschneiden, aber dann müsste es genäht werden und du musst heute in den Ring steigen.’“, so Brooks. Auch auf sein mehrfaches Bitten hin weigerte sich Amann offenbar über einen längeren Zeitraum weiter, bis es dem Sportler schließlich zu bunt wurde und er Rat beim Arzt seiner Frau suchte: „Er wirft also einen Blick darauf – er berührt es nicht einmal, er guckt sich das Ding nur an – und meint dann, ‚das ist eine vollständig ausgebrochene Staphylokokkeninfektion.’“

Seinem Unmut über diese Entwicklung tat Brooks während des Podcasts in wenig schmeichelhaften Worten kund: „Ich habe ihm gesagt ‚Doc, du bist eines der wertlosesten Stück Scheiße, die ich je in meinem Leben getroffen habe.’“ Diese Wortwahl könnte „CM Punk“ nun teuer zu stehen kommen, denn Amann hat ihn wegen Verleumdung auf eine Entschädigungssumme von über einer Million US-Dollar verklagt, das genaue Ausmaß steht noch nicht fest. Ziel der Klage ist allerdings nicht nur Brooks selbst, sondern auch Profi-Wrestler Colt Cabana, in dessen Podcast die fragliche Unterhaltung im vergangenen November stattgefunden hat.

Laut Klage seien Brooks Aussagen schlicht falsch, Amann „wurde nicht von Brooks gebeten, ein Geschwülst zu behandeln/herauszuschneiden, schon gar kein baseballgroßes Geschwülst“, wie „Punk“ die Infektion während der Podcast-Folge bildhaft beschrieben hatte. Stattdessen seien die Bemerkungen „höchst beleidigend, in dem Sinne, als dass sie (ihm) eine deutliche Unfähigkeit unterstellen, seinen professionellen Pflichten als medizinischer Doktor nachzukommen, der die finanziellen Interessen seines Arbeitgebers über den lebensgefährlichen Gesundheitszustand seines Patienten stelle.“

Wann die Streitigkeit tatsächlich vor Gericht landen wird, ist noch unklar – wer die Geschichte wahrheitsgemäß wiedergegeben hat, wissen momentan also nur die beiden Protagonisten.